Wanner Heidenheim

Zwei Bundesliga-Rekorde! ÖFB-Hoffnung Wanner glänzt bei FCH-Kantersieg

Heidenheim-Youngster Paul Wanner hat sich mit seinem Treffer gegen den FC Augsburg gleich zwei Bundesliga-Rekorde sichern können.

In der neunten Spielminute lief die Bayern-Leihgabe an und verwandelte im Alter von 18 Jahren und 253 Tagen seinen ersten Strafstoß im deutschen Fußball-Oberhaus. So jung war in der Bundesliga noch keiner. Darüber hinaus avancierte er auch zum jüngsten Profi, der an den ersten beiden Spieltagen getroffen hat.

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Bis Sommer vom FC Bayern verliehen

Wanner, der nach wie vor für Österreich spielberechtigt wäre, ist bis zum Sommer an den FCH ausgeliehen. Im Anschluss läuft sein Vertrag beim FC Bayern bis 2027. Die Verantwortlichen werden seine Leistungen mit Sicherheit mit Begeisterung verfolgen.

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Nach der Qualifikation für die Conference League sprang die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt am Sonntagnachmittag mit einem Schützenfest auch in der Bundesliga nach ganz oben. Durch das verdiente 4:0 (2:0) gegen den FC Augsburg übernahm der hochgradig effiziente Europapokal-Neuling mit sechs Punkten aus zwei Spielen und der besseren Tordifferenz im Vergleich zu RB Leipzig erst mal die Tabellenführung.

Paul Wanner (9., Handelfmeter nach Videobeweis), Leo Scienza (30.), Adrian Beck (69.) und Maximilian Breunig (73.) sorgten für den höchsten Sieg der kurzen Heidenheimer Bundesliga-Geschichte und einen weiteren historischen Feiertag auf dem brodelnden Schlossberg. Saisonübergreifend haben die Schwaben jetzt fünf Mal in Serie gewonnen, zum neunten Mal nacheinander blieben sie unbesiegt. Augsburg investierte viel, traf zweimal die Latte, muss sich aber erst mal nach unten orientieren.

Alu-Glück und Tor-Party

Schmidt hatte nach dem Sieg am Donnerstag in den Playoffs zur Conference League gegen BK Häcken (3:2) gleich sieben Wechsel vorgenommen, auch der bislang so überzeugende Paul Wanner kam zurück. Nicht im Kader stand Niklas Dorsch, der kurz vor dem Ablauf der Transferfrist für 3,5 Millionen Euro vom FC Augsburg zurückgekommen war. Dorsch hatte bereits von 2018 bis 2022 für Heidenheim gespielt.

Die Gastgeber mussten eine Schrecksekunde überstehen, als eine freche Freistoßflanke von Arne Meier an die Latte flog (2.), gingen aber kurz darauf in Führung. Nach dem Studium der Videobilder hatte Schiedsrichter Martin Petersen aus Stuttgart ein Handspiel von Keven Schlotterbeck mit einem Elfmeter geahndet. Wanner bescherte Heidenheim zu diesem Zeitpunkt erstmals die Tabellenführung in der Bundesliga.

Heidenheim erstmals Erster

Augsburg erhöhte den Druck, erspielte sich erste gute Chancen, drängte auf den Ausgleich – und hatte wieder Pech: Schlotterbeck köpfte an die Latte (27.), drei Minuten später schlugen die Gastgeber erneut eiskalt zu: Der gute Scienza nutzte eine perfekte Kopfball-Vorlage von Marvin Pieringer, der danach beinahe selbst noch getroffen hätte (42.).

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Die Augsburger waren optisch überlegen, aber auch nicht zwingend genug in ihren Offensivaktionen oder zu unpräzise im Abschluss. Die Heidenheimer verteidigten konsequent und sie blieben äußerst effizient. Beck, der vor dem Spiel seinen Vertrag wie Benedikt Gimber um drei Jahre bis 2028 verlängert hatte, zerstörte bereits alle Hoffnungen der Gäste. Breunig machte bei einem weiteren ausgezeichnet ausgespielten Konter den Deckel drauf.

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(SID/sport.sky.de/Red.)

Beitragsbild: Imago.