Westduell in Lustenau: „Fighten um jeden Punkt“

Mit dem Punktekonto wächst in Lustenau auch die Erwartungshaltung. „Nach der Leistung gegen Sturm erwartet nun jeder einen Heimsieg von uns. Das macht die Aufgabe nicht leichter, aber wir werden sie annehmen“, erklärte Austria-Trainer Markus Mader vor dem Westduell mit der am Tabellenende liegenden WSG Tirol am Freitagabend (ab 19:00 Uhr live & exklusiv auf Sky – mit Sky X streamen!). Nach den ersten vier Runden hält der Bundesliga-Aufsteiger aus Vorarlberg bei fünf Punkten.

Das 1:1 in Graz gab den Lustenauern einen weiteren Schub. „Wir haben gesehen, dass bereits vieles gut funktioniert. Genau das wird aber auch notwendig sein, wenn wir gegen die WSG Tirol punkten wollen“, meinte Mader, dessen Truppe aus den ersten beiden Heimspielen vier Zähler geholt hat. „Die Fans tragen uns mit ihrer positiven Energie.“ Vor dem Vergleich mit den Tirolern stellte der Übungsleiter Parallelen fest: „Sie können auch keine Superstars verpflichten, sondern kommen über das Kollektiv und fighten um jeden Punkt in dieser Liga.“

Ein Kampf, der aus Tiroler Sicht am Freitag im ersten Saisonsieg münden soll. Weil das Gastspiel bei Austria Wien wegen des Europacupauftritts der Violetten verschoben wurde, konnten die Tiroler in Ruhe ihren Umbruch vorantreiben. „Ich bin zufrieden mit diesen zwölf Tagen. Wir haben den nächsten Schritt gehen können in allen Phasen des Spiels“, sagte WSG-Trainer Philipp Semlic.

WSG „braucht noch Zeit“

Das vorrangige Ziel sei es nun, die guten Abschnitte gegen Sturm (1:1), Altach (1:3) und Salzburg (0:3) länger zu gestalten. „Wir sind auf einem guten Weg, aber es braucht noch Zeit, damit sich die neue Mannschaft findet, Abläufe wieder harmonisch sind und das Ganze rund ist“, sagte Semlic. Dabei gelang die Kür offenbar sogar besser als die Pflicht. „Die größte Kunst im Fußball ist es, einen Gegner auszuspielen. Das haben wir gegen alle geschafft. Was bei uns schon noch ein Thema ist: Die Defensive so zu stabilisieren, dass du aus diesen Räumen nicht zu viele Torchancen hergibst.“

Die WSG gewann drei ihrer vier Bundesliga-Spiele in Lustenau. Mit Rapid-Leihspieler Moritz Oswald kam ein weiterer neuer Akteur, der den Tirolern auf Anhieb weiterhelfen soll. „Nur mehr Maschinen zu haben, die rauf- und runterlaufen, reicht heute nicht mehr. Man braucht ein Spielverständnis, muss Räume erkennen. Moritz ist ein Paradebeispiel für einen hochintelligenten Fußballspieler“, lobte Semlic den variabel einsetzbaren Defensivspieler. Bei den Lustenauern wird Phillip Böhm (24) anstelle des gesperrten Domenik Schierl zwischen den Pfosten stehen und damit sein Liga-Debüt geben. Pius Grabher fällt wegen einer Reizung der Achillessehne aus.

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