LE MANS, FRANCE - JUNE 14:  Peugeot Sport driver Alex Wurz of Austria celebrates after driving with his team mates to win the 77th running of the Le Mans 24 Hour race at the Circuit des 24 Heures du Mans on June 14, 2009 in Le Mans, France.  (Photo by Ker Robertson/Getty Images)

Alex Wurz steigt wieder ins Rennauto

via Sky Sport Austria

Alexander Wurz gibt demnächst sein Comeback im Rennauto. Der ehemalige Formel-1-Pilot und zweifache Le-Mans-Sieger nimmt am 9./10. Juni in Hell in Norwegen an einem Lauf der boomenden FIA Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) teil und wird im September auch in Riga fahren. Die Erwartungen sind angesichts hochkarätiger Konkurrenz aber niedrig.

Denn in der WRX treten Asse wie die ehemaligen Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb und Petter Solberg, der frühere DTM-Champion Mattias Ekström oder der aktuell in der WM führende, schwedische Titelverteidiger Johan Kristoffersson (VW Polo) an. Wurz hat erst 45 Testkilometer hinter dem Lenkrad seines Ford Fiesta vom MJP Team Austria (Max Pucher) absolviert. “Das ist natürlich viel zu wenig, aber irgendwann muss man ins kalte Wasser springen”, weiß der 44-jährige Wahl-Monegasse und GPDA-Direktor aus Niederösterreich, dessen drei Söhne ebenfalls bereits Autorennen fahren.

Rasanter Nachwuchs

Felix (16), der Älteste, bestreitet in Österreich ebenfalls Rallycross-Meisterschaftsläufe, muss aber derzeit wegen der Schule pausieren. Auch im Kart sind die Wurz-Buben erfolgreich, Charlie und Oscar sind in der Zentraleuropameisterschaft ganz vorne dabei.

Zufall ist das alles keiner, denn mit Franz Wurz hat ihr Großvater einst die Richtung vorgegeben. Franz Wurz (71) war in den 1970-er und 80er-Jahren dreifacher Rallycross-Europameister. “Deshalb bin ich bin auf der Rennstrecke aufgewachsen. Rallycross hat mich immer interessiert. Jetzt erst recht, da es weltweit so gut ankommt und richtig boomt”, erklärte Alexander Wurz seinen nunmehrigen Schritt am Rande der Formel 1 in Monaco. Mit STARD von Manfred Stohl ist in der WRX auch ein zweites Team aus Österreich engagiert.

Freie Wochenenden müssen für WRX herhalten

Im September wird Wurz in Riga nochmals an einem WM-Lauf teilnehmen. “Ich habe ganze zwei Wochenenden im Jahr frei, die habe ich gleich mit Rallycross verplant”, scherzte er.

Die Wurz-Situation schreit förmlich nach einem baldigen Drei-Generationen-Duell auf der Rallycross-Rennstrecke. “Das wäre natürlich etwas ganz Cooles”, so Wurz. Es soll auch irgendwann passieren. “Der Opa hat schon Ja gesagt. Er meinte, wir sollen uns warm anziehen.”

Beitragsbild: Getty Images

(APA)