„Alles möglich!“: Straka reist im Hoch zur PGA Championship
Mit der 107. Ausgabe der US PGA Championship geht ab Donnerstag (alle Tage live und exklusiv auf Sky Sport Golf – streame die besten Golfturniere mit Sky X) das zweite Golf-Major des Jahres in Szene. Mit von der Partie im Quail Hollow Club von Charlotte ist auch Sepp Straka, der derzeit ein heißes Eisen schwingt. Der Wiener kommt als aktueller Turniersieger nach North Carolina und zählt dort zum erweiterten Favoritenkreis. Dieser wird angeführt vom Weltranglisten-Ersten Scottie Scheffler und Masters-Champion Rory McIlroy, der in Quail Hollow schon viermal gewann.
Straka hat eben erst das PGA-Topturnier in Philadelphia für sich entschieden und mit dem Vorstoß auf Rang neun der Weltrangliste nicht nur heimische Sportgeschichte geschrieben, sondern nebenbei auch die PGA-Tourkarte bis 2028 abgesichert. Damit stellte der 32-Jährige unter Beweis, dass er das Zeug zu seinem ersten Major-Sieg hat.
Wiesberger über Straka: „Es ist alles möglich“
Das traut ihm auch Golf-Kollege Bernd Wiesberger, immerhin neunfacher PGA-Championship-Teilnehmer, zu. „Er hat am Sonntag die Besten der Welt hinter sich gelassen. Natürlich ist ein Major noch einmal eine andere Geschichte und ein bissl eine Nervenschlacht. Aber seine Form dürfte sehr gut passen und nach dem Turniersieg kann er jetzt entspannt in das Major gehen. Es ist alles möglich“, sagte der Burgenländer im APA-Gespräch.
Den Kurs von Quail Hollow kennt Straka von der PGA-Tour, die dort jährlich Station macht. Im Vorjahr war das ÖGV-Ass dort Achter, 2023 verpasste er aber den Cut. Der Par-71-Platz war zuletzt vor acht Jahren Austragungsort der PGA Championship, als Wiesberger dort aufteete. Die Erinnerungen sind nicht die besten, „weil da habe ich am letzten Loch den Cut verpasst mit einem Bogey. Es ist ein sehr, sehr langer Golfplatz, aber durchaus fair“, erklärte der 39-Jährige.
Dass Straka die Länge mit Driver und Eisen hat, ist bekannt. In den letzten Jahren hat der Sieger von vier PGA-Turnieren zudem seine Präzision in den Schlägen erhöht und in dieser Saison auch sein kurzes Spiel durch ein verändertes Setup deutlich verbessert. „Ich habe es mit einem etwas festeren Griff versucht. Die Hände habe ich jetzt ein bisschen höher“, erklärte Straka in Philadelphia. „Ich hoffe, ich kann mein gutes Spiel am Laufen halten“, meinte er mit Blick auf das nächste Saison-Highlight.
McIlroy, Scheffler, Thomas als Topfavoriten
Beim ersten Major des Jahres, dem Masters im April, war es für den Österreicher nicht nach Wunsch gelaufen. In Augusta verpasste er den Cut. Diese Woche warten zudem eher mittelprächtige Bedingungen: schwüle Hitze und Regen. Titelverteidiger ist der US-Amerikaner Xander Schauffele, der in Charlotte in den letzten beiden Jahren jeweils als Zweiter nach vier Runden im Clubhaus aufgeschlagen war.
Noch höher einzuschätzen ist allerdings McIlroy, der hier 2010, 2015, 2021 und 2024 gewann – im Vorjahr mit fünf Schlägen Vorsprung. „Das ist ein Ort, den ich liebe. Ich habe das Gefühl, dass ich in einer wirklich guten Position bin“, meinte der Nordire. Zudem reiste McIlroy mit dem Rückenwind des in Augusta erfüllten Karriere-Grand-Slam an. „Rory hat mit Sicherheit die Favoritenrolle inne“, meinte Wiesberger.
Scheffler, der auf das Turnier in Philadelphia verzichtete, hat seine aktuelle Form ebenfalls unter Beweis gestellt. Der Texaner gewann sein Heimturnier in McKinney vor zehn Tagen mit acht Schlägen Vorsprung. Mitfavorit ist auch sein Landsmann Justin Thomas – Zweiter in Philadelphia, Sieger des RBC Heritage vor zweieinhalb Wochen und PGA-Championship-Champion von 2022 und 2017, letzteres in Quail Hollow.
(APA/Red.)/Bild: Imago
