Wettbetrug bei ÖFB-Cup-Spiel in Klagenfurt

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Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat Strafanträge in einem Fall von Wettbetrug mit manipulierten Fußballspielen gegen drei Männer eingebracht. Behördensprecher Markus Kitz bestätigte der APA einen Bericht der „Kleinen Zeitung“.

Konkret geht es um ein Erstrundenspiel des österreichischen Fußball-Cups im August 2020 im Wörthersee Stadion, das der damalige oberösterreichische Drittligist Stadl-Paura gegen Zweitligisten Austria Klagenfurt 1:7 verloren hatte.

Angeklagt wegen teils versuchten schweren Betrugs sind ein ehemaliger Funktionär, ein 55-jähriger Österreicher, der aktuell eine Haftstrafe wegen Suchtgiftdelikten absitzt, ein 33-jähriger Montenegriner mit unbekanntem Aufenthaltsort sowie ein 43-jähriger Mann aus Südkorea. Letzterer, damals Sponsor, soll in Asien große Summen auf einen entsprechenden Spielausgang gewettet haben.

Wetteinsätze und -gewinne nicht mehr nachvollziehbar

Wie viel gewettet und gewonnen wurde, konnte nicht ermittelt werden. Kitz: „In Asien wird in bar gewettet und in bar ausgezahlt, die Summen waren nicht mehr nachvollziehbar.“ Deshalb wurde ein Schaden von 5.000 bis 300.000 Euro angenommen. Zwischenzeitlich waren die Ermittler von mehreren manipulierten Partien und einem Schaden in Millionenhöhe ausgegangen, es stand auch die Abtretung des Verfahrens an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft im Raum.

Der 55-Jährige, der als einziger teilweise geständig ist, gab an, rund 20.000 Euro verdient zu haben. Damalige Verantwortliche hätten Spielern die Zahlung ausstehender Gehälter sowie eine Prämie von 2.000 Euro in Aussicht gestellt, sagte Kitz zur APA. Spieler, die nicht mitmachen wollten, meldeten den Fall. Laut Strafantrag wurde das Spiel gegen Austria Klagenfurt tatsächlich manipuliert, der 33-jährige Angeklagte machte damals als Spieler mit. Bei einem zweiten Match gegen den SC Weiz blieb es laut Strafantrag beim Versuch. Der angeklagte Südkoreaner bestreitet die Vorwürfe, er wurde von den asiatischen Behörden befragt.

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