Mario Stecher folgt Ernst Vettori als Sportlicher Leiter beim ÖSV

via Sky Sport Austria
Innsbruck (APA) – Im Nordischen Bereich des ÖSV bleibt kaum ein Stein auf dem anderen – und das ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Seefeld. Der schwer angeschlagene Skisprung-Cheftrainer Heinz Kuttin hört auf, teilte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit. Und Ex-Kombinierer Mario Stecher folgt auf den bisherigen Sportlichen Leiter Ernst Vettori.
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Angesichts der schlechten Saison seien im Springerbereich klarerweise “Fehler passiert”, meinte der 40-Jährige. “Man muss die gesamten Mannschaft begeistern für den Sport“, gab Stecher die Zielrichtung vor. “Ich will das Wir-Gefühl stärken”, so der 2015 zurückgetretene Kombinierer. Er wolle “eine klare Linie vorgeben – bis hinunter zum Nachwuchs”. Der Anspruch der heimischen Adler sei natürlich, bei den kommenden Großereignissen “einige Medaillen” zu gewinnen. “Wir müssen jedenfalls ‘back to the basics'”, meinte Stecher, der seine neue Aufgabe als “besondere Herausforderung” sah. Es sei sehr wichtig, dass jeder Sportler “bei sich selber ansetzt”. Schröcksnadel bezeichnete Stecher jedenfalls als “sehr gute Wahl”.

Vettori sucht “Veränderung”

Sein Vorgänger Vettori habe schon länger das Gefühl gehabt, dass er sich “verändern” wolle, sagte Schröcksnadel, der dem “Ernstl” für die “vielen guten Jahre der Zusammenarbeit” dankte. Dies bestätigte auch der ehemalige Weltklassspringer, der seit 2010 im Amt gewesen war, selbst: Er habe bereits im vergangenen Herbst mit seiner Frau über diesen Schritt gesprochen. “Ich habe während der gesamten Zeit mit voller Leidenschaft gearbeitet”, sagte Vettori. Letztlich sei er nach Beratungen mit seiner Familie zu dem Schluss gekommen, sich zu verändern. Schröcksnadel verwies in diesem Zusammenhang auf die anstrengende und stressige Position hin, die Vettori innegehabt habe.

Die österreichischen Skispringer waren in der vergangenen Weltcupsaison erstmals seit 2000/01 und zum erst dritten Mal überhaupt sieglos geblieben. Bei Olympia blieben die “Adler” gar ohne Medaille – und das nur ein Jahr nach dem Höhenflug von Doppel-Weltmeister und Weltcupgesamtsieger Stefan Kraft.

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Bild: GEPA