FRANKFURT AM MAIN, GERMANY - MARCH 16: CEO of Borussia Dortmund Hans-Joachim Watzke arrives for the general assembly of the German Football League (DFL) on March 16, 2020 in Frankfurt am Main, Germany. Members of the executive committee of the DFL and clubs of the Bundesliga and Second Bundesliga meet to discuss the postponement of all matches until April 2, 2020 and it's consequences due to the ongoing spread of COVID-19 coronavirus.  (Photo by Thomas Lohnes/Getty Images)

Watzke warnt vor Corona-Folgen: “Kann nicht ewig gut gehen”

via Sky Sport Austria

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich den Warnungen von Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor fatalen Folgen der Coronakrise für die Fußball-Bundesliga angeschlossen.

“Es ist klar, dass das in dieser Form wirtschaftlich nicht mehr ewig gut gehen kann”, sagte der BVB-Boss in der Bild-Zeitung und beschrieb für den Fall eines erneuten Lockdowns ein Schreckensszenario für die Klubs: “Sollte es nochmal eine große Unterbrechung geben, dann könnten bei manch einem die Lichter ausgehen.”

Sämtliche Profi-Klubs kämpfen aufgrund der Pandemie mit großen finanziellen Problemen. Dortmund kalkuliert für die laufende Saison mit einem Verlust zwischen 70 und 75 Millionen Euro, nachdem die Westfalen schon die vergangene Spielzeit nach dem Lockdown und den nachfolgenden “Geisterspielen” mit einem Fehlbetrag von 43,9 Millionen Euro abgeschlossen hatten.

skyx-traumpass

Rummenigge hatte zuletzt erklärt, die “Zukunft des Fußballs auf tönernen Füßen” zu sehen. Für seine Bayern schloss Münchens Vorstandsvorsitzender für die laufende Saison ein Minus von bis zu 100 Millionen Euro im Falle von einer kompletten Serie ohne Zuschauer nicht aus. Weitere Vereine meldeten ebenfalls schon Millionen-Verluste.

Für Watzke ist Fortsetzung der Bundesliga-Saison trotz des wieder weit verbreiteten Infektionsgeschehens Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben der Vereine: “Ich denke, dass wir diese Saison hinbekommen – zumindest der Großteil der Vereine, wenn es denn keine Unterbrechungen mehr gibt.”

Durch den Lockdown in Deutschland im vergangenen Frühjahr waren mehrere Klubs in kurzer Zeit in finanzielle Schieflage geraten. Angeblich soll rund ein Drittel der 36 Profi-Vereine in Insolvenzgefahr geschwebt haben. Durch die Beendigung der Spielzeit ohne Zuschauer und damit verbundene TV-Gelder konnten die Klubs sich letztlich in die Sommerpause retten.

VIDEO: Darum wird Mourinho nicht in Wengers Buch erwähnt

(SID)

sa-17-10-deutsche-bundesliga

Beitragsbild: Getty