Quo vadis, Roi Kehat?
Für die Wiener Austria läuft die neue Saison bisher nach Plan. Nach dem 1:0-Heimsieg in der zweiten Runde der Europa League-Qualifikation gegen den FK Kukesi und dem 6:0-Auswärtssieg im ÖFB-Cup beim FC Dornbirn ist die Elf von Trainer Thorsten Fink noch ohne Gegentor. Zuletzt gab es aber immer wieder Gerüchte um den israelischen Mittelfeldspieler Roi Kehat, der bei den „Veilchen“ noch einen Vertrag bis Sommer 2019 besitzt (Marktwert: 1 Mio. Euro).
Der 24-Jährige war erst im letzten Sommer von Kiryat Shmona (ISR) an den Verteilerkreis nach Wien-Favoriten gewechselt. Nachdem Kehat am vergangenen Donnerstag gegen Kukesi nicht im Kader stand, kamen Wechselgerüchte auf. Laut übereinstimmenden israelischen Medienberichten soll Thorsten Fink Kehat mitgeteilt haben, dass er sich nach einem neuen Verein umsehen dürfe.
Nach dem ÖFB-Cup-Spiel am Sonntag in Dornbirn, wo Kehat mit zwei Treffern glänzte, scheint die Sache nun doch anders auszusehen. Thorsten Fink nahm im Rahmen der Saisoneröffnungskonferenz der Bundesliga am Montag Stellung dazu: „Er hat gestern (im Cup gegen Dornbirn; Anm. d. Red.) gespielt, vielleicht spielt er auch am Donnerstag.“
„Es ist klar, dass wir viele Ausländer in der Mannschaft haben und dass vielleicht der eine oder andere nicht so zum Zug kommt in diesem Jahr“, erklärt der Coach. Die Austria sei auf die Einnahmen des Österreicher-Topfes angewiesen, aber nicht nur deshalb wollen die Wiener österreichische Spieler einsetzen und junge Spieler entwickeln. „Diesen Weg wollen wir mitgehen“, sagt Fink.
Morgen steht für die Austria das Europa League-Qualifikations-Rückspiel beim FK Kukesi (Albanien) an. Die Mannschaft reiste bereits heute nach Tirana. Mit an Bord war auch der (Noch-)Austrianer Roi Kehat.