Zverev zieht nach Halle positives Fazit
Alexander Zverev zieht trotz Halbfinal-Aus positives Fazit bei den Terra Wortmann Open.
Die Teilnahme von Zverev bei den diesjährigen Terra Wortmann Open endete im Halbfinale. Der deutsche Spitzenspieler musste sich dort dem späteren Finalisten Taylor Fritz in drei Sätzen geschlagen geben. Trotz des verpassten Finaleinzugs zeigte sich Zverev nach dem Turnier jedoch gelassen und richtete den Blick bereits auf die bevorstehende Rasensaison mit Wimbledon als nächstem Höhepunkt.

Defektes Messgerät sorgt für Probleme
Auf der Pressekonferenz nach seiner Niederlage erklärte der 28-Jährige, dass er keine grundsätzlichen Sorgen hinsichtlich seiner Form auf Rasen habe. Die Schwierigkeiten während des Halbfinales führte er vielmehr auf Probleme mit seinem Blutzuckermanagement zurück. Zverev, der seit seiner Geburt an Typ-1-Diabetes leidet, berichtete von einem Fehler seines Messgeräts, der zu einer Fehleinschätzung seiner Werte geführt habe. In der Folge habe er vor dem Match rund 350 Gramm Zucker zu sich genommen, was sich im Nachhinein als deutlich zu viel erwiesen habe.
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Fokus auf Wimbledon
Insgesamt zog Zverev trotz des Ausscheidens ein positives Fazit aus seiner Turnierwoche und betonte, dass er dem bevorstehenden Grand-Slam-Turnier in Wimbledon mit Zuversicht entgegenblicke.
Auch die Diskussion um mögliche Vor- oder Nachteile durch seine vorherigen Turniereinsätze spielte für Zverev keine große Rolle. Als Tennisspieler müsse man ein kurzes Gedächtnis haben, erklärte er. Entscheidend sei es, sich stets auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren und nicht zu lange auf Vergangenes zurückzublicken.
Gewaltvorwürfe sorgen weiter für Aufmerksamkeit
Abseits des sportlichen Geschehens stand Zverev zuletzt erneut wegen der in der Vergangenheit gegen ihn erhobenen Gewaltvorwürfe im öffentlichen Fokus. In einem Interview mit der französischen Sportzeitung L’Équipe wurde er darauf angesprochen. Darauf soll er sichtlich ungehalten reagiert haben, lehnte eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema ab und beendete das Gespräch abrupt.
Die Mutter seines Kindes hatte ihm 2023 Körperverletzung vorgeworfen. Das Verfahren wurde 2024 gegen eine Geldauflage von 200.000 Euro ohne Urteil eingestellt. Solche Geldauflagen fließen in der Regel an die Staatskasse oder gemeinnützige Organisationen und sind nicht mit einem Schuldeingeständnis verbunden. Zverev gilt weiterhin als unschuldig. Bereits 2020 hatte eine weitere ehemalige Partnerin Vorwürfe häuslicher Gewalt erhoben, die er zurückwies. Zu einem Gerichtsverfahren kam es in diesem Fall nicht.
Starke Woche für Altmaier
Während Zverev den Sprung ins Finale der Terra Wortmann Open verpasste, sorgte der deutsche Wildcard-Spieler Daniel Altmaier für eine der positiven Überraschungen des Turniers. Mit seinem Einzug ins Halbfinale spielte er sich vor heimischem Publikum in den Mittelpunkt und unterstrich seine starke Form auf Rasen.
Im Doppel sorgte Daniel Altmaier ebenfalls für Aufsehen. Gemeinsam mit dem Brasilianer João Fonseca erreichte der Deutsche das Finale, musste sich dort jedoch den Franzosen Théo Arribage und Albano Olivetti geschlagen geben. Das französische Duo sicherte sich damit den Titel im Doppelwettbewerb.
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