INNSBRUCK,AUSTRIA,27.JUN.20 - SOCCER - tipico Bundesliga, qualification group, WSG Tirol vs SCR Altach. Image shows Kelvin Kwarteng Yeboah (Wattens) and Jan Zwischenbrugger (Altach). Photo: GEPA pictures/ Amir Beganovic

Altach und Tirol im West-Duell um ersten Saisonsieg

via Sky Sport Austria

Der SCR Altach empfängt WSG Tirol am Samstag (ab 16.00 Uhr live auf Sky Sport Austria 4 HD – streame das Spiel mit Sky X) in der 3. Runde der Fußball-Bundesliga in einem Duell zweier noch siegloser Teams. Der erste Dreier wird sowohl in Vorarlberg als auch in Tirol herbeigesehnt. Auf einen echten Heimvorteil können die Altacher allerdings in der Cashpoint Arena nicht bauen, nach einer behördlichen Anordnung vom Freitag dürfen aufgrund der Coronavirus-Pandemie statt 3.000 nur 500 Fans die Partie vor Ort verfolgen.

“Wir sind gut vorbereitet, wissen wie sie spielen, es wird daher keine Überraschungen geben. Wir werden natürlich versuchen, das Spiel zu gewinnen”, sagte Altach-Trainer Alex Pastoor. Das gelang beim Auftakt-1:1 gegen Hartberg und zuletzt trotz langer Überzahl beim 1:4 in Salzburg nicht. “Das Salzburg-Spiel ist schon vergessen”, gab der 53-jährige Niederländer zu Protokoll. Besser machen müsse sein Team im Vergleich zum Auftritt in Wals-Siezenheim vieles. “Wir müssen viel aggressiver sein und präsenter im Kopf. Und die Spieler müssen schon von der ersten Sekunde an das bringen, was gefragt ist”, forderte Altachs Coach.

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2019/20 blieb Altach gegen die Tiroler ungeschlagen, entschied drei Partien für sich. “Ich habe dafür keine Erklärung, warum es gegen Tirol so gut gelaufen ist. Genauso wenig, warum es gegen andere schlecht gelaufen ist. Was vorher war, zählt aber ohnehin nichts”, sagte Pastoor. Die Tiroler wollten dem auch keine zu große Bedeutung geben. “Wir haben im Vorjahr gegen Altach zwar nur einen Punkt geholt, trotzdem aber phasenweise sehr gut performt”, erinnerte WSG-Trainer Thomas Silberberger.

Doch nur 500 Zuschauer bei Altach-Heimspiel gegen Tirol zugelassen

Durch die Abgänge von Sidney Sam und Christian Gebauer hätten die Vorarlberger “ein wenig” an Qualität verloren. “Sie haben aber nach wie vor eine sehr gestandene Bundesliga-Mannschaft”, so der Tiroler. In seinem Team, das nach einem bitteren Auftakt-2:3 in Ried ein 1:1 gegen den LASK erkämpfte, steht das Startelf-Comeback von Fabian Koch nach Verletzungspause bevor. Nur der angeschlagene Innenverteidiger Bruno Soares kann nicht mitwirken.

Bei Altach fehlen Tormann Martin Kobras und Abwehrspieler Emanuel Schreiner. Wieder voll fit ist Kapitän Philipp Netzer, der derzeit als “Joker” gefragt ist und sich mit Kurzeinsätzen zurück in die Startelf kämpfen möchte. “Es gibt keine schweren oder leichten Spiele in der Liga. Es liegt an uns, ob das Spiel leicht werden kann. Wenn wir umsetzen, was wir können, steht einem Dreier nichts im Wege”, meinte Netzer.


Die Unterstützung von den Rängen wird nicht allzu lautstark sein. Sehr zum Ärger der Altacher. “Uns ist klar, dass wir alles unternehmen müssen, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. Wir sind auch keine Corona-Leugner und haben das Thema immer sehr ernst genommen. Trotzdem haben wir das Gefühl, dass hier Aktionismus betrieben wird”, sagte Geschäftsführer Christoph Längle. Man habe das Gefühl, dass man für das Fehlverhalten anderer bestraft werde.

“Die Art und Weise, wie das Ganze kommuniziert wurde, ist schon auch befremdlich. Es gibt uns zu denken, warum Vorarlberg im Vergleich zum Rest-Österreich einen Ausreißer bildet”, so Längle. Ihm fehle auch das Hineindenken der Behörden in die Situation des Clubs.

Im Stadion ist am Spieltag auch keine Gastronomie erlaubt. Am Tag vor dem Spiel mussten die Kartenbesitzer über die neue Situation informiert werden, je 250 VIP-Fans und Dauerkartenbesitzer kommen nun lediglich in den Genuss der Partie. Die Altacher hoffen darauf, dass das ein Einzelfall bleiben wird. “Wir werden unseren Optimismus nicht verlieren”, betonte Längle. Die Akteure wollen sich davon nicht beeinflussen lassen. “Wir müssen mit der Entscheidung umgehen, sollen nicht jammern. Dass es schade ist, ist klar”, schilderte Pastoor.

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(APA)

Artikelbild: GEPA