Von Stöger bis Kraetschmer: Viel Ungewissheit bei der Austria

Vor dem Auftakt in die Qualifikationsgruppe gegen den SCR Altach am Samstag (ab 16:00 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Austria 2 – streame das Spiel live mit dem SkyX-Traumpass) gibt es bei der Wiener Austria einige Zukunftsfragen zu klären. Nach dem Einstieg der Insignia-Gruppe als strategischer Partner könnte bei den „Veilchen“ ein Personalumbruch auf dem Platz, aber auch abseits des Spielfelds geschehen.

Davon betroffen könnte auch Trainer und Sportdirektor Peter Stöger sein. „Peter Stöger ist der sportliche Chef dieses Vereins und er bleibt es auch”, versicherte Präsident Frank Hensel unmittelbar nach der Verkündung des neuen Kooperationspartners Anfang März. Ob der 54-jährige Stöger in der kommenden Saison noch auf der Trainerbank sitzen wird, ist indes unklar. „Was meine Vertragssituation ist, soweit sind wir noch nicht“, meinte Peter Stöger am Freitag. Sein Vertrag endet am 30. Juni.

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Generell ist die Zukunftsplanung beim FK Austria Wien heikel. „Wir haben seitdem ich da bin einen relativ großen, siebenstelligen Betrag im Sport eingespart“, sagte Stöger und ergänzte: “Wir reden von einer budgetären Situation, die ähnlich oder vielleicht sogar ein bisschen drunter ist von dem, was wir in dieser Saison haben.” Daher sind die sportlichen Ziele auch in der nächsten Spielzeit eingeschränkt, ebenso können laut Stöger nicht alle Spieler gehalten werden.

Stöger will Qualigruppe gewinnen

Für Coach Peter Stöger zählen trotz den vielen Ungewissheiten im Moment nur Ergebnisse. Nach dem Nicht-Erreichen der Meistergruppe ist für die Austria die Marschroute klar: Der erste Platz in der Qualifikationsgruppe muss erreicht werden. „Wir wollen die beste Mannschaft der unteren Sechs sein“, sagte der FAK-Trainer. Den wichtigen siebenten Platz im Endklassement hat der Klub schon im verganenen Jahr verpasst, heuer soll das Minimalziel unbedingt erreicht werden.

Die erste Hürde auf dem Weg in Richtung Platz sieben ist der SCR Altach. Der FK Austria Wien ist gegen Altach seit vier Bundesliga-Spielen unbesiegt (drei Siege, ein Remis). Der FAK konnte gegen die Vorarlberger noch nie fünf Spiele in Serie gewinnen. Die Altacher sind aber ein „Angstgegner“ der Austria: 13 Mal konnten sie die „Veilchen“ schon schlagen – so häufig wie kein anderes Bundesliga-Team.

Außerdem spricht der „Canadi-Effekt“ für die Westösterreicher. Altach gewann drei der vier BL-Spiele unter Neu-Coach Damir Canadi – so viele wie in den 18 Spielen 2020/21 unter Alex Pastoor davor. Canadi-Teams geizen regelmäßig mit Toren, da war das 2-1 gegen Ried in der 22. Runde fast schon ein Torfestival.

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Kraetschmer über Stöger-Zukunft: „Timeline Ende März“

Vor wenigen Wochen äußerte sich der Vorstandsvorsitzende des FK Austria Wien, Markus Kraetschmer, bei „Dein Verein“ ebenfalls über die Zukunft von Peter Stöger. In der Sendung vom 22. März versicherte der 49-Jährige, dass bei der Personalie Stöger „eine klare Timeline bis Ende März“ gesetzt wurde. Anfang April gibt es noch immer keine neuen Informationen über den FAK-Coach.

https://www.skysportaustria.at/markus-kraetschmer-aeussert-sich-zu-stoeger-zukunft/

Veränderungen gibt es allerdings im Vorstand der Austria: Mit Gerhard Krisch verstärkt ein neuer Mann die Führungsetage in Wien-Favoriten. „Gerhard Krisch hat in mehreren Funktionen in- und außerhalb der Sportwelt seine Führungsqualitäten und seine Expertise in Finanzfragen unter Beweis gestellt“, sagte Club-Präsident Frank Hensel Ende März.

Die Bestellung vom 55-jährigen Krisch, der im Frühjahr 2017 als Clubchef der First Vienna ins Fußball-Geschäft einstieg, könnte auf eine Trennung mit Markus Kraetschmer hinweisen. Immerhin läuft der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden mit 30. Juni aus. Kraetschmer ist seit 23 Jahren bei der Austria tätig, in den letzten Monaten soll es hinter verschlossenen Türen aber nicht immer harmonisch zugegangen sein.

OPTA / @mathias_blaas

Bild: GEPA