Alex Pastoor: „Schlussendlich haben wir so gut gespielt, dass wir verdient gewonnen haben“

via Sky Sport Austria
  • Gerald Baumgartner: „Den Jungs kann man nichts vorwerfen, sie haben 90 Minuten alles reingeworfen“
  • Ante Bajic: „Wir haben alles gegeben und nach der letzten Partie ein Zeichen gesetzt“
  • Manuel Thurnwald: „Wir versuchen immer alles umzusetzen, was der Trainer will, wir glauben an ihn“
  • Walter Kogler: „In der Situation kann so ein Sieg für Altach sehr viel bewirken“
  • Toni Pfeffer: „Das war aller Ehren wert, wie Altach aufgetreten ist“

 

Der Cashpoint SCR Altach schlägt die SV Guntamatic Ried mit 4:1. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

SV Guntamatic Ried – Cashpoint SCR Altach, 1:4 (1:1)

Schiedsrichter: Alexander Harkam

 

Gerald Baumgartner (Trainer SV Guntamatic Ried):

…vor dem Spiel: „Ein ganz wichtiges Spiel, wir haben uns sehr gut vorbereitet und wollen heute alles tun, um die drei Punkte in Ried zu lassen.“

…nach dem Spiel: „Wir haben wenig zugelassen, natürlich gehören den Altachern mehr Spielanteile, wir wollten sie in der eigenen Hälfte nicht zu früh attackieren. Wir haben mehr Chancen auf das 2:1 als der Gegner gehabt, das 1:2 war der Knackpunkt für uns. Die Höhe ist natürlich schon zu hoch, den Jungs kann man nichts vorwerfen, sie haben 90 Minuten alles reingeworfen. Es ist alles eng beieinander. Der Gegner war über 80 Minuten ein Mann mehr, wir haben gut zugestellt und sind im Konter gefährlich gewesen.“

 

Ante Bajic (SV Guntamatic Ried):

…nach dem Spiel: „Wir waren nach zehn Minuten ein Mann weniger, haben alles versucht und nie die Hoffnung verloren. Dann schießt du dir das 1:2 wieder selbst und mit dem 1:3 wird es dann schwer. Wir haben alles gegeben und nach der letzten Partie ein Zeichen gesetzt. Eine bittere Niederlage.“

 

Alex Pastoor (Trainer Cashpoint SCR Altach):

…vor dem Spiel: „Ich habe (der Mannschaft, Anm.) gesagt, dass ich kein Wort zurücknehme. Wir besprechen das ganz klar, wenn es zu dieser Situation kommt, dann dürfen es alle wissen. Unsere (Fußball-)Kultur ist ein bisschen anders, wir sind ein bisschen härter in diese Richtung. Sie sollen das auch lernen. Die Spieler sind auch gefragt. Vom Geschäftsführer bis zum Masseur und wir dazwischen als Trainer und Spieler, alle machen Fehler, alle schaffen ohne Ende, aber es gibt natürlich am Platz eine bestimmte Untergrenze, wo es um das Übernehmen von Verantwortung geht, die Spieler müssen das am Platz machen. Nicht der Geschäftsführer, nicht der Trainer und auch nicht der Masseur. Das habe ich angesprochen. Die Spieler verstehen das und wollen das auch. Ich kann das sagen, muss das sagen und darf das sagen. Es gibt keinen auf diesem Planeten, der mehr Glauben an diese Spieler hat als ich. Wir sind eine Familie. Es ist natürlich wichtig, wie die Spieler auf den Platz kommen. Wir als Trainer hinterfragen uns auch immer. Ich habe gestern einem Spieler gesagt, wenn ich in den Spiegel zurückschaue, das mache ich nicht so oft, ein Spieler hätte einfach lange spielen müssen. Das Cupspiel damals gegen Seekirchen wurde abgesagt und ich wollte ihn zwei, drei, vier Spiele hintereinander spielen lassen – das habe ich nicht gemacht. Sonst haben wir alles gemacht, was wir denken, gut für die Mannschaft war. Wahrscheinlich gibt es den einen oder anderen Austausch, der besser hätte sein können. Ich bin der erste, der in den Spiegel schaut und habe ein großes Verantwortungsgefühl und das verlange ich auch von den Spielern und wenn sie es nicht machen, dann muss ich es ansprechen. (…) Ich finde es eine spannende Situation und wenn man aus dieser negativen Spirale rauskommt, gibt das viel mehr Kraft, als wenn man fünfmal hintereinander gewinnt und das sechste Mal wieder. So ist unser Sportleben, das ist nicht nur Erfolg, es ist nicht nur Sonne ins Gesicht und Wind im Rücken, damit muss man umgehen. Wenn man es nicht will oder kann, dann muss man einfach aufhören. Die Basissachen muss man jedes Spiel machen, wenn wir den Ball nicht haben, müssen wir uns an den Gegner anpassen und kompakt spielen, das kostet viel Energie. Die defensive Stabilität bringt weniger Gegentore, aber v. a. auch eine bessere Basis für das Offensivspiel.“

…nach dem Spiel: „Wenn ich die Spieler nur loben darf und nicht kritisieren darf, dann macht das Sportleben auch keinen Sinn. Ich bin mehr als froh, dass wir gewonnen haben, wir brauchten den Sieg. Die Jungs haben versucht ordentlich zu spielen, man muss auch ehrlich sein, nicht alles war gut. Es ist ein natürlicher Prozess, dass den Spielern das Selbstvertrauen fehlt, es wurden einfache Pässe falsch gespielt, das gehört zu so einer Situation. Schlussendlich haben wir so gut gespielt, dass wir verdient gewonnen haben. Einiges hat mit der roten Karte zu tun, aber das muss man erst ausspielen und das haben wir gemacht. Ich kann kein Prozent Energie daran verlieren, was man von außen über mich denkt oder sagt. Unsere Geschäftsführung und unser Präsidium haben sich hinter uns gestellt. In der Tabelle wird jetzt vor der Winterpause nichts entschieden, erst im Mai, wenn die Punkte halbiert werden. Also wenn wir auch die Panik im Umfeld halbieren, dann gibt es wenig Probleme mehr.“

 

Manuel Thurnwald (Cashpoint SCR Altach):

…nach dem Spiel: „Wir wollten endlich wieder einen Dreier einfahren und wussten, dass wir in einer schweren Situation sind, wir müssen alle füreinander kämpfen und heute hat es zum Glück geklappt. Wir hatten heute das Glück. Wir wissen, dass wir verunsichert sind und zum Glück ist mir das 2:1 gelungen. Wir versuchen immer alles umzusetzen, was der Trainer will, wir glauben an ihn und machen das was er uns vorgibt. Man hört das als Spieler nicht so gern, versucht aber selbst alles zu geben, immer 100 Prozent zu geben.“

 

Walter Kogler (Sky Experte):

…über das Spiel: „In der Situation kann so ein Sieg für Altach sehr viel bewirken. Es scheint so, dass Altach im Herbst, aus welchen Gründen auch immer, Probleme hat reinzustarten. Wenn sie den Schwung von heute mitnehmen, das Spiel war heute nicht einfach, auch mit einem Mann mehr nicht, wenn sie daraus das richtige mitnehmen, den Optimismus und den Glauben, dann können sie in diesem Jahr noch einiges erreichen.“

 

Toni Pfeffer (Sky Experte):

…über Alex Pastoor: „Ein Trainer ist verantwortlich dafür, was sich am Platz abspielt, das ist normal. Ich verstehe es schon, wenn man richtig die Schnauze voll hat, dass man es dann auch einmal ausspricht. Er bleibt seiner Linie treu.“

…über Altach: „Wie sie aufgetreten sind, das war aller Ehren wert. Die Mannschaft ist so intakt, dass sie nicht gegen den Trainer spielt.“

…über Ried: „Beim Stand von 1:1 hat Ried eine Riesenchance gehabt, im Moment läuft es nicht für die Rieder. Der Verein ist so aufgestellt, auch von wirtschaftlicher Seite, dass hier in Ruhe gearbeitet werden kann. Sie müssen in die Hochschaubahn eine positive Konstanz reinbringen.“