LEIPZIG,GERMANY,09.JUL.18 - SOCCER - 1. DFL, 1. Deutsche Bundesliga, RB Leipzig, training start. Image shows Nordi Mukiele and assistant coach Jesse Marsch (RB Leipzig). Photo: GEPA pictures/ Kerstin Doelitzsch

Wer hat das Potential zum Bullen-Coach? Kandidaten im Überblick

via Sky Sport Austria

Red Bull Salzburg und die Suche nach dem Rose-Nachfolger. Sportchef Christoph Freund erklärt, welche Kriterien eine Rolle spielen: „Wir suchen eine Art von Trainer, der zu uns passt. Wir wollen den Weg, den wir eingeschlagen haben, weitergehen, wollen den Fußball, den wir spielen, weiterspielen, wollen auf junge Spieler setzen, wollen uns weiterentwickeln und wollen auch, dass sich ein Trainer bei uns weiterentwickelt. Wir werden sicher nicht Unmengen an Kandidaten zur Auswahl haben. Wie viele Kandidaten es sind, darauf kann und will ich mich nicht festnageln lassen.“

Mögliche Rose-Nachfolger im Überblick:

Jesse Marsch (45 Jahre):

Der US-Amerikaner (Bild) hat über 151 Spiele als Cheftrainer bei RB New York vorzuweisen. In dieser Saison unterstützt er Ralf Rangnick in Leipzig als Assistenzcoach, u.a. nutzt er die Zeit auch, um Deutsch zu lernen und die europäische Red-Bull-DNA weiter zu inhalieren. Dazu hat er die Abläufe bei internationalen (Europa-League) Spielen erlebt. Er wird im Sommer vom neuen Leipzig-Trainer Nagelsmann nicht übernommen. Das spricht für ihn als Rose-Nachfolger. Außerdem hat „Sponsor“ Dietrich Mateschitz das letzte Wort in der Trainersuche, wird sich mit Sicherheit mit dem von ihm (aufgrund der extrem erfolgreichen Philosophie) hoch angesehenen Rangnick kurz schließen, ob Marsch zu Salzburg passt.

Oliver Glasner (44):

Hat unter anderem eine Ausstiegsklausel für Red Bull Salzburg in seinem Vertrag und galt lange Zeit als die logische Nachfolge-Variante, sollte Rose den Verein verlassen. Sein Einstieg ins Trainergeschäft erfolgte als Co-Trainer unter Roger Schmidt bei den Bullen. Danach war der langjährige Bundesliga-Spieler als Cheftrainer für eine Saison in seiner Heimat Ried tätig. Es folgte der Wechsel zum LASK. Seither steht er für die kontinuierliche Weiterentwicklung bei den Linzern von der zweithöchsten Spielklasse bis zum möglichen Vizemeister bzw. überlegenen „Best of the Rest“ hinter Salzburg in dieser Bundesliga-Saison. Aufgrund der anhaltenden, starken Leistungen des LASK hat sich Glasner aber selbst für einen Wechsel nach Deutschland interessant gemacht. Ist bei den Linzern als Trainer und Sportchef langfristig unter Vertrag.

Christian Ilzer (41):

Seit Längerem unter Beobachtung der Salzburger Verantwortlichen. Ilzer ist ein Shooting-Star unter den österreichischen Trainern, weil er im Vorjahr Hartberg sehr überraschend in die Bundesliga und heuer den WAC in die Meisterrunde geführt hat. Zuvor hat er bereits in der Regionalliga als Cheftrainer und in der Bundesliga als Co-Trainer (WAC, Wiener Neustadt) Erfahrungen gesammelt. In Salzburg wird man sich aber auch die Frage stellen, ob man ihm nach einem Jahr Bundesliga die (mögliche) Champions League mit den Bullen zutraut. Steht auch bei Salzburg-Verfolger LASK weit oben auf dem Zettel, sollte Oliver Glasner den Verein verlassen und hat noch über die Saison hinaus Vertrag in Wolfsberg.

Rene Aufhauser (42):

Einer aus dem eigenen Stall, dem allerdings Erfahrung als Cheftrainer fehlt. Das ist ein Manko. Aufhauser hat bislang als Co-Trainer bei Liefering unter Peter Zeidler und Thomas Letsch, sowie bei Red Bull Salzburg unter Oscar und Marco Rose gearbeitet und Marco Rose relativ früh zu verstehen gegeben, dass er in Salzburg beruflich sehr erfüllt und familiär stark verwurzelt ist, und deshalb auch nicht mit nach Gladbach gehen wollte. Er selbst hat bislang keinerlei Signale in Richtung Cheftrainer-Posten gesendet und empfangen und das wird ziemlich sicher so bleiben. Würde auch unter einem neuen Trainer als Assistent zur Verfügung stehen und will früher oder später auch als Cheftrainer arbeiten. Eventuell zunächst beim FC Liefering, um sich für „höhere“ Weihen vorzubereiten und zu empfehlen.

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Beitragsbild: GEPA