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Vorbild NBA! Werden Spieler-Tausche die neuen Mega-Transfers?

via Sky Sport Austria

Der Coronavirus hat den Ball zum Erliegen gebracht und wird auch Auswirkungen auf den Transfermarkt haben. Tauschgeschäfte statt sogenannte Monster-Transfers könnten die Folge im Sommer sein.

Der Coronavirus hat aktuell den Fußball zum Stillstand gebracht. Der Boll rollt nicht mehr und die Folgen sind noch nicht abzusehen.

Die Experten sind sich aber sicher, dass diese Krise auch Auswirkungen auf den Transfermarkt sowie seine Abläufe und Methoden haben wird. Aktuell stehen alle Verhandlungen auf Stand-by und die Klubs haben Probleme, die nächste Saison zu planen. Das ganz große Geld wie in den letzten Jahren wird bei Transfers in diesem Sommer aber sicher nicht bezahlt werden können.

Tauschgeschäfte statt Monstertransfers

220 Millionen für Neymar, 145 Millionen für Mbappe oder Coutinho – in nächster Zeit wohl eher undenkbar. Daher wird es eine Veränderung im Fußballgeschäft bei den Spielerwechseln geben. Ein Modell könnte aus den USA kommen: das Traden von Spielern.

Das Gerücht, dass Bayern München und Manchester City die Spieler Alaba und Sane in einer Art Tauschgeschäft verrechnen könnten, ist einige Tage alt und wurde vom deutschen Rekordmeister auch längst dementiert – es könnte aber als Beispiel dienen.

“Diese Tauschgeschäfte werden in diesem Sommer definitiv wichtiger. Es ist weniger Kohle im Umlauf, die Unsicherheit ist sehr, sehr groß. Daher werden solche Tauschgeschäfte mehr aufkommen, das hört man aus der Szene. Teilweise auch zwei, drei Spieler gegen einen”, kann Sky Transfer-Experte Marc Behrenbeck berichten.

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“Manager müssen kreativer werden”

“Diese Monster-Transfers werden wir nicht mehr sehen. Es gibt keinen Verein, der richtig viel Kohle hinlegt. Viele Vereine aus moralischen Gründen, aber es gibt auch keine Sicherheiten mehr. Auch die großen Vereine wie zum Beispiel Real Madrid sind vorsichtiger geworden, denn es geht ums Überleben”, lautet die These von Behrenbeck.

Sky Kollege Max Bielefeld ergänzt: “Die Manager müssen kreativer werden – Stichwort Spielertauschgeschäfte”. Eine Methode, die schon der Juve-Sportdirektor Fabio Paratici ins Gespräch brachte. Ein Vorgehen wie man es aus der NBA kennt. Vereine tauschen einfach Spieler untereinander.

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“Gebt uns einen Linksaußen, wir haben noch einen Rechtsverteidiger übrig. Ok, ihr braucht einen Rechtsverteidiger plus einen Torhüter, wir haben noch einen. Mehr von solchen Deals sind dann gefragt. Ich glaube, das wird eine richtig schöne Herausforderung für alle Sportdirektoren”, freut sich Bielefeld auf die kommenden Transferfenster.

Und große Tauschgeschäfte könnten dann die neuen Mega-Transfers werden.

Bild: Imago