„Zutiefst erschüttert“: Sportwelt trauert nach Amoklauf in Graz
Nach dem Amoklauf in einer Grazer Schule mit elf Toten hat auch die Sportwelt ihre Anteilnahme an der Tragödie ausgedrückt.
Die rund 1.500 zum WM-Qualifikationsspiel nach San Marino angereisten Anhänger der ÖFB-Auswahl sagten ihren Fanmarsch zum Stadion ab und verzichten auch auf eine ursprünglich geplante Choreographie.
Stattdessen wurde ein 60 Mal 1,5 Meter großes, ganz in schwarz gehaltenes Banner ohne Beschriftung sowie ein 12 Mal 1 Meter großes Transparent mit der Aufschrift „In Gedanken bei euch – Graz ist nicht alleine!“ angekündigt. Bereits zwei Stunden vor dem Anpfiff war im San Marino Stadium ein schwarzes Banner mit zwei weißen Kreuzen und dem Wort „Graz“ in der Mitte zu sehen.
„Es ist eigentlich kaum in Worte zu fassen, eine unglaubliche Tragödie“, sagte Rangnick vor Spielbeginn auf ServusTV über die Vorkommnisse von Graz. „Es ist wirklich schwer, sich heute auf Fußball zu konzentrieren.“ Bei einer einseitigen Absage wäre das Spiel wahrscheinlich als verloren gewertet worden, mutmaßte Rangnick. „Es ist schon auch wichtig, dass wir heute, gerade in so einer Zeit, in der so etwas passiert, zeigen, wie wir zusammenstehen, was für ein Team wir sind, wie sehr wir einfach zusammenhalten.“ Das habe er auch der Mannschaft in seiner Ansprache noch einmal gesagt.
Alaba „zutiefst erschüttert“
David Alaba verlieh seiner Trauer über die sozialen Medien Ausdruck. „Ich bin zutiefst erschüttert über die schlimmen Nachrichten aus Graz. Meine Gedanken und Gebete sind bei den Opfern, ihren Familien und allen, die von dieser schrecklichen und sinnlosen Gewalttat betroffen sind“, erklärte der im Aufbautraining befindliche Teamkapitän, der nicht nach San Marino gekommen war.
Bundesliga-Klubs sprechen Anteilnahme aus
Zudem gab es Beileidsbekundungen der Bundesliga und einiger Bundesliga-Klubs. Meister Sturm Graz schrieb in sozialen Medien: „Die schrecklichen Ereignisse in der Dreierschützengasse sorgen für Entsetzen. Wir wünschen allen Angehörigen und Betroffenen viel Kraft und sind mit unseren Gedanken bei den Opfern – Graz steht zusammen.“
Der zweite Grazer Oberhaus-Verein GAK zeigte sich ebenfalls schockiert. „Heute ist ein Tag, an dem einem die Worte fehlen. Der GAK 1902 ist bestürzt über die Geschehnisse im BORG Dreierschützengasse. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Hinterbliebenen. Wir wünschen ihnen viel Kraft und Zusammenhalt in dieser schweren Zeit“, verlautete der Vorjahres-Aufsteiger.
Auch Rapid, Austria und Salzburg schockiert
Vizemeister Red Bull Salzburg schrieb auf Social Media: „Es sind Nachrichten, die einen fassungslos zurücklassen. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und Angehörigen des Amoklaufs in Graz.“
Rapid schloss sich an. „Wir sind sprachlos. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, den Angehörigen und allen Betroffenen in Graz – viel Kraft in dieser unfassbar schweren Zeit!“, teilten die Hütteldorfer mit.
Auch die Wiener Austria trauerte. „Furchtbare Nachrichten aus Graz. Viel Kraft an die Familien, die Freunde und das Kollegium der Opfer. Unsere Gedanken sind bei euch. Ruht in Frieden.“
Ähnlich äußerten sich auch Blau-Weiß Linz, Hartberg und die WSG Tirol.
Amoklauf in Grazer Schule: ÖFB-Team gegen San Marino mit Trauerflor
Bild: ÖFB