Alexander Pastoor: „Das Kämpfen bis zum Gehtnichtmehr für einen Punkt, das hat mir gefehlt“

via Sky Sport Austria
  • Alfred Tatar: „Es sollte sich Alex Pastoor hinterfragen, ob er vielleicht auch seine wenige Energie über die Mannschaft stülpt“
  • Thomas Silberberger zum Spiel: „Kann uns positiv stimmen“
  • Stefan Köck (Manager Sport WSG Swarovski Tirol) über die Verjüngung des Kaders: „Bis jetzt macht es sich bezahlt“
  • Manuel Ortlechner über die momentanen Corona-Regelungen: „Planbarkeit ist de facto nicht mehr herstellbar“

WSG Swarovski Tirol schlägt CASHPOINT SCR Altach auswärts mit 2:0. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

CASHPOINT SCR Altach – WSG Swarovski Tirol 0:2 (0:1)
Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer

Alexander Pastoor (Trainer CASHPOINT SCR Altach):
…über das Spiel: „Wir sind nicht als Mannschaft aufgetreten, nicht als Einheit. Wir haben viel zu wenig Emotion und Energie auf den Platz gebracht und damit vor allem in der zweiten Halbzeit schlecht gespielt. Wir versuchen nach unseren Möglichkeiten auszuwechseln und haben versucht, mehr Energie nach vorne zu bringen, aber das ist leider nicht gelungen. Wenn man eine energielose Leistung nimmt, wird Fußball in allen Bereichen nicht gut sein, das ist logisch. Das Kämpfen bis zum Gehtnichtmehr für einen Punkt, das hat mir gefehlt. Die erste Halbzeit war noch okay, aber nicht gut genug. In der zweiten Halbzeit ist all unsere Energie weggefallen und damit war das Spiel grauselig.“

Christoph Längle (Geschäftsführer CASHPOINT SCR Altach) vor dem Spiel:
…über die Entscheidung, die Zuschauerzahl auf 500 zu begrenzen: „Natürlich ist man enttäuscht über eine so kurzfristig getroffene Entscheidung, speziell über die Kurzfristigkeit. Wir mussten es so hinnehmen und jetzt ist die Sache so, wie sie ist. Den Bescheid haben wir per E-Mail bekommen und es gab keine große Kommunikation im Vorfeld. Es gibt die ominöse Inzidenzzahl, die unter 50 liegen soll und wir waren bis gestern auf 36, also deutlich darunter. Unsere Landespolitik halt letztlich entschieden, dass das Rheintal als gesamt Region gesehen wird und die Bezirksgrenzen somit aufgehoben sind, was diese Ampelregelung betrifft. Das hat es dann so schwer und unverständlich gemacht für uns. Die Kommunikation hat sehr zu wünschen übriggelassen. Man fühlt sich, immer in der Holschuld zu sein.“

…über eine mögliche Entwicklung in den kommenden Wochen und Monaten: „Die ganze Gesellschaft musste in den letzten Monaten lernen, sehr flexibel zu sein und so ist es bei uns auch. Auch wenn die Zahlen in unserem Bezirk nicht so hoch sind, hoffe ich, dass die Politik ihre Meinung korrigiert.“

Thomas Silberberger (Trainer WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Die vier Punkte tun uns gut. Euphorisch werde ich nicht deswegen, weil letztes Jahr haben wir auch nach drei Runden vier Punkte gehabt und das Ende der Geschichte kennen wir alle. Aber es ist ein bisschen ein anderer Auftritt als letztes Jahr und das kann uns positiv stimmen. Jetzt werden wir uns eine Woche lang auf die Austria vorbereiten und dann tut uns die Länderspielpause schon gut, weil wir in gewissen Dingen noch Nachholbedarf haben.“

Zlatko Dedic (WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Ich bereite mich auf jedes Spiel gleich vor und bin voll konzentriert. Vielleicht liegt mir der eine oder andere Gegner besser, aber das ist nichts Besonderes.“

Fabian Koch (WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Wir waren sehr aggressiv hinten und haben immer sehr gut nach außen geschoben. Nach vorne haben wir mit der Schnelligkeit viele Chancen kreiert und hätten das eine oder andere noch ein bisschen besser ausspielen können, aber ich glaube, das war ein ganz souveräner Auftritt heute von uns.“

…über Zlatko Dedic: „Wenn man solche Bälle bekommt, muss man auch mal einen machen (Anm.: lacht). Zlatko ist ein Vollprofi, er ist immer voll konzentriert. Er will seine Tore machen und macht sie.“

Stefan Köck (Manager Sport WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Es ist nur eine Momentaufnahme, aber trotzdem war die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, eine sehr ordentliche. Es war eine Leistungssteigerung zu sehen und man hat gesehen, dass wir Fußball spielen wollen. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung und wir haben versucht, Nadelstiche im Konter zu setzen und deswegen sind wir auch der verdiente Sieger heute.“

…über die Verjüngung des Kaders: „Bis jetzt macht es sich bezahlt, aber wir haben weiterhin sehr viel Arbeit zu tun. Das hat gar nicht so viel mit Verjüngung zu tun. Es stehen noch schwere Runden vor uns. Wir fangen nicht zum Träumen an. Wir haben drei ordentliche Runden gespielt, aber es heißt, von Woche zu Woche Leistung auf den Platz bringen wir werden sehen, ob wir aus den Fehlern vom letzten Jahr gelernt haben.“

Manuel Ortlechner (Sky Experte):
…über die Qualität bei WSG Swarovski Tirol: „Der erste Saisonsieg war überfällig. Jetzt haben sie vier Punkte zu Buche stehen. Es wird generell als ‚Saison der zweiten Chance’ bezeichnet. Man ist geläutert und weiß, das gut einzuschätzen. Man ist im Schnitt um vier Jahre jünger im Kader. Man steht ganz gut da und ich glaube, dass sie heuer nicht absteigen werden.“

…über die Leistung von CASHPOINT SCR Altach: „Weder vorne noch hinten bringen sie Konsequenz und Durchschlagskraft mit. Das ist der Grund, warum sie so weit hinten stehen momentan in der Tabelle.“

…über die momentanen Corona-Regelungen: „Wir kennen uns alle langsam nicht mehr aus. Der Fußball ist ohnehin gebeutelt und die Planbarkeit ist de facto nicht mehr herstellbar. Man muss an die Fans einen Appell ausrichten: ‚Bitte seid geduldig, der Verein kann de facto nichts dafür’. Man kann echt nur auf Geduld und Verständnis von Fanseite hoffen.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
…über die Leistung von CASHPOINT SCR Altach: „Man hat gefällig Fußball gespielt, aber hatte keinen, der die Tore gemacht hat. Man muss sich fragen: ‚Was ist das Problem im Kopf?’ Ich behaupte, es ist die emotionslose Art, wie es der Trainer bringt. Es sollte sich Alex Pastoor hinterfragen, ob er vielleicht auch seine wenige Energie über die Mannschaft stülpt. Er sollte auch einmal die Mannschaft mit Energie überhäufen.“