Wie viel Einfluss hat Neo-Investor Helmut Kaltenegger in Klagenfurt?

Stürmische Zeiten für Austria Klagenfurt: Lizenzverweigerung, ein dubioser Sponsorenvertrag und die sportliche Talfahrt waren nur einige der Themen der letzten Woche. Nach der 0:6-Blamage gegen den LASK war auch die Ära Peter Pacult in Klagenfurt beendet. Im Abstiegskampf soll nun Carsten Jancker als neuer Cheftrainer die Verantwortung übernehmen. Der 50-jährige Deutsche wird von Neo-Investor und TGI AG-Chef Helmut Kaltenegger angestellt und bezahlt. Wie viel Einfluss hat der neue Investor wirklich? In einem Interview mit der „Krone“ gibt Kaltenegger Einblick in seine Aufgaben bei den Klagenfurtern.

Aus sportlicher Sicht war die Pacult-Entlassung unvermeidbar: Man verlor vier der letzten fünf Spiele, stellte mit insgesamt 64 Gegentoren die schlechteste Defensive der ADMIRAL Bundesliga und rutschte immer tiefer in den Abstiegskampf.

Doch bereits vor dem Rauswurf von Peter Pacult wurden Gerüchte laut, dass Kaltenegger Carsten Jancker wieder auf einer Cheftrainer-Bank sehen wollte. Nun wurde ihm von den Klagenfurtern sein Wunsch erfüllt – auch ein Zeichen dafür, wie viel das Wort des Investors mitzählt.

Kaltenegger: „Jancker wird Schwung reinbringen“

„Es war mein Wunsch und Vorschlag, dass Carsten es wird – aber keine Bedingung. Ich werde dem Besitzer eines Klubs nicht sagen, was er zu tun hat. Es ging ganz schnell – die Austria hat mich kontaktiert und gebeten, Carsten zu fragen, ob er sofort bereit wäre“, gab Kaltenegger im der „Krone“-Interview bekannt. Weiters verriet Kaltenegger, dass der Ex-Bayern-Kicker bei der TGI AG unter Vertrag stehe: „Er wird von uns bezahlt, kostet der Austria daher nicht viel.“

Kaltenegger, der Jancker schon in Leoben zum Trainer beorderte, ist ein großer Fan des Deutschen: „Jancker spielt modernen Fußball, kann sehr gut mit Spielern umgehen und wird wieder Schwung reinbringen“.

Kaltenegger neues Präsidiums-Mitglied

Kaltenegger selbst wird sich künftig noch stärker in die finanziellen Belange der Austria einbringen, sofern man die Lizenz in zweiter Instanz erhält. „Mir wurde im Präsidium die Abteilung Wirtschaft angeboten – ich habe angenommen.“

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Foto: GEPA