SANKT POELTEN,AUSTRIA,30.NOV.19 - SOCCER - tipico Bundesliga, SKN Sankt Poelten vs SV Mattersburg. Image shows Daniel Luxbacher (St.Poelten) and Philipp Erhardt (Mattersburg). Photo: GEPA pictures/ Walter Luger

Vor dem Bundesliga-Restart: Die Teams der Qualifikationsgruppe im Formcheck

via Sky Sport Austria

Nach nun fast dreimonatiger Unterbrechung geht es in der Tipico Bundesliga am Dienstag endlich wieder los. Die Frage, die sich nach der langen Fußball-Abstinenz vermutlich viele stellen: Werden die Klubs dort anschließen, wo sie vor der coronabedingten Ligapause aufgehört haben? Wir werfen vor dem Wiederbeginn einen Blick auf die Formkurven der Klubs aus der Qualifikationsgruppe.

Den Anfang macht der derzeitige Tabellenführer. Die Wiener Austria führt vor dem ersten Spieltag nach der Punkteteilung mit zwölf Zählern und einem besseren Torverhältnis als Altach knapp die Qualifikationsgruppe an. Nachdem der FK Austria Wien mit einem beachtlichen Rückstand auf den TSV Hartberg aus der Winterpause gekommen ist, konnten die Wiener auch in den letzten Spielen vor dem Strich kein Wunder mehr vollbringen und gastieren nun die verbleibenden zehn Spiele im unteren Playoff.

Das Ziel wird ganz klar der siebte Platz sein, um sich durch die Hintertüre eventuell noch für einen EL-Startplatz zu qualifizieren und die verkorkste Saison doch noch zu retten. Doch mit vier Remis gegen Altach (2:2), Salzburg (2:2), Sturm Graz (1:1) und St.Pölten (0:0) ist die Mannschaft von Christian Ilzer eher bescheiden in die Rückrunde gestartet. Das Testspiel gegen Hartberg vor dem Wiederbeginn konnte durch einen Freistoßtreffer von Dominik Fitz knapp gewonnen werden. Winter-Neuzugang Andreas Poulsen hat sich wohl bereits einen Platz in der Startelf gesichert und wird in den kommenden Matches auch eine wichtige Stütze für die Violetten sein.

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Verfolger SCR Altach befindet sich momentan auf dem zweiten Tabellenplatz, punktegleich mit Austria Wien. Nach einem eher durchwachsenen Liga-Start haben sich die Vorarlberger im Frühjahr stabilisiert und aus den vergangenen vier Spielen zwei Remis gegen Austria (2:2) und Mattersburg (0:0), einen überraschenden Sieg gegen Salzburg (3:2) und eine Niederlage gegen Admira geholt (2:0).

Das Testspiel gegen Austria Lustenau endete mit einem 3:1-Sieg für die Altacher, wo Manfred Fischer mit einem Doppelpack auf sich aufmerksam machte. Auch Winter-Neuzugang Julio Villalba, der verletzungsbedingt noch auf seinen ersten Einsatz in der Tipico Bundesliga warten muss, trug sich in die Torschützenliste ein. Mit der Rückkehr von Langzeitverletzten wie Marco Meilinger oder Philipp Netzer und den im Winter verpflichteten Verstärkungen – besonders Berkay Dabanli und Alain Wiss – wird es die Mannschaft von Alex Pastoor der Austria wohl nicht so einfach machen.

Abstiegskampf pur in der unteren Tabellenhälfte

Aufgrund der Tordifferenz steht der FC Flyeralarm Admira nach dem Cut auf dem dritten Tabellenplatz der Qualifikationsgruppe. Noch lange kein Grund für die Niederösterreicher, sich auf ihrem Erfolg auszuruhen, da sie auch vom Abstiegsplatz nur ein Punkt trennt. Dennoch sind die vergangenen Spiele vor der Zwangspause durchaus positiv einzustufen. Fünf Punkte holte die Admira nach der Winterpause.

Gegen die Abstiegskampf-Konkurrenten St.Pölten (2:2) und WSG Tirol (1:1) gab es ein Unentschieden, gegen Altach sogar einen Sieg (2:0). Nur gegen Sturm Graz mussten sich die Südstädter 0:2 geschlagen geben. Im Probegalopp vor dem Restart schafften sie dann gegen die Grazer ein torloses Remis. Die Neuzugänge Pink und Pavlovic, sowie der neue Trainer Zvonimir Soldo könnten durch ihre Erfahrung durchaus den Unterschied machen.

WSG Tirol mit positivem Trend

Die Mannschaft, deren Bilanz in den vergangenen Spielen auf jeden Fall nach oben ging, ist jene der WSG Swarovski Tirol. Die Tiroler sind mit neun Zählern punktegleich mit Admira und Mattersburg und belegen aktuell den vierten Platz. Nur eine Niederlage gegen den SK Rapid Wien (2:0) musste die WSG in den vergangenen Spielen einstecken. In den Duellen gegen den WAC (2:0) und Hartberg (0:3) gingen sie als Sieger vom Platz. Gegen die direkte Konkurrenz den FC Flyeralarm Admira holte die Silberberger-Elf einen Punkt (1:1).

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Im Test gegen Cupsieger Red Bull Salzburg tankten die Tiroler mit einem 1:1 dann noch einiges an Selbstvertrauen. Yeboah traf per Kopf. Das Momentum scheint im Augenblick also auf der Seite der Kristallkicker zu sein. In der Wintertransferzeit wappnete man sich vor allem mit routinierten Spielern wie Fabian Koch, Thanos Petsos, Bruno Soares und natürlich Stefan „Major“ Maierhofer für den Abstiegskampf. Die Rechnung scheint bisher auch ganz gut aufzugehen.

Nicht ganz so rosig schaut es im Moment beim SV Mattersburg aus. Obwohl die Burgenländer nach der Winterpause mit einem Sieg gegen Sturm Graz (1:2) sehr positiv in die Frühjahrssaison gestartet sind, folgten darauf lediglich ein Remis gegen Altach und zwei Niederlagen gegen Rapid (3:1) und den LASK (0:1). Auch im einzigen Test vor dem Neustart waren die Rollen klar verteilt. Gegen den WAC mussten sie sich mit 0:3 geschlagen geben. Im Winter gab es im Burgenland keinen Neuzugang. Man muss also mit dem vorhandenen Kader versuchen, die Trendwende zu schaffen.

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Noch etwas düsterer ist die Lage beim SKN St.Pölten. Sowohl in der Tabelle, als auch im Form-Ranking aus den Spielen nach der Winterpause, befinden sich die Kicker aus der Landeshauptstadt am Tabellenende. Nur zwei Punkte konnten die Niederösterreicher aus den letzten vier Spielen des Grunddurchgangs mitnehmen. Sowohl im Duell gegen den LASK (4:1) als auch gegen den WAC (0:4) gab es noch zusätzlich eine ziemliche Klatsche. Gegen Qualifikationsgruppen-Teilnehmer Admira (1:1) und Austria Wien (0:0) holten die Niederösterreicher jeweils einen Punkt.

Im Winter reagierte der SKN auf die Negativleistungen aus der Hinrunde und holte nach der langen Transfersperre zehn neue Spieler und schlussendlich in der Zwangspause mit Robert Ibertsberger auch noch einen neuen Trainer. Sein Debüt musste aufgrund der Corona-Pandemie etwas länger warten, als gedacht. In seinem ersten Test gegen den LASK konnte die Mannschaft von Neo-Trainer Ibertsberger gut mithalten und holte sogar ein Unentschieden heraus (0:0). Für den SKN St.Pölten, wie auch für alle anderen Teilnehmer der Qualifikationsgruppe wird es vermutlich ein beinharter Kampf um den Klassenerhalt.

Beitragsbild: GEPA