Zum NACHSEHEN: „Talk und Tore“ mit Manuel Ortlechner, Michael Liendl und Alexander Strecha
Am Montagabend waren bei „Talk & Tore“ FK Austria Wien-Sportdirektor Manuel Ortlechner, Grazer AK-Mittelfeldspieler Michael Liendl und Kurier-Journalist Alexander Strecha zu Gast bei Moderatorin Kimberly Budinsky. Hier gibt es die komplette Sendung zum Nachsehen.
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Alle Stimmen zu „Talk & Tore“
Manuel Ortlechner (Sportdirektor FK Austria Wien):
…über die ereignisreiche Winterpause: „Es war anfangs eine schwierige Zeit. Am Ende des Tages haben wir viel Mut geschöpft, weil wir völlig überzeugt von dieser Entscheidung waren und den Verein auch nach vorne bringen wollen. Das haben viele am Anfang nicht verstanden. Ich glaube aber, dass es nach gestern ersichtlicher ist, wohin es gehen soll.“
…über Michael Liendl: „Michael Liendl ist für mich einer der letzten echten Zehner Österreichs.“
…über das erste Spiel unter dem neuen Trainer: „Es war uns wichtig, dass man sieht, wie wir uns das vorstellen. Im Anbetracht der Umstände haben die Spieler es grandios gelöst. Man hat unsere Idee eine Stunde lang in vielen Momenten sehen können und das haben die Leute im Stadion auch relativ bald gespürt.“
…über die Verletzung von Dominik Fitz: „Er hat im Hüftbereich, beim Bauchmuskelansatz eine Verletzung. Es wird in die Richtung vier bis sechs Wochen dauern. Es ist sehr bitter, weil er einer der spannendsten unserer Spieler ist. Aber es gibt kein Jammern, die anderen Jungs sind in die Bresche gesprungen.“
…über das Zustandekommen der umstrittenen Trainerentscheidung: „Es gab nicht das eine Ereignis. Irgendwann merkt man, dass Ideen auseinanderdriften. Das passiert eher schleichend und am Ende haben beide Parteien gemerkt, es geht sich miteinander nicht mehr aus. Ich bleibe dabei, die Entscheidung war richtig. Der Verein ist mir unfassbar wichtig. Es gilt die richtigen Entscheidungen zu treffen und nicht nur die populären“
…über die Kommunikation: „Wir haben sicher Fehler gemacht. Wir hatten eine sehr intensive Zeit im Herbst. Alle drei Tage war ein Spiel, es gab Verletzungen, da haben wir es nicht als richtig erachtet, etwas anzuzetteln. Egal wie wir es gemacht hätten, hätten wir es verkehrt gemacht.“
…über seine Ziele mit dem FK Austria Wien: „Der Klub hat seine sportliche Identität verloren. Niemand konnte mehr sagen, wofür die Austria sportlich steht. Der wichtigste Punkt ist, dass wir in zweieinhalb Jahren wieder für etwas stehen. Du musst eine Identität finden, ohne jemanden zu kopieren. Man muss aufpassen, dass man den modernen Fußball nicht verschläft. Ich will die alte Austria mit den Gegebenheiten des modernen Fußballs kombinieren.“
…über die Lizenzthematik bei Austria Wien: „Es ist nicht einfach. Die Verantwortlichen werken bis in die Nacht. Ich bin aber sehr zuversichtlich. Ich hoffe, es geht sich aus, denn es ist für den Verein sehr wichtig, auch wenn es beispielsweise um Vertragsverhandlungen oder neue Spieler geht.“
…über Lukas Mühl und Manfred Fischer: „Der Mühli ist Kapitän und weiß, wie viel Wertschätzung er genießt. Wir bemühen uns bei beiden, die finanziellen Erwartungen auch zu erfüllen. Man muss aber in einem gewissen Budgetrahmen bleiben. Ich bin aber trotzdem guter Dinge, dass man sie weiter für uns spielen sehen wird.“
Michael Liendl (Spieler Grazer AK):
…über seinen Wechsel zum Grazer AK: „Ich denke, es war die absolut richtige Entscheidung, den einen Step von der Bundesliga in die zweite Liga zurückzugehen. Ich bin super aufgenommen worden vom Verein und den Fans. Deshalb bin ich überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war.“
…über seinen körperlichen Zustand: „Die Knochen funktionieren noch. Mir geht es gut. Ich habe alle Trainingseinheiten mitgemacht und hab mich nicht rausgenommen. Natürlich zwickt es hier und da. Glücklicherweise hatte ich im Laufe meiner Karriere nie schwere Verletzungen und das kommt mir jetzt sicher zugute.“
…über das Ziel Aufstieg mit dem Grazer AK: „Ich bin schon der Meinung, man sollte das Ziel ausgeben, aufsteigen zu wollen. Wenn du vier Punkte vom Tabellenführer weg bist, sollte es nur eine Marschroute geben. Das muss der Aufstieg sein. Für Fußballösterreich wäre es sicher eine schöne Sache.“
…über seine sportliche Zukunft: „Es freut mich, dass ich mich so lange halten kann. Ab einem gewissen Alter könnten viele noch spielen, aber es braucht auch einen Verein, einen Trainer und einen Sportdirektor, die einem die Bühne geben. Da bin ich den Verantwortlichen sehr dankbar, weil ich überzeugt bin, dass ich nach wie vor die Qualität habe.“
…über die derzeitige Krise beim Wolfsberger AC: „Es tut auch mir weh, wenn der WAC nicht performt und die Ergebnisse nicht liefert. Der WAC hat immer schon von der Kabine gelebt. Ich weiß nicht, ob stimmungsmäßig alles rund läuft. Gefühlt gewinnt die Kabine im Moment aber keine Spiele. Es ist keine einfache Situation, aber ich bin überzeugt, dass sie aus dem kleinen Tief auch wieder rauskommen.“
…über einen möglichen Abstiegskampf des Wolfsberger AC: „Der WAC war noch nie in der Qualigruppe. Es wird spannend sein, wie sie damit umgehen, wenn sie dann dort sind. Es ist ein ganz anderes Spiel als in der Meistergruppe. Ich hoffe es nicht, sollte es aber eintreffen, wird es sehr spannend zu sehen sein, wie sie damit umgehen.“
…über die Situation von Trainer Robin Dutt beim Wolfsberger AC: „Der WAC ist dafür bekannt, die Ruhe zu bewahren und Trainern längerfristig zu vertrauen. Das werden sie diesmal auch machen.“
…über seine Zukunft nach der Karriere: „Wenn man die Ausbildung (UEFA A-Lizenz, Anm.) macht, sollte man auch die Intention haben, das auch weiter zu verfolgen. Aber so viele Jobs gibt es nicht und es muss alles passen. Ob es dann wirklich der Trainer wird und auf welcher Ebene, ob bei den Erwachsenen oder der Jugend, wird sich zeigen.“
Alexander Strecha (Journalist Kurier):
…über die turbulente Winterpause bei der Austria: „Es ist Tradition, dass es bei der Austria rund geht. In diesem Jahr war es aber speziell. Wenn man zu dem Schluss kommt, dass es mit diesem Trainer nicht mehr weitergeht, muss man eine Entscheidung treffen. Aber die Art und Weise, wie man kommuniziert hat, war ein Nicht genügend. Darum ist auch der Unmut der Fans immer größer geworden.“
…über den neuen Spielstil des FK Austria Wien: „Es war keine Galavorstellung. Ich habe neues nur in Ansätzen gesehen. Die Austria hat verdient gewonnen, Klagenfurt war aber enttäuschend. Man hat das Bemühen der Austria gespürt und sie haben die Kontrolle gehabt. Von einer großen Gala oder Revolution war es noch entfernt. Es ist nach einem Spiel aber zu früh ein Urteil abzugeben.“
…über die Trennung des FK Austria Wien vom ehemaligen Trainer Manfred Schmid: „Es hat sich über einen längeren Zeitraum angekündigt. Manfred Schmid war eigentlich schon ein Jahr davor bei manchen intern in der Kritik. Irgendwann hört man dann als Journalist von beiden Seiten zwei verschiedene Vorstellungen über die Herangehensweise. Eine Trennung war wohl unvermeidbar.“
…über den neuen Austria Wien-Trainer Michael Wimmer: „Er war der Trainer, den sie wollten. Ich finde sein Einstand war gut. Er hat eine gewisse Vorstellung. Wie sehr man das umsetzen kann, wird man erst nach einigen Spielen sehen. Er bringt aus der deutschen Schule einiges an Professionalität mit. Momentan wirkt er souverän. Die Frage ist, wie er reagiert, wenn es Niederlagen gibt.“
…über die Situation bei Austria Wien mit Jürgen Werner als neuem Vorstand Sport: „Ich glaube, alles steht und fällt jetzt mit Jürgen Werner. Er ist der starke Mann. Vielleicht kümmert sich Jürgen Werner in erster Linie um die Kampfmannschaft. Es gibt viele Bereiche bei der Austria, die beackert werden müssen. Sportlich trifft auf jeden Fall Jürgen Werner die Entscheidungen. Ich kann mir auch vorstellen, dass er sich gerade in der jetzigen schwierigen Situation auch die wirtschaftlichen Zahlen genauer anschauen wird.“
