Altachs sportlicher Leiter Werner Grabherr zu einer möglichen Trainerdiskussion: „Wichtig ist, in den nächsten Tagen Klarheit zu schaffen“
- Neo-Ried-Cheftrainer Robert Ibertsberger arbeitet vor Amtsantritt schon kräftig mit: „Ich habe die Zeit genützt, dass wir im Jänner nicht bei Null starten“
- Rieds Sportvorstand Wolfgang Fiala über den neuen Chefcoach Robert Ibertsberger: „Wir haben mit Robert Ibertsberger jemanden gefunden, der nicht nur den Verein kennt, sondern auch genau in dieses Profil passt“
- Sky-Experte Alfred Tatar über den neuen Ried-Cheftrainer Robert Ibertsberger: „Diese Personalie ist mit sehr viel Augenmaß und gut bedacht getätigt worden“
- Alfred Tatar über eine mögliche Trainerdiskussion in Altach: „Sie wären gut beraten, Damir Canadi als Trainer zu behalten“
Christian Heinle (Interimstrainer SV Guntamatic Ried):
…nach dem Spiel: „Aufgrund der Torchancen war es hochverdient. Wir haben es extrem spannend gemacht. Wir haben das Spiel nach der Halbzeit total aus der Hand gegeben. Hinten raus war es die Belohnung für die letzten Wochen und ich bin froh, dass wir es in der Nachspielzeit gemacht haben.“
…über die Tabellensituation in Ried: „Es freut mich sehr für den Robert, dass wir mit einer sehr guten Basis anfangen können. Jetzt sind wir vier Runden vor Schluss dabei im Konzert, wo wir es nicht geglaubt hätten. Jetzt werden wir schauen, dass wir dranbleiben.“
…über seine Zeit als Cheftrainer: „Es hat mir irrsinnig großen Spaß gemacht. So überraschend es gekommen ist von einer auf die andere Minute muss man fast sagen, denke ich, dass ein super Spirit in der Mannschaft war. Ich bin jetzt sehr froh, wenn ich eine ruhigere Zeit habe, vor allem in der Pause. Jetzt darf ich mehrere Stunden mit meiner Frau und Kind verbringen.“
…ob man Robert Ibertsberger Druck macht, wenn man heute mit einem Sieg vorlegt: „Da geht es überhaupt nicht um Druck. Wir wollen das Jahr positiv abschließen und das wäre ein super Start für den Robert. Wenn wir punktemäßig dranbleiben könnten, wäre das über die Weihnachtspause super. Aber Druck sehe ich überhaupt keinen.“
…über den Austausch mit Robert Ibertsberger: „Er war bei uns schon im Trainingszentrum dabei. Wir haben uns schon kennenlernen dürfen und wir haben schon Gespräche geführt. Er hat auch mit den Spielern schon Gespräche geführt und es war sehr angenehm. Auch vom Fachlichen und Inhaltlichen sind wir auf einer Wellenlänge und ich bin froh, dass wir hier neue Expertisen dazubekommen.“
Ante Bajic (SV Guntamatic Ried):
…nach dem Spiel: „Es war viel Ruhe, Mentalität und Leidenschaft nötig. Das haben wir gehabt und haben verdient gewonnen.“
…über die Gewissheit über den neuen Cheftrainer: „Für den Kopf eines Spielers ist es sehr wichtig zu wissen, wer zu übernimmt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“
Wolfgang Fiala (Vorstand Sport SV Guntamatic Ried):
…über Robert Ibertsberger: „Wir haben ein Profil mit vier Oberkategorien und drei Unterkategorien erstellt. Wir haben mit Robert Ibertsberger jemanden gefunden, der nicht nur den Verein kennt, sondern auch genau in dieses Profil passt.“
…über den Austausch mit dem Trainerteam über Robert Ibertsberger: „Wenn man unser Trainerteam und Robert Ibertsberger kennt, weiß man, dass zwei Parteien aufeinandertreffen, die Teamplayer sind und gut miteinander arbeiten können. Es geht jetzt darum sich kennenzulernen. Ich sehe bei den beiden Parteien wenig Konfliktpotenzial.“
Robert Ibertsberger (Cheftrainer Guntamatic Ried ab 1.1.2022):
…über seine Rückkehr nach Ried: „Ich habe schon viele Gespräche mit dem Betreuerteam und Spielern geführt. Ich habe die Zeit genützt, dass wir im Jänner nicht bei Null starten, sondern sofort mit mehr Inputs, damit wir richtig angreifen können.“
…über die Rieder Spielweise: „Seit dem Abgang von Andreas Heraf hat sich viel geändert. Es wird viel Fokus auf das Spiel mit Ball gelegt und da werden wir auch weiter ansetzen. Wir schauen, dass wir den ein oder anderen Spieler noch besser in seine Position bringen, dass er seine Stärken hervorbringen kann.“
…über die Auswärtsschwäche der Innviertler: „Wir müssen die Mannschaft speziell auswärts kompakter und erfolgreicher machen. Die Ausbeute ist sehr dürftig und da gehört angesetzt. Die letzten vier Spiele im Grunddurchgang werden genauso wichtig sein, damit wir dieses Ziel, das sich jeder erhofft und wünscht, auch erreichen können.“
Damir Canadi (Trainer Cashpoint SCR Altach):
…nach dem Spiel: „Wir sind am Boden zerstört als Mannschaft, weil ich denke, dass wir uns einen Punkt verdient hätten. Nach dem 0:1 waren wir gut im Spiel und haben verdient den Ausgleich erzielt. Schade, dass wir den einen Punkt nicht nach Hause nehmen können. Das tut richtig weh.“
…ob ein Umbruch in Altach bevorsteht: „Wir werden jetzt kurz nach dem Spiel keine Analyse machen, sondern nächste Woche in Ruhe, wenn die Emotionen weg sind. Da werden wir schauen, was das Beste für die Mannschaft ist.“
…über seine Zukunft in Altach: „Sollte ich der sein, der die Mannschaft nicht am richtigen Weg führen kann, dann wird das so sein. Wir haben intern einen guten Austausch, werden es analysieren und klar besprechen.“
…vor dem Spiel über die aktuelle Phase der Altacher: „Es ist keine leichte Phase. Ich habe diese Situation mit Altach schon in der Vergangenheit in erfolgreichen Zeiten gehabt. Ich denke, wir wissen, warum wir in dieser Situation stecken und versuchen dies intern aufzuarbeiten. Es hat einige Unruhen im Team gegeben, vor allem in dieser Saison. Wir sind nicht zufrieden. Speziell nach der letzten Woche sind wir sehr enttäuscht.“
…auf die Frage, ob alle Spieler den „Canadi-Weg“ mitgehen: „Es ist nicht immer so homogen gewesen. Es gab auch Unruhen um die Entscheidungen von Martin Kobras damals. Auch einige andere Dinge mussten wir intern aufarbeiten. Beim Verein rumpelt es speziell vor Weihnachten sehr oft. Wir versuchen die Mannschaft mit Werner Grabherr zu verstärken und eine Konstanz reinzubringen, die uns in dieser Saison definitiv nicht gelungen ist.“
…fehlen die Routiniers und fordert neue Leader: „In der Vergangenheit haben wir mit Philipp Netzer und Hannes Aigner schon Leader gehabt. Jan Zwischenbrugger und Emanuel Schreiner waren nicht diese Leader, die sind da hineingewachsen, wie ich nicht mehr beim Verein war. Diese Rolle können sie nicht so ausleben aufgrund ihrer Persönlichkeit. Eine Leaderrolle trägt man in sich. Ich denke, sie sind oft mit sich selbst so viel beschäftigt und dass sie nicht unbedingt in der Führung die Qualität haben, um die Mannschaft dort hinzubringen, wo wir es gerne wollen. Wir müssen den ein oder anderen Leader holen, das kostet auch etwas. Wir haben in diesem Bereich definitiv Luft nach oben.“
…auf die Frage, ob er genügend Rückendeckung vom Verein habe: „Wenn man die Ergebnisse sieht, ist es normal, dass der Verein wahrscheinlich intern diskutiert. Wir haben einen guten, offenen und ehrlichen Austausch. Man wird sehen, wie der Verein weiterhin zu mir steht, oder nicht. Wir werden eine Analyse machen und weitersprechen, wie es weitergeht.“
Werner Grabherr (Sportlicher Leiter Cashpoint SCR Altach):
…nach dem Spiel: „Kurz nach dem Spiel sind die Emotionen sehr hoch. Heute kann man der Mannschaft in Sachen Einstellung und Wille nichts vorwerfen, sie waren voll drinnen. Wir haben versucht sich mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause zu verabschieden. Wenn es in der letzten Minute klingelt, ist es doppelt bitter. Mir tut es vor allem weh für den ganzen Staff, die in den letzten Wochen alles reinwerfen und die Prozente rauszuholen. Dann sind solche Ergebnisse ein richtiger Stich.“
…über eine Überschätzung des Kaders: „Wenn man fünf Spiele am Stück nach englischen Wochen verliert und viele Spieler vorgibt und sehr jung auftritt, dann muss man das richtig einordnen. Es ist im Laufe des Herbstdurchgangs einiges passiert, dass uns die Achse step-by-step weggebrochen ist. Das hat uns wehgetan und die jungen Spieler waren noch nicht so weit das zu kompensieren. Wir wissen, was wir zu tun haben. Das möchte ich in Ruhe mit dem Trainer und sportlich Verantwortlichen im Klub besprechen.“
…ob der SCR Altach mit Damir Canadi weitermachen wird: „Damir Canadi und ich sind sehr eng verbunden. Wir sind sehr klar in unserer Zusammenarbeit und wissen, wo wir ansetzen müssen. Natürlich hat es in den letzten Wochen ein klares Bild gegeben, wo wir intern viel gesehen haben. Das hilft uns für die Ausrichtung im Frühjahr. Aber wir wissen, in welche Situation wir uns selbst mit den sechs Niederlagen gebracht haben. Das schmerzt und tut weh.“
…auf die Frage, ob Damir Canadi Trainer bleibt: „Diese Fragen müssen wir im Fußball nicht beantworten, weil wir wissen, dass uns diese Sätze drei Wochen später um die Ohren fallen können. Wichtig ist, in den nächsten Tagen Klarheit zu schaffen. Es geht auch um ihn und seine Person. Er hat in Altach viel geschaffen und steht für eine erfolgreiche Zeit. Jetzt haben wir eine etwas herausfordernde Aufgabe. Wir kennen uns lange und wissen, was wir voneinander haben. Wenn ich den Damir einschätze, weiß ich, dass spätestens in ein paar Tagen bei ihm innerlich die Mechanismen beginnen zu arbeiten und er ist sehr ehrgeizig. Er wird sicher bereit sein, mit uns diesen Weg zu gehen. Das wird wichtig in den nächsten Tagen einfach auch zu klären.“
Alfred Tatar (Sky Experte):
…resümiert über die Zeit von Christian Heinle als Cheftrainer: „Seine größte Stärke ist seine positive Ausstrahlung und er ist ein gewinnender Mensch. Das technisch-taktische hat Heraf hingestellt. Er hat an anderen Schrauben noch gedreht und ein wenig die offensivere Variante gewählt. Das ist ein Verdienst, den man ihn anerkennen muss. Der neue Cheftrainer wird auch ein gewinnender Typ sein. Die Rieder Trainerbank wird im Frühjahr vor gewinnenden Typen überbesetzt sein, das kann ein großer Vorteil sein. Auf die Rieder können sonnige Zeiten zukommen.“
…über eine mögliche Trainerdiskussion in Altach: „Ich glaube sie wären gut beraten, ihn als Trainer zu behalten. Sie sollen auch Spieler holen, die in schwierigen Situationen die anderen mitreißen können.“
…über die Rieder Trainerverpflichtung Robert Ibertsberger: „Robert Ibertsberger war schon in Ried im Nachwuchs tätig. Das heißt, er kennt den Verein und weiß, was in Ried Sache ist. Er weiß, was in Österreich verlangt wird. Diese Personalie ist mit sehr viel Augenmaß und gut bedacht getätigt worden.“
…über die Bilanz von Christian Heinle: „Er wird mit einem guten Gefühl gehen. Wenn man heute einen Sieg holt, kann er mit erhobenen Hauptes Ried als Chefcoach verlassen und in die zweite Reihe als Assistent von Robert Ibertsberger gehen.“
…über die Altacher Offensivkrise: „Wintertransfers werden nicht sofort vorne einschlagen, das ist eine Milchmädchenrechnung. Du bist dir nie sicher, wenn du jemanden holst, der Tore am Fließband schießt. Nuhiu wurde geholt und hat drei Tore erzielt. Der, den man holt, ist nicht immer ein Garant für Tore. Aber vorne werden sie etwas tun müssen. Altach ist vorne einfach harmlos.“
…über Damir Canadi’s Aussagen, dass er in der Krise nicht auf die Mannschaft „draufhaut“: „Das mit dem „draufhauen“, da unterstütze ich Damir Canadi. Es hat keinen Sinn, auf eine Mannschaft zu hauen, die in schweren Stresssituationen steckt. Hier jetzt noch vom Trainer negativen Druck zu erhalten, wäre gänzlich verkehrt.“
Beitragsbild: GEPA.
