Zehnte Meisterschaft in Folge: Alabas Titelsammlung wächst
David Alaba ist als erster Österreicher spanischer Fußball-Meister. Der Teamverteidiger sicherte sich mit Real Madrid schon in der viertletzten Runde den Titel und damit seinen insgesamt elften im Ausland. Alaba war bereits mit Bayern München zehnmal Meister geworden und ist mit Abstand erfolgreichster österreichischer Kicker im Ausland.
Nummer zwei an Meistertiteln im Ausland ist Aleksandar Dragovic mit sechs Erfolgen. Der ÖFB-Teamverteidiger holte viermal mit dem FC Basel in der Schweiz und zweimal mit Dynamo Kiew in der Ukraine den Meisterpokal und liegt heuer mit Roter Stern Belgrad in Serbien auf Titelkurs.
Auf gutem Weg zu seinem vierten Meisterschaftserfolg im Ausland ist Emir Dilaver. Der ehemalige Verteidiger von Austria Wien geht nach einem Erfolg mit Ferencvaros Budapest auf seinen dritten kroatischen Titel mit Dinamo Zagreb los. Vier Runden vor Saisonende hat Dinamo fünf Punkte Vorsprung auf NK Osijek. Sollte der Verfolger den Titelverteidiger noch überholen, würde Mihret Topcagic (nach zwei Erfolgen in Litauen mit Suduva Marijampole) seinen dritten Titel feiern.
Dreimal haben auch Peter Persidis (Olympiakos Piräus), Edi Krieger (FC Brügge), Kurt Jara (Grasshoppers Zürich) und Marc Janko (FC Porto und FC Basel) im Ausland triumphiert.
Ancelotti und Marcelo schreiben Geschichte
Als erster Trainer wurde „Carletto“ in den fünf sogenannten Topligen Europas jeweils Meister: Italien (2004/Milan), England (2010/Chelsea), Frankreich (2013/Paris Saint-Germain), Deutschland (2017/Bayern München) und nun Spanien. Während seiner ersten Amtszeit bei Real von 2013 bis 2015 war ihm der Meistertitel noch versagt geblieben.
Historisch war der Samstag für Reals Marcelo. Der brasilianische Verteidiger gewann seine 24. Trophäe mit Real und überholte damit Francisco „Paco“ Gento (bei Real von 1953-1971) als – an Titeln gemessen – erfolgreichsten Spieler der 120-jährigen Clubgeschichte.
Für Ancelottis vierten Champions-League-Titel muss Real ein 3:4 aus dem Halbfinal-Hinspiel gegen den englischen Meister drehen. Ob Alaba für das Rückspiel im heimischen Bernabeu Stadion am Mittwoch (ab 20 Uhr live auf Sky Sport Austria 1 – Streame mit dem SkyX-Traumpass) rechtzeitig fit wird, ist noch unklar. Er werde jedenfalls „alles dafür tun“, um einsatzfähig zu sein, versprach der in der Innenverteidigung gesetzte Wiener.
Österreichische Spieler, die im Ausland zumindest zweimal Meister wurden:
11 Meistertitel
David Alaba (Bayern München 2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, Real Madrid 2022)
6 Meistertitel
Aleksandar Dragovic (FC Basel 2011, 2012, 2013, 2014 und Dynamo Kiew 2015, 2016)
3 Meistertitel
Peter Persidis (Olympiakos Piräus 1974, 1975, 1976)
Edi Krieger (FC Brügge 1976, 1977, 1978)
Kurt Jara (Grasshoppers Zürich 1982, 1983, 1984)
Marc Janko (FC Porto 2012 und FC Basel 2016, 2017)
Emir Dilaver (Ferencvaros Budapest 2016, Dinamo Zagreb 2019, 2020)
2 Meistertitel
August Starek (1. FC Nürnberg 1968 und Bayern München 1969)
Franz Hasil (Feyenoord Rotterdam 1969, 1971)
Heinz Schilcher (Ajax Amsterdam 1972, 1973)
Andreas Ivanschitz (Seattle Sounders 2016, Viktoria Pilsen 2018)
Thorsten Schick (Young Boys Bern 2018, 2019)
Mihret Topcagic (Suduva Marijampole/LTU 2018, 2019)
(APA)
Bild: Imago
