Wimmer als neue ÖFB-Fixgröße: "Bin kein Talent mehr"

Wimmer als neue ÖFB-Fixgröße: „Bin kein Talent mehr“

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Patrick Wimmer fühlt sich bereit für ein viertes Länderspiel von Beginn an in lediglich elf Tagen. Der Flügelspieler, bei der WM nur zu zwei Kurzeinsätzen gekommen, hat sich nach dem Turnier in Nordamerika im ÖFB-Team einen Stammplatz erkämpft.

„Ich bin sehr froh, dass ich so viele Minuten bekommen habe“, sagte der 25-Jährige vor dem Nations-League-Gastspiel am Sonntag im Kosovo. „Die Akkus sind komplett voll. Als Fußballer ist es das Schönste, wenn man Spiele spielen kann.“

35 hat Wimmer bisher für Österreich absolviert. Zwar ist dem Offensivmann erst ein Länderspiel-Tor gelungen, in den jüngsten beiden Partien zu Hause gegen Kosovo (3:1) und in Irland (2:2) leistete er aber jeweils einen Assist. Wimmer wird auch in Prishtina in der Startelf stehen. Er sei in einer Phase, in der er Leistung bringen müsse und zeigen müsse, dass er Verantwortung übernehme, erklärte der Niederösterreicher. „Ich bin jetzt auch in ein Alter gekommen, wo man sagt, ich bin kein Talent mehr.“ Das wolle er auf dem Platz bestätigen.

„Jeder hat mitbekommen, dass einige Spieler, die jahrelang dabei waren, jetzt nicht mehr dabei sind“, sagte Wimmer über Marko Arnautovic, David Alaba oder Marcel Sabitzer. Es befinden sich aber nach wie vor Akteure mit mehr Länderspielen und mehr Erfahrung als er im ÖFB-Kader, betonte Wimmer.

Kosovo-Trio als Clubkollegen

Einer davon ist Xaver Schlager. Für den Mittelfeldmann von Nottingham Forest fand Wimmer nur lobende Worte. „So, wie er jetzt drauf ist, können wir alle nur froh sein, dass wir ihn haben.“ Das „Bullige in der Mitte“ würde seinen Teamkollegen auszeichnen, meinte Wimmer. Vor und nach der WM sei Schlager immer so aufgetreten. „Bei der WM müssen wir eine Ausnahme machen, da waren wir als ganze Mannschaft nicht auf dem Level, wo wir sein wollen.“

Wimmer selbst wechselte nach dem Abstieg mit VfL Wolfsburg noch vor der WM zu Hoffenheim. Dort spielt er seit Sommer mit den Kosovo-Stars Albian Hajdari (fehlt gegen Österreich verletzt), Leon Avdullahu und Fisnik Asllani zusammen. Asllani kenne er schon länger, sagte Wimmer über den Ex-Austrianer. „Ich weiß, welche unheimlichen Qualitäten er hat.“ Nach Knieproblemen zum Saisonstart musste sich der Stürmer zuletzt allerdings sowohl in Hoffenheim als auch in Kosovos Nationalteam hinten anstellen.

In der deutschen Bundesliga sei man laut Wimmer jedenfalls einen anderen Rasen gewöhnt als jenen im Fadil-Vokrri-Stadion in Prishtina. „Auf so einer Wiese habe ich schon lange nicht mehr gespielt.“. Dabei sei er einst auf genau solchen aufgewachsen, erinnerte der frühere Landesliga-Kicker, der erst mit 18 Jahren vom SV Gaflenz zur Wiener Austria gewechselt war. „Ich habe schon öfter auf solchen Wiesen gespielt. Aber das ist eher schön, wenn es am Sonntagnachmittag bei der Kreisliga ist, als wenn man selber drauf spielen muss.“

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