Wiener Rathausplatz wird wieder zur großen Fanmeile
Wien (APA) – Wie schon bei der Heim-EM 2008 wird der Wiener Rathausplatz auch vom 10. Juni bis 10. Juli wieder zur ultimativen Anlaufstelle. Laut den Veranstaltern wird dort während der Fußball-Europameisterschaft die größte Fanzone des Landes eingerichtet. Sämtliche Spiele aus Frankreich werden live übertragen – unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.
Im Zentrum der „Fan Arena“ am Rathausplatz steht eine 100 Quadratmeter große LED-Leinwand, wobei das Geschehen auch auf fünf weiteren kleineren Screens mitverfolgt werden kann. Der Andrang dürfte groß werden: „Wir rechnen täglich mit bis zu 25.000 Fußballbegeisterten“, wagte Sportstadtrat Andreas Mailath-Pokorny am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ) eine Prognose zur Gesamtzahl.
Zeitgleich können sich rund 13.000 Menschen in der Fanmeile aufhalten – die kleiner ist als 2008. Der Ring, der Heldenplatz oder auch die Fläche zwischen Rathauspark und Universität sind dieses Mal nicht dabei. Geöffnet ist das zur Gänze eingezäunte Areal täglich von 11.00 bis 24.00 Uhr. Bei den Eingängen werden Sicherheitskontrollen durchgeführt. Sowohl Personen als auch Gepäck bzw. Taschen werden dort unter die Lupe genommen.
Wie Michael Draxler, der Geschäftsführer des Organisators Stadt Wien Marketing ausführte, sind Waffen oder Pyrotechnik verboten. Doch auch geläufigere Fan-Utensilien wie große Fahnenstangen sind nicht zugelassen. PET-Flaschen oder Dosen dürfen nur geöffnet die Schranken passieren.
Anders als 2008 wird es aber keine sogenannten wirtschaftlichen Kontrollen geben. Damals durfte etwa nur Bier des EURO-Sponsors in der Fanmeile konsumiert werden. Die Mitnahme von Konkurrenzprodukten war verboten. Derartige Einschränkungen gibt es heuer nicht.
Apropos Konsum: Versprochen wird ein umfangreiches kulinarisches Angebot. Sportstadtrat Mailath-Pokorny kündigte einen „riesigen Schanigarten“ an. Die Gastro-Stände von insgesamt 26 Betreibern bieten dabei ein höchst unterschiedliches Programm. Das Setting ist vergleichbar mit jenem des unmittelbar danach stattfindenden Filmfestivals am Rathausplatz. Lediglich auf Sitzplätze unmittelbar vor der Leinwand wird verzichtet.
Ein Vorgeschmack auf das Film-Event wird an den spielfreien Tagen geboten, wobei man ausschließlich auf die Popschiene setzt. Der gebotene Reigen der Konzert-Aufnahmen reicht von Hubert von Goisern über Falco und Queen bis zu den Toten Hosen.
Das traditionelle Filmfestival – bei dem dann auch Oper und Klassik im Repertoire zu finden sind – beginnt dann nach kurzer Umbaupause am 14. Juli. Das Freiluftkino vor dem Rathaus dauert heuer bis 4. September.
