Zur Pause ausgewechselt: Todesdrohungen für Real-Verteidiger im Pokal-Halbfinale
Raul Asencio blieb im Halbfinal-Hinspiel der Copa del Rey zwischen Real Sociedad und Real Madrid in der Kabine. Sein Trainer Carlo Ancelotti erklärt nach dem Spiel, dass dieser von den Sprechchören der Zuschauer, die ihm den Tod wünschten, mental angeschlagen war.
„Ich habe ihn aus zwei Gründen rausgenommen. Er war mitgenommen und hatte eine gelbe Karte, also habe ich ihn lieber runtergenommen“, erklärte Ancelotti nach dem Spiel gegenüber den Medien. „Ich glaube keiner mag es, wenn einem das Stadion den Tod wünscht. Ich denke das hat ihn mitgenommen.“ Für ihn kam nach der Pause Lucas Vazquz in die Partie.
Zwischenzeitlich musste das Spiel aufgrund der Gesänge sogar unterbrochen werden, nachdem Real-Star Vinicius Jr. den Unparteiischen auf die Gesänge aufmerksam gemacht hatte. Die Königlichen entschieden das Spiel am Ende mit 1:0 für sich. Endrick erzielte den entscheidenden Treffer.
Gegen Real-Spieler Asencio wird ermittelt
Es war nicht das erste Mal, dass Anhänger anderer Mannschaften Asencio beleidigen. Schon öfter haben Zuschauer in anderen Stadien Attacken gegen den 22-Jährigen gerichtet. In San Sebastian kam es jedoch erstmals zu einer Spielunterbrechung.
Der Hintergrund sind Vorwürfe, die aktuell von einem Gericht ermittelt werden. Asencio wird zurzeit beschuldigt, ein Video sexuelles Video verteilt zu haben. Besagtes Videomaterial wurde von zwei ehemaligen Real-Nachwuchsspielern aufgenommen und zeigt wohl eine minderjährige Person. Aufgrund der Anschuldigungen richten sich aktuell die Gesänge gegen Asencio.
Oyarzabal verurteilt Gesänge
Auch Sociedad-Spieler Mikel Oyarzabal äußerte sich nach dem Spiel zu den Vorfällen: Beleidigungen sollten verurteilt werden. Wir Spieler mögen sie nichtl. Es gibt andere Wege, um solche Handlungen zu verurteilen. Das ist nicht der richtige Weg.“
Das Rückspiel zwischen Real Madrid und Real Sociedad findet am 1. April im Estadio Santiago Bernabeu statt.
Bild: Imago
