Vom Dopingsünder zum umjubelten Doppeltorschützen

Beim 3:1-Sieg des LASK gegen den SV Mattersburg war Joao Victor umjubelter Doppeltorschütze – für den Brasilianer geht damit eine Leidenszeit zu Ende: „Vor nicht einmal einem halben Jahr habe ich mich nach einem anderen Job umgesehen – jetzt spiele ich in der Bundesliga. Wir haben das große Ziel Europa League. Es ist wie ein Traum“, so der 22-Jährige.

Vor nicht allzu langer Zeit war das noch nicht so. Die Einnahme einer Kopfschmerztablette aus Brasilien wird zur Existenzbedrohung: Victor wird wegen Dopings gesperrt: „Ich war daheim, als ich eine Mail von der Nationalen Dopingagentur erhalten habe. In der stand, dass ich etwas verbotenes genommen habe. Meine Mutter saß zu diesem Zeitpunkt neben mir – wir haben beide geweint. Denn ich bin der, der das Geld verdient. Ich bezahle alle Rechnungen. Da geht es nicht nur um mich und meine Karriere, sondern um meine ganze Familie.“

https://www.skysportaustria.at/ersteliga-at/ksv-joao-victor-nach-positivem-dopingtest-sechs-monate-gesperrt/

Der LASK war seine Rettung. Trotz Sperre bis November 2017 kämpft der Aufsteiger um ihn – sein eigentlicher Verein, der Kapfenberger SV, nicht: „Sie haben mich wirklich alleine gelassen. Zuerst sagten sie, ich sollte Ruhe bewahren und abwarten. Aber dann habe ich nichts mehr vom Verein gehört. Erst als klar war, dass die Sperre von zwei Jahren auf sechs Monate reduziert wird, haben sie sich wieder gemeldet.“

Beitragsbild: GEPA