Terror in Paris: Die Welt steht unter Schock
Während des Länderspiels zwischen Frankreich und Weltmeister Deutschland sind in Paris nach aktuellen Angaben mehr als 100 Menschen ermordet worden. Mehreren Medienberichten zufolge kam es in der Nähe des Stadions zu drei Explosionen und auch in der Stadt gab es Schießereien. Zudem beendete die Polizei eine Geiselnahme in der Konzerthalle Bataclan, bei der 80 Menschen ums Leben kamen.
(sid) – Während des ersten Halbzeit des Spiels im Stade de France war ein lauter Knall zu hören gewesen, der zunächst nicht zuzuordnen war. Schnell machte die Nachricht die Runde, Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande verließ zur Halbzeit das Stadion, er begab sich in das Innenministerium, wo ein Krisenstab eingerichtet wurde. Die Arena wurde vorübergehend abgeriegelt, niemand durfte sie betreten oder verlassen, über dem Stadion kreisten Hubschrauber. Nach dem Spielende rannten zahlreiche Zuschauer von den Tribünen panikartig zurück auf das Spielfeld. Als das Stadion danach evakuiert wurde, erklang auf dem Weg nach draußen die französische Nationalhymne unter den Fans.
Löw: „Erschüttert und Schockiert“
Der deutsche Bundestrainer Joachim Löw hat fassungslos auf die Anschläge von Paris reagiert. „Ich habe nach dem Abpfiff erfahren, was alles passiert ist. Wir sind alle erschüttert und schockiert“, sagte Löw: „Für mich treten der Sport, das Spiel und die Gegentore völlig in den Hintergrund. Darüber gibt es nichts zu sagen.“
Als er während des Spiels zweimal einen Knall hörte, fühlte sich Löw nach eigener Aussage „natürlich an die Bombendrohung erinnert“, die es am Morgen im deutschen Teamhotel gegeben hatte: „Wir alle auf der Bank haben daran gedacht, weil wir heute Mittag schon in Schrecken versetzt wurden. Als ich das gehört habe, konnte ich mir in etwa ausmalen, was das sein wird.“ Mittlerweile ist das DFB-Team schon wieder zurück in Deutschland.
„Spieler sind „geschockt“
Teammanager Oliver Bierhoff berichtete über „große Unsicherheit, große Angst und eine komische Stimmung in der Kabine. Man hat gemerkt, wie geschockt die Spieler sind. Sie haben sofort nach ihren Telefonen ergriffen, um sich zu informieren oder zu Hause anzurufen.“
Währenddessen häufen sich in den sozialen Medien die Nachrichten des Mitgefühls, der Trauer und der Fassungslosigkeit – Sportler aus aller Welt sind mit den Gedanken bei den Opfern.
Bürki: Habe Hummels SMS geschickt
Auch Christian Fuchs hat sich im Namen der österreichischen Nationalmannschaft an die Öffentlichkeit gewandt.