MUNICH,GERMANY,22.MAR.15 - SOCCER - 1. DFL, 1. Deutsche Bundesliga, FC Bayern Muenchen vs Borussia Moenchengladbach. Image shows head coach Lucien Favre (Gladbach) . Photo: GEPA pictures/ Witters/ Sebastian Widmann - ATTENTION - COPYRIGHT FOR AUSTRIAN CLIENTS ONLY

Wolfsburg-Manager Allofs zu Favre-Rücktritt: „Nicht die Lösung”

via Sky Sport Austria
  •  Sky Experte Jansen kritisiert Favre: Eigene Mitteilung rausgeben „kann nicht sein“
  • Für Allofs sind die Bayern „ein Vorbild“
  • Jansen zu Dortmunder Aufschwung unter Tuchel: „Noch viel Klopp drin“

Wien, 20. September 2015 – In Sky90 – die KIA Fußballdebatte sprachen u.a. Sky Experte Marcell Jansen und Manager Klaus Allofs (VfL Wolfsburg) über das Geschehen am 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

(Manager )

…zum Rücktritt von Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Kurzschlussreaktion ist. Für alle Vereine außer Bayern ist es eine schwierige Aufgabe, die Erfolge der Vorsaison zu bestätigen. Genauso gut zu spielen wie im letzten Jahr reicht nicht aus, man muss sich verbessern. Viellleicht hat er gesehen, dass es nicht geht. Es kommt überall vor, dass es Veränderungen gibt. Nach dem 5. Spieltag wundert es mich allerdings schon. Wenn es Unstimmigkeiten gegeben hat, ist das nicht die Lösung, die am Ende stehen darf.“

…zum Spitzenspiel des VfL Wolfsburg am Dienstag bei Bayern München: „Wir wollen die Bayern ärgern. Dafür sind wir am Dienstag in München. Im Supercup und im letzten Heimspiel haben wir gezeigt, dass wir sie kitzeln können.“

…zum Disput zwischen Bas Dost und Trainer Dieter Hecking nach dem Hertha-Spiel: „Wir messen uns mit Bayern und Dortmund. Da muss alles stimmen. Da muss jeder in jedem Training alles bringen. Ein paar Korrekturen muss man ansetzen. Das war der Zweck von Dieters Ansprache. Entscheidend war, dass wir dieses Thema mit der Mannschaft besprochen. Es gab auch ein sehr positives Einzelgespräch mit Bas Dost. Es ist doch klar, dass man immer spielen will. Er vergisst aber, dass Nicklas Bendtner auch gut trainiert und spielen möchte. Bas wollte der Mannschaft nicht schaden, aber er hat die falschen Mittel gewählt.“

…über das “Vorbild” Bayern München: „In ganz vielen Dingen ist der FC Bayern unser Vorbild. Bei der Konstanz kann man sich sehr viel abschauen. Die wirtschaftliche Bilanz von Bayern möchte jeder haben. Die Möglichkeiten bei Bayern sind ganz anders, sie sind der logische Titelfavorit. Wenn sie schwächeln, wollen wir aber da sein. Wir wollen den Rückstand verkürzen. Die kleinen Geschichten am Rande zeigen, dass wir jeden Stein umdrehen, um nach vorne zu kommen.“

…über Kevin De Bruyne und Nachfolger Julian Draxler: „Ich bin nicht happy darüber, weil wir gern mit Kevin weitergearbeitet hätten. Ich bin aber stolz, wie wir das personell kompensiert haben. Bevor wir soviel Geld für Kevin bekommen haben, konnte auch der VfL Wolfsburg sich Julian Draxler nicht erlauben..“

…über Sorgenkind André Schürrle: „Wir können noch nicht abschließend zufrieden sein, weil er viel mehr kann. Aber wir sind überzeugt, dass er uns seine Qualität geben wird. Auch Kevin De Bruyne hat ein halbes Jahr gebraucht. André hatte auch mit Verletzungen zu tun.“

…zum Aufschwung bei Borussia Dortmund: „Der Wechsel zu Tuchel war ein Neuanfang für viele Spieler, Mkhitaryan an erster Stelle. Die große Qualität des Kaders ist entscheidend.“

()

…zum Rücktritt von Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre: „Gladbach war zuletzt nicht in der Lage, Torchancen zu kreieren. Was unter Favre entstanden ist, ist sensationell. Trotzdem musste etwas passieren. Die anderen Mannschaften da unten leben.“

…zu Favres Weg, über die Medien seinen Rücktritt zu verkünden: „Wenn dieser Ablauf von Gladbacher Seite so stimmt, kann das nicht sein. Da darf man nicht einfach so seine eigene Pressemitteilung rausgeben. Man muss so kommunizieren, dass der Verein eine Chance hat, zu reagieren.“

…über Favres Umgang mit den Spielern: „Bei Favre muss man nicht darüber sprechen, dass er ein guter Trainer ist. Es sind auch die charakterlichen Dinge. Bei Filip Daems etwa ist einiges quer gelaufen.“

…über die neue Rolle der Gladbacher: „Es ist eine lange Erfolgsstory gewesen. Was da entwickelt wurde, ist sensationell. Wenn es immer nur bergauf geht, wird man aber auch von den Gegnern anders beachtet. Gladbachs Spiel war defensiv gut, taktisch gut organisiert. Gladbach muss jetzt das Spiel machen, ist oft Favorit. Das darf man nicht vergessen.“

…zum Aufschwung von Borussia Dortmund unter Thomas Tuchel: „Bei Dortmund ist noch vieles Klopp, was da mitspielt. Unter Tuchel ist es eine andere Spielanlage. Das ist der Schritt, der kommen muss. Sie dominieren die Gegner. Da ist auch noch die Arbeit von Klopp drin.“