Alex Pastoor: „Ich habe die Schnauze voll, dass jeder dann für sich spielt”

via Sky Sport Austria
  • Peter Pfanner: „Wir brauchen Persönlichkeiten am Platz, die ihre Leistung abrufen“
  • Berkay Dabanli: „Wir müssen als Mannschaft noch enger zusammenrücken“
  • Georg Zellhofer: „Es ist kein einziges Wort über Alexander Schmidt gesprochen worden“
  • Andreas Herzog: „Alex Pastoor hat ein paar Statements geliefert, wo du als Mannschaft schon fast nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten kannst“
  • Alfred Tatar: „Im Fußball tauscht man nie eine Mannschaft aus, sondern nur den Trainer“

 

Der spusu SKN St. Pölten schlägt den Cashpoint SCR Altach mit 4:0. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

Cashpoint SCR Altach – spusu SKN St. Pölten, 0:4 (0:1)

Schiedsrichter: Andreas Heiß

 

Alex Pastoor (Trainer Cashpoint SCR Altach):

…nach dem Spiel: „Was soll ich sagen. Eine Enttäuschung, sie kann fast nicht größer sein. Wir stellen viele Fragen, aber es gibt zu wenige Antworten. Wie man umgeht, wenn sich einer verletzt, eine gelb-rote Karte, das ist auch öfters passiert, das sagt nicht, dass wir aufhören müssen Fußball zu spielen. Ich habe die Schnauze voll, dass jeder dann für sich spielt. Nach der gelb-roten Karte hat St. Pölten gegen zehn einzelne Spieler gespielt und nicht gegen eine Mannschaft. Die Schnauze voll habe ich auch von den individuellen Fehlern. Du kannst organisiert spielen und man muss mich nicht falsch verstehen, ich finde, dass wir mit dem Ball nur die letzten zehn, fünfzehn Minuten vor der Halbzeit gut gespeilt haben. Also gut. Zumindest versucht. Diese Einzelfehler, das geht nicht. Dagegen kann man sich nicht wehren, du kannst trainieren, du kannst besprechen und Videoanalyse machen, aber auch von Besprechen und der Videoanalyse habe ich meine Schnauze mehr als voll. Eine Mannschaft in so einer Situation hat natürlich nicht so viel Vertrauen, aber wenn es klar ist, wie wir spielen, die ersten zehn Minuten mit einem langen Ball anfangen und heiß sein müssen auf den zweiten Ball und das passiert dann einfach nicht, und wenn wir den zweiten Ball haben, dann hauen wir die einfach nach vorne. Ich denke, entweder ist mein Deutsch unter der Woche so schlecht oder vom Co-Trainer, aber dann sind wir auf einer anderen Spur. Dass dann nachher das Vertrauen immer weniger wird, ist auch nicht unlogisch, das sind auch nur Menschen. Wenn ein Trainer auf Hoffnung geht, kann er besser aufhören, so geht es nicht. Wir können nicht eine ganze Mannschaft austauschen, das ist auch Blödsinn. Aber lass mich das nochmal überlegen. Das ist etwas was man sich eigentlich nie überlegt, aber warum nicht. Es tut mir auch leid, weil viel in den Jungs steckt, das haben sie schon öfter gezeigt. Fußball ist nicht nur Sonne ins Gesicht und Wind im Rücken, es ist auch wie heute: Regen, Kälte und Rückschläge.“

 

Peter Pfanner (Präsident Cashpoint SCR Altach):

…vor dem Spiel: „Wir brauchen Persönlichkeiten am Platz, die ihre Leistung abrufen, da fehlt sicher was. Sidney Sam war ein massiver Führungsspieler, der uns heute fehlt. Wir werden uns sicher im Winter Gedanken machen, wie wir nachlegen können. Der finanzielle Spielraum lässt es übrig, dass wir sicher zwei bis drei Spieler nachlegen werden können. Grundsätzlich sind die nächsten drei Spiele wichtig, wir haben aber volles Vertrauen in Trainer und Trainerteam und die Mannschaft. Wir gehen davon aus, dass wir in die richtige Richtung kommen. Es ist nicht wichtig, was bis Weihnachten hier passiert, was die Trainerfrage betrifft. Wir erwarten in den nächsten drei Runden natürlich ein klares Zeichen der Mannschaft und des Trainerteams, dass es in die richtige Richtung gehen kann. Wir wollen in den nächsten drei Spielen anschreiben und wir sind zuversichtlich, dass wir aus der Krise selber rauskommen. Wir haben sehr tolle Ansätze im Winter gefunden, im Frühling eine schöne Saison gespielt, Corona war auch wesentlich, was viele Akzente nicht erlaubt hat, wir halten an diesem Fünf-Jahresplan weiterhin fest.“

 

Berkay Dabanli (Cashpoint SCR Altach):

…nach dem Spiel: „Man hätte mehr Fingerspitzengefühl haben können (bei der gelb-roten Karte), das Foul war an der Mittellinie, wir haben trotzdem weitergekämpft, aber leider nicht das gewünschte Ergebnis erzielt. Es geht nur über Arbeit, Willen, wir müssen als Mannschaft noch enger zusammenrücken, noch mehr wollen, dann kommen wieder bessere Tage.“

 

Georg Zellhofer (Sportdirektor spusu SKN St. Pölten):

…vor dem Spiel: „Wenn man sieben Jahre hier war, ist es eine tolle Zeit hier gewesen, es ist ein schönes Stadion, mit dem Trainingszentrum hinten und ein guter Platz wie immer in Altach. Nach dem Heimspiel ist eine Reaktion zu zeigen. Gegen LASK und Red Bull hat man gesehen, wo wir noch viel Arbeit haben. Es ist keine leichte Auslosung, aber eine machbare, die nächsten drei Runden. Wir brauchen die Punkte. Ich habe dem Jürgen Werner zu dem tollen Tottenham-Spiel gratuliert und es ist kein einziges Wort über Alexander Schmidt gesprochen worden.“

 

Andreas Herzog (Sky Experte):

…über die Aussagen von Alex Pastoor: „Die Enttäuschung ist riesengroß. Er hat ein paar Statements geliefert, wo du als Mannschaft schon fast nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten kannst.“

 

Alfred Tatar (Sky Experte):

…vor dem Spiel über Altach: „Mir fehlen bei Altach die Häuptlinge, es sind zu viele Indianer.“

…über die Aussagen von Alex Pastoor: „Unterm Strich hat er die Antwort geliefert, im Fußball tauscht man nie eine Mannschaft aus, sondern nur den Trainer.“