ABL: Der Meister greift ins Geschehen ein

via Sky Sport Austria

Heute geht es schon in die zweite Runde der Admiral Basketball Bundesliga. Nach einer äußerst engen ersten Runde – kein Team konnte um mehr als sechs Punkte gewinnen – setzten sich die ece bulls Kapfenberg an die Spitze. Sie spielen am Sonntag im Gewinner-Duell gegen die Swans Gmunden. Um den ersten Sieg der Saison geht es bei der Begegnung UBSC Raiffeisen Graz gegen BC Hallmann Vienna. Die Arkadia Traiskirchen Lions fordern bei ihrem Heimdebüt dieRaiffeisen Fürstenfeld Panthers. Der amtierende Meister greift in der „Neuauflage“ des Supercups und des Finales der Vorsaison erstmals in das Meisterschaftsgeschehen ein. Für die Redwell Gunners Oberwart ist die Begegnung gegen den WBC Raiffeisen Wels das erste Ligaspiel der Saison. Die Klosterneubug Dukes, die in der ersten Runde gegen Vienna überraschen konnten, sind in Runde zwei spielfrei.

Die Swans Gmunden starteten mit einem Derby-Erfolg in die neue Saison. In der vergangenen Saison gelang der erste Sieg erst im fünften Spiel. Die ece bulls Kapfenberg hingegen sind bekannt für gute Saisonstarts, gewannen sie doch die letzten fünf Auftaktspiele. Trotz der Auftakterfolge, wirkten beide Teams noch sehr nervös. Den bulls unterliefen beim knappen Erfolg über Traiskirchen 21 Turnover, so viele wie in der ganzen letzten Saison nicht. Auch beim Derby-Erfolg der Swans entstand noch selten ein wirklicher Spielrhythmus und auch die Würfe fielen nicht wie gewünscht. Doch am Ende konnten beide Teams die wichtigen zwei Punkte ergattern. Die Steirer müssen weiterhin auf Bogic Vujosevic verzichten, er wartet noch auf seine Spielberechtigung. In Frühform zeigte sich Carl Baptiste, der mit 23 Punkten gleich bei seiner ersten Begegnung in der neuen Saison seinen ABL-Punkterekord überbot. Auch bei den Swans war es mit Alex Wesby der Rückkehrer, der von Beginn weg zu überzeugen wusste.

Um ein Haar hätte es für den UBSC Raiffeisen Graz zum ersten Auftakterfolg seit 2012 gereicht. Am Ende trennte sie aber doch ein Korb vom Sieg im Derby. Auch der BC Hallmann Vienna konnte schon wie im letzten Jahr die Auftaktpartie gegen die Dukes nicht gewinnen. Vor allem in der Inside-Defense zeigten die Wiener, die weiterhin ohne echten Starting Center agieren, Schwächen. Aber auch Graz ist noch nicht vollzählig und gerade gegen Wien wäre Elvis Kadic Gold wert, er fällt aber weiterhin aus. Seinen Wert bereits unter Beweis gestellt hat Rückkehrer Anton Maresch, der in seiner Come-back Partie prompt zum Topscorer auflief. Geknackt wurden die Grazer letztendlich durch eine aggressive Defense in der zweiten Halbzeit und das könnte auch das Rezept für Vienna sein. Mit Pedrag Miletic verfügt Johnny Griffin über einen der besten Verteidiger der Liga, aber auch in der Offensive ist der Serbe brandgefährlich. Auch auf Neuzugang Anthony Clemmons müssen die Grazer Acht geben, ihm gelangen 21 Punkte bei seinem ABL-Debüt.

Die Arkadia Traiskirchen Lions konnten auch in der neuen Saison den „Auftaktspiel-Fluch“ nicht besiegen. Bereits zum sechsten Mal infolge zogen die Niederösterreich beim Premierenspiel den Kürzeren, so oft wie kein anderes Team. Die Raiffeisen Fürstenfeld Panthers hingegen, gewannen bereits zum zweiten Mal infolge das erste Saisonspiel. Doch die Spiele der beiden Teams wurden erst in den Schlusssekunden entschieden. Bis drei Minuten vor dem Ende führten die Lions noch mit vier Punkten in Kapfenberg und auch die Panthers hätten gegen Graz in der letzten Sekunde fast noch den entscheidenden Korb kassiert. Ohne ihren Kapitän Benedikt Güttl, unterliefen den Löwen 19 Turnover, kombiniert mit einer Quote von 14% von Downtown reichte es nicht für den Sieg im ersten Saisonspiel. Die Panthers benötigten eine Halbzeit um ihren Rhythmus zu finden. Erst durch aggressive Defense kam auch die Offensive der Steirer ins Laufen. Gut ins Laufen gekommen ist bei den Lions der 19-jährige Martin Trmal, dem in dieser Saison deutlich mehr Verantwortung zugetragen wird. Während er in der vergangenen Saison etwa drei Minuten Spielzeit pro Spiel bekam, stand er beim Saisoneröffnungsspiel 34 Minuten am Spielfeld, scorte 6 Punkte und pflückte 8 Rebounds (ABL-career high.)

Die Mission Titelverteidigung startet für die Redwell Gunners Oberwart ausgerechnet gegen den Finalgegner aus der Vorsaison und Supercupsieger WBC Raiffeisen Wels. Während die Gunners vor wenigen Monaten noch das Finale in drei Spielen klar für sich entschied, musste das verjüngte Team im Supercup eine Niederlage einstecken. Im ersten Saisonspiel verloren die Welser zum wiederholten Mal in den letzten Wochen (OÖ-Cup) gegen Lokalrivalen Gmunden. Dabei mussten die Messestädter allerdings auf zwei ihrer wichtigsten Spieler verzichten. Kevin Payton, der im Supercup noch ein eindrucksvolles Comeback feierte, und DeJuan Wright konnten verletzungsbedingt nicht eingreifen und ihr Einsatz ist auch beim Spiel gegen die Gunners fraglich. Der amtierende Meister startete mit dem jüngsten Team der Liga in der Saison. Für Jason Johnson, Quincy Diggs, Chris Ferguson und Adomas Drungilas kamen drei neue US Legionäre. Für die Gunners bietet dieses Spiel die perfekte Chance auf Revanche für den Supercup, der WBC hingegen will unbedingt erste Punkte in der Meisterschaft sammeln, um einen Fehlstart wie in der letzten Saison zu vermeiden. Da gelang der erste Sieg erst im fünften Spiel. Das Spiel wird am Montag ab 18.45 Uhr Live auf SKY Sport Austria übertragen.

Beitragsbild: GEPA

Quelle: Admiral Basketball Bundesliga