Adamu-Doppelpack bei Freiburg-Pokalerfolg – Leipzig nach Rückstand weiter
Julian Schuster hat auch dank eiens ÖFB-Legionärs ein gelungenes Debüt als Trainer des SC Freiburg gefeiert und ist mit dem deutschen Fußball-Bundesligisten in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen.
Mit dem Nachfolger des langjährigen Erfolgstrainers Christian Streich an der Seitenlinie gewann der Favorit beim Drittligisten VfL Osnabrück 4:0 (2:0), offenbarte aber eine Woche vor dem Ligaauftakt gegen Vizemeister VfB Stuttgart defensiv einige Nachlässigkeiten.
Freiburg benötigte eine gute halbe Stunde, um in Schwung zu kommen, sorgte dann aber mit zwei schnellen Treffern für klare Verhältnisse: Lucas Höler (30.) und Vincenzo Grifo (33.) brachten den Favoriten mit 2:0 in Führung. Junior Adamu (73., 90.+4) erhöhte später.
Leipzig nach Rückstand doch noch klar weiter
Ein früher Schock, vergebene Großchancen in Serie – und am Ende doch der lockere Erfolg beim Drittligisten: Der zweimalige DFB-Pokalsieger RB Leipzig mit Teamspieler Nicolas Seiwald hat seine Auftakthürde bei Rot-Weiss Essen nach anfänglichen Schwierigkeiten souverän gemeistert und einen gelungenen Saisonstart gefeiert. Beim 4:1 (2:1) im Stadion an der Hafenstraße ließ Leipzig große Glanzlichter aber vermissen – und zahlreiche Möglichkeiten liegen.
Nach der kalten Dusche durch Essens Ramien Safis Treffer (2.) drehten Benjamin Sesko (12.) und Lois Openda (40.) die Partie noch vor dem Seitenwechsel. Unter den Augen von Trainer-Ikone Otto Rehhagel, gebürtiger Essener, ließen die Gäste im zweiten Durchgang dann gleich mehrere Großchancen aus und machten das Spiel damit spannender als nötig. Erst mit den Treffern von Antonio Nusa (84.) und Xavi Simons (87.) war alles klar.
Union müht sich in zweite Runde
Union Berlin hat sich beim Pflichtspieldebüt seines neuen Trainers Bo Svensson und beim gleichzeitigen Startelfdebüt von Leopold Querfeld in die zweite Runde des DFB-Pokals gemüht. Beim tapferen Regionalligisten Greifswalder FC erkämpfte der Fußball-Bundesligist am Samstag in seinem Erstrundenspiel einen 1:0 (0:0)-Arbeitssieg. Die offensiv lange zu harmlosen Berliner taten sich gegen den Underdog zeitweise sehr schwer.
Der eingewechselte Yorbe Vertessen (67.) schoss Union in die nächste Runde. Auf Svensson, der als Nachfolger der in der Vorsaison entlassenen Urs Fischer und Nenad Bjelica den Neuanfang nach dem Fast-Abstieg bewerkstelligen soll, wartet nun eine emotionale Liga-Premiere. Am Samstag (15.30 Uhr/LIVE bei Sky) reist der Däne mit Union für den Bundesliga-Auftakt zu seinem Ex-Verein FSV Mainz 05.
Vorjahresfinalist Lautern nach Doppelpack weiter
Vorjahresfinalist 1. FC Kaiserslautern ist trotz langer Unterzahl in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Zweitligist gewann beim FC Ingolstadt 2:1 (2:0) und konnte sich auf Jannik Mause verlassen: Der 26-Jährige, der in der Vorsaison mit 18 Treffern für den FCI Top-Torschütze der 3. Liga gewesen war, traf gegen sein Ex-Team doppelt (3., 36.).
Nach der Gelb-Roten Karte gegen Jan Gyamerah (49.) wurde es nochmal spannend. Doch nur Ryan Malone (88.) traf noch für Ingolstadt.
Schalke siegt glanzlos
Zweitligist Schalke 04 hat ohne viel Glanz die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht – und davon profitiert, dass der Wettbewerb noch ein Stück Fußball-Vergangenheit bietet. Beim Fünftligisten VfR Aalen gewann Königsblau mit 2:0 (1:0), in der ersten Hälfte half dabei die Abwesenheit des Video-Assistenten enorm: Einen möglichen Handelfmeter bekamen die Aalener nicht (13.), wenig später erzielte Kenan Karaman (31.) die Schalker Führung aus Abseitsposition.
Den in der Liga längst üblichen VAR gibt es im DFB-Pokal erst ab dem Achtelfinale. Und so gab das Gespann um Schiedsrichter Felix Brych, für den es am Samstag das Comeback nach einem Kreuzbandriss im vergangenen Winter war, den Kopfball-Treffer durch Karaman. Später erhöhte Tobias Mohr (68.), zudem traf Karaman die Latte (82.). Für die Schalker wohlmöglich ein gutes Omen: Die Pokal-Saison 2010/11 begann für die Gelsenkirchener ebenfalls mit einem Sieg in Aalen, am Ende stand der bislang letzte Triumph des Klubs in diesem Wettbewerb.
Heidenheim zeigt sich souverän
Der 1. FC Heidenheim hat seine Auftakthürde in der ersten Runde des DFB-Pokals souverän gemeistert und einen gelungenen Start in seine Premierensaison im Europapokal erwischt. Angeführt vom Dreifachtorschützen Maximilian Breunig gewannen die Heidenheimer beim Regionalliga-Aufsteiger FC 08 Villingen mit 4:0 (1:0) und sammelten vor dem historischen Play-off-Hinspiel in der Conference League beim BK Häcken noch einmal wichtiges Selbstvertrauen.
Am Donnerstag (19.00 Uhr) bestreitet die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt in Schweden ihr erstes internationales Pflichtspiel. Der starke Breunig (42., 48., 53.) und Bayern-Leihgabe Paul Wanner (52.) waren mit ihren Toren hauptverantwortlich für die gelungene Generalprobe, die nicht nur Schmidt zuversichtlich stimmen dürfte. Trotz der Fragezeichen rund um seine neu formierte Mannschaft.
(SID/Red./APA.)
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