WAC-Trainer Kühbauer: „Natürlich will ich einmal einen größeren Klub trainieren“

via Sky Sport Austria

Wien, 25. August 2014. Zu Gast bei „Talk und Tore“ am Sonntag, 24. August 2014 waren WAC-Trainer , Ex-Rapid und Austria-Spieler  (momentan vereinslos) und Sky-Experte . Hier einige Aussagen des von  moderierten Live-Talks.

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…über die Möglichkeit Rapid-Trainer Zoran Barisic bald abzulösen: „Über so etwas kann man nicht reden. Ich wünsche jedem Trainer Erfolg, das muss ich ganz ehrlich sagen und ich hoffe, dass der Zoki weiterhin Erfolg hat, dass er wieder in die Spur kommt. Man kann nichts erzwingen. Meine Aufgabe ist, als Trainer die bestmögliche Leistung zu bringen, den Spielern helfen, besser zu werden. Alles andere liegt in den Sternen. Natürlich ist es so, dass ich einmal gerne einen größeren Klub trainieren möchte. Aber eines muss ich auch sagen, wo ich gerade Trainer bin, da haue ich hundert Prozent rein, ob das jetzt die Admira war oder nun der WAC, das ist ganz gleich.“

…hat in seinem Vertrag mit dem WAC keine Ausstiegsklausel: „Nein. Es ist so besprochen mit dem Präsidenten, dass man über alles reden kann. Aber ich will nicht über Dinge reden, die nicht real sind oder spruchreif. Ich bin jetzt Trainer beim WAC, bin dort sehr glücklich. Nicht nur aufgrund der momentanen Erfolge sondern ich übe den Job gerne aus. Und alles andere kann ich nicht beeinflussen.“

…über internationale Zukunftspläne mit dem WAC: „Wir schauen uns natürlich die Tabelle an, aber wir reden nicht von Dingen, die noch so weit weg sind. Ich habe keinen Gedanken daran gehegt, dass ich den Burschen sagen würde, jetzt haben wir die Chance, dass wir in die Europa-League kommen. Da passieren noch so viele Dinge, die ich heute noch nicht wissen kann. Deswegen spielt das in unseren Köpfen keine Rolle.“

…denkt nicht an die österreichische Meisterschaft: „Natürlich ist man Trainer, damit man Titel holt. Aber solange Salzburg diese Mittel und diese Spieler hat, ist es sehr schwierig, dass es ein österreichischer Klub jetzt schafft. Das ist leider so, aber andererseits haben sie dort gute Leute. Wir müssen halt schauen, dass wir den Abstand verkleinern, alle Mannschaften. Sie werden heuer wieder davonziehen, das ist jetzt schon der Fall. Aber wir werden nicht locker lassen. Wenn man einen Spieler um neun Millionen Euro holen kann, das ist mehr als unser Budget, dann muss der auch qualitativ besser sein. Und deshalb kann man auch nicht sagen, ich muss mit dem WAC um die Meisterschaft spielen.“

…gibt Rapid im Rückspiel gegen Helsinki gute Aufstiegschancen: „Ich denke schon, dass sie weiterkommen, zu 100 Prozent. Sie hätten es leichter haben können, wenn sie in Finnland besser gespielt hätten. Das wissen sie selber. Jetzt haben sie die Möglichkeit, zu Hause zu gewinnen und sie werden es gewinnen.“

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…war von der Stärke des WAC immer überzeugt: „Wenn ich ehrlich sein sollte, ja. Ich bin der Meinung, dass sich der WAC sehr gut, punktuell und klug, verstärkt hat. Sie haben auch die Spieler geholt, die woanders nicht mehr gebraucht wurden, wie zum Beispiel Manuel Weber oder Tadej Trdina. Da bin ich schon der Meinung, dass die sportliche Führung sehr gute Arbeit geleistet hat.“

…über vergangene Konflikte mit Wiener Neustadt-Trainer Heimo Pfeifenberger: „Wenn ich die Möglichkeit hätte, das heute noch einmal zu machen, dann hätte ich das anders gemacht, aber das geht nicht. Natürlich hat mich das auch gewisse Energie gekostet. Ich würde mich als denkenden Menschen bezeichnen. Von dem her beschäftige ich mich mit solchen Dingen, aber das Leben geht weiter. Und im Grunde sollte man die Leistungen am Platz bringen. Das ist mir ganz gut gelungen, denke ich.“

…gratuliert seinen ehemaligen Kollegen von Wiener Neustadt zum Erfolg gegen die Admira: „Ich habe mich gefreut, dass sie das Klischee nicht bestätigt haben, als Absteiger Nummer Eins in Österreich zu gelten, obwohl sie noch immer auf dem zehnten Platz stehen. Am Samstag haben sie auch gezeigt, dass sie in der Lage sind, die Punkte zu holen. Gerade gegen die Admira, die man nach der Partie als den direkten Konkurrenten bezeichnen kann. Sie haben wunderbare Tore geschossen, Offensivaktionen vom Feinsten gezeigt.“

…glaubt an die Fortführung seiner Profikarriere: „Der Glaube an meine eigenen Fähigkeiten stimmt mich für die Zukunft sehr positiv. Ich weiß allerdings, dass das Ende langsam auf mich zukommt. Ich bin Realist. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich noch weiter im Profibereich spielen will.“

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…erklärt die Qualitäten der Erfolgsmannschaft des WAC: „Das sind mehrere Dinge. Da ist das Pressing, das Gegenpressing und das Umschaltspiel in beide Richtungen. Bei Ballverlust arbeiten alle Spieler sofort nach hinten. Im umgekehrten Fall versuchen sie bei Ballbesitz sofort nach vorne zu kommen. Die individuelle Qualität der Spieler ist auch ein Grund. Zum Beispiel habe ich einen Jacobo noch nie so stark gesehen wie jetzt.“