„Werden alles reinhauen“: Tedesco auf erfolgreiche Heimpremiere gegen ÖFB-Team aus

Unter Domenico Tedesco hat Belgiens Fußball-Nationalelf nach der WM-Enttäuschung einen geglückten Neustart hingelegt. Die „Rode Duivels“ (Rote Teufel) fertigten Schweden in der EM-Qualifikation im März auswärts mit 3:0 ab und gewannen dann auch einen Test in Deutschland mit 3:2.

Mit einem Erfolg am Samstag (20.45 Uhr) in Brüssel gegen Österreich und drei Tage später in Estland würde Belgien noch vor der Sommerpause große Schritte Richtung EURO 2024 in Deutschland machen.

„Es wird nicht einfach. Aber wir werden alles reinhauen“, sagte Tedesco vor seinem ersten Heimspiel als belgischer Teamchef. Dass im ausverkauften König-Baudouin-Stadion vor und nach der Partie Ehrungen für den aus dem Nationalteam zurückgetretenen Eden Hazard geplant sind, ist für den 37-jährigen Deutschen wenig bedeutsam. „Es sind Feiern geplant, aber wenn wir nicht gewinnen, werden wir nicht feiern“, hielt er fest.

Tedesco: Team muss De Bruyne-Ausfall auffangen

Über den Ausfall von Kevin de Bruyne wollte sich Tedesco nicht beklagen. „Wir werden Kevin natürlich vermissen, er ist der beste Mittelfeldspieler der Welt. Aber das ist nicht mein Stil.“ Das ganze Team müsse den Ausfall des Kapitäns kompensieren, meinte der Nachfolger des nach der WM zurückgetretenen Roberto Martinez. Tedesco hat den Umbau im Kader bis dato erfolgreich forciert.

Kein Verständnis für Kritik an Lukaku

Ein wichtiger Faktor war und bleibt Romelu Lukaku. Der Angreifer benötige nach dem mit Inter Mailand verlorenen Champions-League-Finale – Lukaku ließ beim 0:1 gegen Manchester City im Finish eine Riesenchance auf den Ausgleich ungenutzt – keine zusätzliche Unterstützung, merkte Tedesco auf Nachfrage an.

„Ich war sehr überrascht über die Art und Weise, wie er kritisiert wurde. Das war ein wenig zu viel. Für mich ist er einer der besten Stürmer der Welt. Es gibt für uns keine Zweifel an seinen Qualitäten“, betonte der ehemalige Schalke- und Leipzig-Coach.

ÖFB-Team „eine sehr zweikampfstarke Mannschaft“

Am Freitag standen alle 25 belgischen Spieler im Training. Abwehr-Routinier Jan Vertonghen hatte zu Wochenbeginn passen müssen, nachdem ihn zuletzt eine Knöchelblessur plagte. Der 36-Jährige gilt als Unsicherheitsfaktor, weil er seit fast zwei Monaten kein Spiel mehr bestritten hat. Da sein Verein Anderlecht das Play-off in der belgischen Liga verpasste, war die Saison für den enttäuschenden Traditionsclub am 23. April zu Ende. Tedesco wischte Bedenken aber zur Seite. „Wenn jemand keinen Spielrhythmus braucht, dann Jan. Er ist physisch und mental sehr stark.“

Vonseiten der Spieler klang Optimismus durch. Es gelte, das Niveau der Spiele im März wieder zu erreichen, merkte Linksverteidiger Arthur Theate an. „Wir wollen die Qualifikation (für die EM) so schnell wie möglich erzwingen“, so der Profi von Stade Rennes. Timothy Castagne, sein Gegenüber rechts außen, warnte vor den Gästen: „Es wird ein wichtiges Spiel gegen Österreich, wir werden es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie sind eine sehr zweikampfstarke Mannschaft.“

Werbung

(APA)/Bild: Imago