Wichtiger Dreier in Freiburg: BVB atmet auf

via Sky Bundesliga HD

Bundesliga, 20. Spieltag: Beim Lieblingsgegner ist der Befreiungsschlag gelungen: Nach fünf Partien ohne Sieg hat sich der abgestürzte Vizemeister Borussia Dortmund im Kellerduell des 20. Spieltags der Fußball-Bundesliga mit 3:0 (1:0) beim SC Freiburg durchgesetzt.

(sid) – Der zehnte Sieg in Folge gegen die Breisgauer hat auch dem zuletzt ratlosen BVB-Trainer Jürgen Klopp endlich ein Erfolgserlebnis verschafft.

Marco Reus (9.) und Pierre-Emerick Aubameyang (56. und 72.) trafen für die Borussen, die in der Tabelle an den Freiburgern vorbeizogen.

Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Freiburger Stadion sahen zu Beginn klar überlegene Gäste. Die Dortmunder, bei denen Kevin Großkreutz, Sven Bender und Sebastian Kehl fehlten, hatten schon in der ersten Minute die erste gute Chance durch Reus. Der Nationalspieler scheiterte am Freiburger Torwart Roman Bürki.

Nur vier Minuten später musste Bürki gegen Shinji Kagawa und Ilkay Gündogan retten. Kurz darauf war der Schweizer Keeper machtlos. Nach einem katastrophalen Fehler von Mike Frantz brauchte Reus nach Vorarbeit von Aubameyang nur noch einzuschieben. Es war das vierte Saisontor des lange verletzten 25-Jährigen.

Freiburg ohne Mehmedi

Die Gastgeber, die ohne Admir Mehmedi und Marc-Oliver Kempf auskommen mussten, waren in der Anfangsphase völlig von der Rolle. Mit dem knappen Rückstand war der Sport-Club nach einer Viertelstunde noch gut bedient.

Auch danach wurde es aus Sicht der Freiburger kaum besser. In der 23. Minute hätte Gündogan den Vorsprung ausbauen können, neun Minuten später vergab Kagawa die Möglichkeit zum zweiten BVB-Treffer. Erst in der 43. Minute hatte Oliver Sorg per Distanzschuss die erste echte Chance der Gastgeber. Die Pausenführung der Gäste war hochverdient.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs versuchte es SC-Coach Christian Streich mit einem Doppelwechsel. Die Offensivkräfte Dani Schahin und Maximilian Philipp kamen für Nils Petersen und Jonathan Schmid. Die Maßnahme brachte zunächst keinen Erfolg. Ganz im Gegenteil: Aubameyang hatte das zweite BVB-Tor auf dem Fuß (52.), kurz darauf machte es der Angreifer nach Vorarbeit Gündogans besser.

Im Anschluss drängten die Gastgeber auf den Anschluss, die beste Chance vergab aber Reus auf der Gegenseite bei einem Konter (66.). Wenig später sorgte Aubameyang für die Entscheidung.

Beste Spieler aufseiten der Dortmunder waren Abwehrchef Mats Hummels und Aubameyang. Bei den Freiburgern konnten Bürki und Sorg überzeugen.

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): „Um in den entscheidenden Momenten mutig zu sein, muss man auch nach drei, vier, fünf Monaten, in denen wenig geklappt hat, an seine Stärken glauben. Heute haben wir einen ersten wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht. Die Mannschaft hat heute bis zur 90. Minute das durchgezogen, was wir uns vorgenommen haben.“
Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund): „Es war in der Tat ein Kopfproblem. Wir haben gestern eine Sitzung gehabt, in der der Trainer das angesprochen und die richtigen Worte gefunden hat. Heute waren wir positiv eingestellt, so ist das Ergebnis zu Stande gekommen.“
Oliver Sorg (SC Freiburg): „Man muss neidlos anerkennen, dass Dortmund die bessere Mannschaft war. Wir haben keinen guten Fußball gezeigt und dafür wir die Strafe gekriegt.“