Affengruber statt Querfeld im ÖFB-Aufgebot: Rangnick erklärt Entscheidung

Affengruber statt Querfeld im ÖFB-Aufgebot: Rangnick erklärt Entscheidung

Beim Blick auf den ÖFB-Kader für das anstehende Testspiel-Doppel Ende März fehlt Leopold Querfeld. Dabei hat sich der ehemalige Rapid-Profi in dieser Saison bei Union Berlin zum Stammspieler und Leistungsträger entwickelt.

Statt Querfeld steht mit David Affengruber ein anderer Ex-Kicker aus der ADMIRAL Bundesliga im Aufgebot von Teamchef Ralf Rangnick. Der frühere Sturm-Akteur wurde nach starken Leistungen beim spanischen Erstligisten FC Elche erstmals in den Kader berufen.

Leidtragender von Affengrubers Nominierung ist Querfeld, wie Rangnick am Montag im Rahmen der Kaderbekanntgabe bestätigte. „Es ist so, dass wir Leo schon in- und auswendig kennen. Wir hatten ihn in den letzten Lehrgängen immer dabei und haben natürlich auch seine Spiele bei Union gesehen“, sagte Rangnick.

Die Wahl für Affengruber begründete Rangnick wie folgt: „David Affengruber kennen wir bisher überhaupt nicht. Wir haben natürlich auch seine Spiele bei Elche intensiv verfolgt und haben uns entschieden, jetzt mal den David anzuschauen. Das ist noch kein Indiz, dass das bei der WM auch wieder so ist. Aber er hat die Möglichkeit, sich bei uns zu präsentieren.“

Rangnick von Svoboda „positiv überrascht“

Seit eineinhalb Jahren erstmals wieder im Aufgebot ist Michael Svoboda. Der ehemalige WSG-Profi spielte unter Rangnick im Herbst 2024 zweimal für Österreich, zog sich danach aber einen Kreuzbandriss zu.

Mittlerweile hat der 27-jährige Innenverteidiger seinen Stammplatz bei Venezia zurück und ist beim italienischen Serie-B-Tabellenführer auch Kapitän.

„Er hat uns positiv überrascht und überzeugt. Dann kamen leider die Kreuzbandverletzung und der Abstieg mit Venezia. In den letzten Wochen ist er inzwischen auch Kapitän der Mannschaft und sie sind Tabellenführer. Er spielt jedes Spiel und hat in den letzten Wochen mit seiner Spielweise überzeugt. Es war für mich logisch und gar keine Frage, dass er dabei ist“, begründete Rangnick die Nominierung.

Michael Svoboda feierte im Oktober 2024 sein ÖFB-Teamdebüt beim Nations-League-Duell mit Kasachstan. © GEPA

Keine Einsätze für Alaba und Wöber

Auch Kapitän David Alaba kämpfte zuletzt mit einer Wadenverletzung. Dass Alaba oder Wöber gegen Ghana oder Südkorea zum Einsatz kommen, bezeichnete Rangnick als „hochgradig unwahrscheinlich“. In Wahrheit seien es deshalb nur 26 Kaderspieler.

„Sie sind nicht vorgesehen, dass sie in einem der beiden Spiele zum Einsatz kommen“, erklärte der Teamchef. „Ich möchte sie trotzdem gerne dabei haben, und auch sie möchten unbedingt dabei sein, um auch die Jungs wieder einmal zu sehen.“

Alaba und Wöber trotz Verletzungen dabei: Rangnick begründet Entscheidung

An Optionen mangelt es dem Teamchef in der Verteidigung jedenfalls nicht. „Wenn alle gesund sind, wird es für mich sicher nicht einfach, den endgültigen Kader für die WM zu nominieren“, gestand Rangnick.

Mit ÖFB-„Neuzugängen“: Das ist Rangnicks neuer Kader

Bild: GEPA