Wieder Böllerwürfe aus dem Rapid-Sektor – Ordner beinahe getroffen

via Sky Sport Austria

Beim 318. Wiener Derby zwischen Austria und Rapid benahmen sich einige Zuschauer im Block der Rapid-Fans daneben. Es soll, wie schon zuletzt beim Europa League-Heimspiel gegen Torpedo Schodsina, abermals zu einem Böllerwurf gekommen sein. Dabei wurde beinahe ein Ordner von diesem Knallkörper getroffen. Der Ordner soll nach unseren Informationen unverletzt geblieben sein. In der Halbzeit stand Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek zum Interview zur Verfügung und verurteilte dieses Verhalten: “Wenn jemand Gewalt ausübt, Böller wirft, Leuchtstifte abschießt oder rassistisch auffällt, ist das nicht zu tolerieren – völlig inakzepatbel und muss auch mit entsprechen Konsequenzen leben und rechnen.”

Nach Knallkörper-Skandal: Rapid will hart durchgreifen

Zur Causa-Entrup: “Wir unterstützen ihn selbstverständlich”

Zum Thema Maximilian Entrup äußerte sich Peschek ebenfalls: “Es ist erstmals in der Vereinsgeschichte so, dass ein Spieler, der in einer ultraorganisierten Fangruppe unseres Lokalrivalen tätig war, jetzt bei uns ist. Max war einige Spiele dort dabei und hat sich dann selber losgelöst – ist jetzt Spieler bei uns. Wir unsterstützen ihn selbstverständlich.”

Maximilian Entrup ist in den letzten Wochen zum Hasssymbol für Teile der grün-weißen Fan-Szene geworden, weil er bereits Mitglied beim Austria-Fanklub „Inferno“ war. So hatten sie den 19-Jährigen zuletzt bei allen österreichischen Profivereinen per Mail zum Verkauf angeboten. Zuvor hatten sie den ehemaligen FAC-Spieler beim 5:0-Heimsige in der Bundesliga, gegen Ried mit einem Transparent mit der Aufschrift „M. Entrup – die grüne Hölle wird für dich zum Inferno“ bedroht.

Die E-Mail einer Fangruppe, in der Maximilian Entrup bei allen Profivereinen in Österreich zum Verkauf angeboten wurde, sieht Peschek als “kreativen Protest, der fast schon satireartig war”.

Wenn Gewalt ausgeübt wird, sei es aber ein “No-Go”. Danach betonte Peschek erneut, dass es sich beim Böllerwurf nach dem Europa League-Qualifikationsspiel gegen Schodsina, um einen Täter gehandelt hat, der keiner organisierten Fangruppierung angehört und mit einem Stadion- und Hausverbot belegt wurde. Auf die Frage ob Rapid nicht ein Problem mit den eigenen Fans hat, antwortete Peschek: “Das denk ich nicht. Wir haben in den letzten drei Spielen 70.000 Menschen bewegt. Und selbst in Frankreich, wo ein Ausnahmezustand geherrscht hat, ist es leider einigen Chaoten gelungen, dennoch Böller, bengalische Fackeln und so weiter hineinzuholen!”