Alcaraz muss in Rio verletzt aufgeben
Rückschlag für Tennisstar Carlos Alcaraz: Der Spanier verletzte sich am Dienstag beim ATP500-Turnier in Rio de Janeiro zu Beginn seiner Erstrundenpartie gegen Lokalmatador Thiago Monteiro am Knöchel.
Der Weltranglisten-Zweite musste behandelt werden und spielte kurz darauf bandagiert weiter. Nach wenigen Ballwechseln gab Alcaraz beim Stand von 1:1 im ersten Satz auf. Am Abend teilte er nach einer Untersuchung jedoch mit, dass er nicht schwer verletzt sei.
Wegen einer Knöchel-Verstauchung werde er nur einige Tage pausieren müssen, schrieb Alcaraz auf Instagram. Er kündigte seinen Start beim Masters-1000-Turnier vom 6. bis 17. März im kalifornischen Indian Wells an, wo er Titelverteidiger ist.
Beim Sandplatzturnier in Rio war der 20-Jährige zuvor umgeknickt und hingefallen. Der Rio-Sieger von 2022 sprach danach von Schmerzen. „Ich habe mich schlecht gefühlt“, so Alcaraz. „Ich konnte mich nicht mehr gut bewegen und wusste, dass es unmöglich sein würde, weiterzumachen. Ich dachte, es würde noch schlimmer werden, wenn ich weiterspielen würde, und deshalb habe ich mich entschieden, aufzugeben.“
Der zweifache Grand-Slam-Sieger hat seit seinem Wimbledon-Triumph im Vorjahr kein Turnier mehr gewonnen. In Indian Wells Anfang März hat Alcaraz als amtierender Champion 1.000 Punkte zu verteidigen. Sollte er länger ausfallen, droht ein Rückfall in der Weltrangliste.
Alcaraz mit durchwachsenem Start ins Jahr
Bisher verläuft das Jahr 2024 für den Ausnahmespieler nicht nach Plan. Bei den Australian Open in Melbourne war er im Viertelfinale an Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev gescheitert, in Buenos Aires verlor er in der vergangenen Woche im Halbfinale gegen Nicolas Jarry. Der 20 Jahre alte Spanier strebt in dieser Saison seinen insgesamt dritten Grand-Slam-Titel an.
Der Deutsche Yannick Hanfmann erreichte derweil das Achtelfinale in Rio. Der 32 Jahre alte Karlsruher besiegte den Chilenen Jarry, der das Finale in Buenos Aires verloren hatte, überraschend mit 6:1, 1:6, 7:5. Die 56. der Welt trifft nun auf den Argentinier Mariano Navone.
Ofner auch in Rio früh gescheitert
Österreichs Nummer eins Sebastian Ofner verlor in Rio bereits am Montag in der ersten Runde des ATP-500-Sandplatzturniers gegen den Spanier Jaume Munar nach nur 67 Minuten mit 3:6,1:6.
Der in Brasilien als Nummer acht gesetzte Steirer hatte zuletzt auch in Cordoba und Buenos Aires (sowie zuvor auch bei den Australian Open) in seinem ersten Turnierspiel eine Niederlage erlitten.
(SID)/Bild: Imago


