Zoran Barisic über einen möglichen frühzeitigen Abgang von Taxiarchis Fountas: „Grundsätzlich ist nichts auszuschließen“

SK Puntigamer Sturm Graz gegen SK Rapid Wien endet mit 2:2. Die wichtigsten Stimmen zur Partie des 20. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.

SK Puntigamer Sturm Graz – SK Rapid Wien 2:2 (1:1)
Schiedsrichter: Walter Altmann

Christian Ilzer (Trainer SK Puntigamer Sturm Graz):
…über das Spiel: „Ein absolut gerechtes Unentschieden. Es ist natürlich schade, nach zweimaliger Führung nur mit einem Punkt nach Hause zu gehen, aber über das Spiel gesehen hat sich Rapid den Punkt verdient. Es war ein spannendes Spiel und eine richtige ‚Herfetzerei‘. Es waren nicht die großen Chancen da, aber wir hatten die besseren Chancen. Es ist ärgerlich, dass wir zwei Tore aus Standards hergeben.“

…über die Tore aus Standardsituationen: „Wir trainieren es am Spielfeld und haben Analysen dazu. Es gehört die Verantwortung der Spieler am Platz dazu, dass sie für ihren Mann Verantwortung übernehmen. Heute hat man zum Schluss Hochalarm gespürt bei jedem Standard.“

…über Rasmus Höjlund: „Er ist perfekt ins Spiel gestartet, in sein erstes Heimspiel. Das hat ihm eine breite Brust gegeben. Er war ständig im Spiel präsent. Das macht er mit seinen 19 Jahren richtig gut.“

Stefan Hierländer (SK Puntigamer Sturm Graz):
…über das Spiel: „Hochintensiv – für jeden neutralen Zuschauer ein interessantes Spiel. Wir wollten gewinnen, aber haben es aufgrund der Standardsituationen nicht geschafft, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen, das muss man uns ankreiden. Wir dürfen nicht so viele Standards zulassen. Wir müssen uns besser an den Männern orientieren. Heute in so einem Spitzenspiel ist so etwas spielentscheidend. Jeder muss Verantwortung übernehmen bei Standards.“

Rasmus Höjlund (SK Puntigamer Sturm Graz):
…über seinen neuen Verein und das Spiel: „Ich fühlte mich sofort wie zuhause und ich habe es sehr genossen, heute zu spielen. Wir müssen so weitermachen, wir sind nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Es war wieder eine Standardsituation, die zum Gegentor geführt hat.“

…über Jakob Jantscher: „Er macht wegen seiner Erfahrungen einen besseren Spieler aus mir. Es ist sehr einfach, hier zu spielen.“

Ferdinand Feldhofer (Trainer SK Rapid Wien):
…über das Spiel: „Großes Lob an mein Team – unglaubliche Willensleistung. In Graz gegen Sturm in Rückstand zu gehen, ist eine extrem schwierige Situation. Mit ein bisschen Glück hätten wir noch gewinnen können. Wir haben sehr variabel reagiert, desto länger das Spiel gedauert hat, auf dem kann man aufbauen. Es ist ein extrem gutes Gefühl, wieder vor vollen Rängen zu spielen. Es ist ärgerlich, dass wir nicht gewonnen haben, aber viel hat nicht gefehlt.“

…über die Leistung von Kevin Wimmer: „Es freut mich riesig für ihn. Er hat gesagt, er ist bereit und will unbedingt der Mannschaft helfen. Ich hoffe, er bleibt jetzt einmal länger fit.“

…über die Meistergruppe: „Ich bin nicht davon ausgegangen, dass wir heute nach dem Sturm-Spiel sagen: ‚Wir sind fix im oberen Playoff.‘ Es liegt an uns und wir haben alles in der eigenen Hand, das zu schaffen.“

…über die aktuelle Kadersituation: „Aktuell fehlen mir die Optionen, den Spielern eine Pause zu geben, die nicht gewohnt sind, alle paar Tage in K.o.-Spiel zu bestreiten.“

Kevin Wimmer (SK Rapid Wien):
…über das Spiel: „Es war ein sehr intensives Spiel, vor allem die Schlussphase. Nach dem Ausgleich zum 1:1 waren wir sehr gut drinnen, das Elfmetertor war sehr unglücklich, aber wir haben das trotzdem sehr gut weggesteckt und weiter Gas gegeben und uns mit dem Ausgleich belohnt. Natürlich wollten wir drei Punkte mitnehmen. Das ist uns leider nicht geglückt. Wir haben uns heute beide Tore selbst geschossen. Sonst haben wir nicht wirklich viel zugelassen. Es spricht für uns, dass wir weitergemacht haben und uns nicht von unserer Linie abbringen haben lassen.“

…über sein Tor: „Es ist lange her, dass ich mein letztes Pflichtspieltor gemacht habe, das kommt nicht so oft vor. Emotionen waren drinnen und es war ein sehr geiles Gefühl, das Tor vor unseren Fans zu machen.“

…über die Meistergruppe: „Wir wussten schon, dass es sehr schwierige Spiele werden. Wir wissen, dass es – wenn wir die Spiele gegen Tirol und Klagenfurt gewinnen – sehr gut ausschaut, und das ist unser Ziel.“

Filip Stojkovic (SK Rapid Wien):
…über das Spiel: „Ich bin nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Wir haben das bessere Spiel gemacht als der SK Sturm. Wir haben uns durch Eigenfehler um die Früchte der Arbeit gebracht. Aktuell, mit dieser hitzigen Atmosphäre, ist die Erklärung vielleicht die Müdigkeit durch das Spiel am Donnerstag, aber die muss man mir auch vorwerfen – die fünfte gelbe Karte und gegen Vitesse (Arnheim, Anm.) ein Ausschluss. Ich wusste nicht, dass ich bei vier gelben Karten stehe, sonst wäre ich nicht so hingegangen, aber die Mannschaft kann meinen Ausfall verkraften.“

Zoran Barisic (Geschäftsführer Sport SK Rapid Wien):
…über das Fehlen von Taxiarchis Fountas und einen möglichen frühzeitigen Abgang: „Taxi Fountas ist krank und deshalb heute nicht dabei. Grundsätzlich ist nichts auszuschließen. Er hat Vertrag bis 31.5. und falls es in der Zwischenzeit irgendetwas zu vermelden gäbe, würden wir das verlautbaren. Das eine ist das Geld, das man lukrieren kann und muss und das andere, dass wir über unseren Stolz verfügen und den kann man nicht kaufen. Er hat mir und uns versprochen, dass der alte Taxi bleibt und dass er alles geben wird, solange er bei uns spielt. Ich glaube an seinen Charakter und gehe davon aus, dass er alles geben wird für Rapid bis zum Schluss.“

…über den Abgang von Richard Strebinger: „Er hat den Wunsch geäußert, den Verein verlassen zu wollen. Er wollte sich im Ausland weiterentwickeln. Deswegen wünschen wir ihm mit größtem Respekt alles Gute für seine weitere Zukunft.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
…über das Spiel: „Vom Tempo, der Brisanz und von den Emotionen her, haben wir durchaus ein Schlagerspiel gesehen, das garniert war mit der einen oder anderen schönen Art, Fußball zu spielen. Aber im Großen und Ganzen hat der Kampf überwogen. Wir haben ein verdientes 2:2 gesehen.“

…über die Leistung von SK Rapid Wien: „Man sieht ganz klar einen Aufwärtstrend trotz der personellen Situation, in der sich die Hütteldorfer befinden. Sie haben sich in einem schwierigen Spiel bei einem guten Gegner nicht aufgegeben und versucht, dem Spiel den Stempel aufzudrücken. Rapid ist ganz klar am aufsteigenden Ast.“

Bild: GEPA