VIENNA,AUSTRIA,25.FEB.16 - SOCCER - UEFA Europa League, Round of 32, SK Rapid Wien vs Valencia CF. Image shows Mario Sonnleitner, Maximilian Hofmann, Richard Strebinger (Rapid), Ruben Vezo and Shkodran Mustafi (Valencia). Keywords: Wien Energie. Photo: GEPA pictures/ Christian Ort

Andreas Müller: “Waren mindestens zwei Klassen weg von Valencia”

via Sky Sport Austria
  • Zoran Barisic: “Man hat einen deutlichen Klassenunterschied gesehen”
  • Debütant Wöber: “Werde diese Erfahrung nie vergessen”
  • Andreas Herzog: “Rapid hat im Herbst ganz Österreich viel Freude gemacht”


SK Rapid Wien verliert mit 0:4 (0:0) gegen den FC Valencia. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

SK Rapid Wien – FC Valencia 0:4 (0:0)

Schiedsrichter: Paolo Tagliavento

 

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…über das Spiel: „Es war eigentlich ein ausgeglichenes Spiel, wir waren gut in den Zweikämpfen, haben auch mit dem Ball ganz gut agiert und hatten auch eine Chance von Schwab, bei der wir 1:0 in Führung gehen können. Im Endeffekt haben wir uns in den letzten 20 Minuten wieder alles zusammengehauen, das waren wieder einfache Tore und im Endeffekt steht ein 0:4 da. Es waren alles vermeidbare Tore, aber es sind Kleinigkeiten, die entscheiden und die hat Valencia gut gemacht, sie waren heute auch wieder gut besetzt. Sie waren nicht schlechter als im Hinspiel, aber unsere Leistung war über 70 Minuten ganz ansehnlich. Wir haben uns heute vorgenommen zu gewinnen und ein gutes Spiel zu zeigen, vom Ergebnis her hat es nicht geklappt, aber die ersten 70 Minuten waren ordentlich.“

 

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…über sein Debüt: „Das ist eine super Erfahrung, die ich nie vergessen werde und aus so einem Spiel kann man extrem viel lernen. Ich war natürlich ein bisschen angespannter, aber ich habe ruhig geschlafen. Natürlich macht man sich ein bisschen Gedanken vor dem Einschlafen, aber es ist auch nur ein Fußballspiel, dauert 90 Minuten, zwei Tore, ein Ball.“

…über seine Ziele: „Ich möchte natürlich einmal Stammspieler bei Rapid werden und dann muss man schauen wie das weitergeht. Wir haben einen sehr starken Kader, genau auf meinen Positionen gibt es drei super Innenverteidiger, also ist es nicht so einfach in die Mannschaft zu kommen. Aber ich denke wenn ich mich weiter so entwickle habe ich da gute Chancen.“

 

(Trainer ):

…über das Spiel: „Wir haben gegen einen Gegner gespielt, der weit über uns zu stellen ist und das haben wir in beiden Spielen deutlich gesehen, auch heute wieder, obwohl wir in der ersten Halbzeit ganz gut verteidigt haben. In der zweiten Halbzeit waren wir dann auch ambitionierter, im Spiel nach vorne besser und genau in dem Moment, in dem wir besser im Spiel waren, hat Valencia die Räume vorgefunden. Man hat schon einen deutlichen Klassenunterschied gesehen. Es war sicherlich auch Verunsicherung vorhanden, man hat das 0:6 vom Hinspiel noch im Kopf, aber wir haben das zu akzeptieren und wir müssen noch sehr viel lernen. Für uns ist dieses Spiel gegen so einen Gegner noch etwas zu früh gekommen.“

…über das Debüt von Wöber: „Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung. Er hat eine Talentprobe abgeliefert, wenn man bedenkt, dass er gerade erst 18 geworden ist und die Position noch nie gespielt hat. Dann ins kalte Wasser geworfen zu werden gegen so einen Gegner in so einer Situation, da gebührt ihm alle Achtung.“

…über das kommende Spiel gegen Grödig: „Das ist wichtiger für uns als das heutige Spiel, wir werden uns jetzt vorbereiten. Es wird sicherlich nicht einfach, aber ich glaube, dass wir ein ganz gutes Bild abgeben und eine gute Leistung bringen werden.“

…über die Folgen des deutlichen Ausscheidens: „Das bleibt, aber das soll auch bleiben, wir verstecken uns auch nicht davor. Man darf auch nicht vergessen, dass die Jungs eine sehr schöne Reise durch Europa miterlebt haben mit unseren Fans. Deshalb gehört das dazu, man hat gesehen, dass der Klassenunterschied da ist, aber ich hoffe auch, dass wir daraus lernen und viel mitnehmen für die Zukunft.“

 

(Geschäftsführer ):

…über die Leistungen in der Europa League (das Interview wurde in der Halbzeitpause geführt): „Insgesamt war war die Gruppenphase großartig und wir haben tatsächlich gerockt. Valencia war dann sehr enttäuschend, aber heute zeigt die Mannschaft ein sehr gutes Gesicht und in Summe können wir als Rapidler sehr stolz auf die Mannschaft und die Erfolge sein. Es ist kein Geheimnis, dass wir durch die internationalen Bewerbe weit über 10 Millionen Euro Umsatz gemacht haben und das ist sehr erfreulich.“

…über das weitere Saisonziel: „Als Rapidler wollen wir jedes Spiel gewinnen, ich hoffe das wir möglichst viele gewinnen und am Ende die Chance auf den Titel da ist. Wir wollen möglichst viele Titel gewinnen und wenn es in diesem Jahr wäre, dann wäre es wunderschön.“

…über das neue Allianz Stadion: „Wir haben einfach in Hütteldorf unsere Heimat, das ist unser Stadion, dort haben wir die bestmögliche Unterstützung und die Atmosphäre ist großartig. Diesen Heimvorteil wollen wir nicht aufgeben. Deswegen lade ich jeden ein, der Rapid im Europapokal sehen will, Rapidmitglied und Abonnent zu werden, dann hat man die besten Chancen auf ganz tolle Sitze. Aber einige Karten werden auch in den freien Verkauf gehen und auch die werden großartig sein.“

 

(Sportdirektor ):

…über das Ausscheiden: „Wir waren mindestens zwei Klassen weg von Valencia. Wir wussten, dass das ein sehr starker Gegner ist, aber das wir uns in den beiden Spielen so präsentiert haben ist enttäuschend und tut sehr weh, es ist auch eine Menge Ärger dabei. Aber es war zu klar um jetzt noch richtig sauer zu sein. Wir haben heute versucht das Ergebnis offen zu halten, wir hatten eine gute Möglichkeit durch Schwab und wenn wir da in Führung gehen kriegt die Mannschaft vielleicht mehr Sicherheit. Aber insgesamt war es natürlich viel zu wenig heute.“

…über das internationale Standing von Rapid: „Wir haben dieses Jahr in beiden Spielen international keine gute Figur abgegeben, das ist klar. Wir haben gezeigt, dass wir es anders können, aber dazu muss alles passen. Wir waren heute in allen Belangen wieder mal Valencia deutlich unterlegen und wir müssen vor allem lernen viel mehr körperliche Robustheit in unser Spiel zu bringen, nicht nur defensiv, sondern sich auch offensiv durchsetzen zu können. Das hat uns heute und auch letzte Woche ganz deutlich gefehlt. Ich habe wirklich zu knabbern mit diesen beiden Spielen, mit 0:10 auszuscheiden ist in der Geschichte von Rapid noch nie passiert, das ist sehr bitter. Jetzt gilt es das in der Meisterschaft wieder vergessen zu machen, das wird sehr schwierig, aber wir haben die Möglichkeit zu zeigen, dass wir national eine gute Mannschaft sind.“

 

(Sky Experte):

…über die Unterstützung der Fans: „Man sieht schon, dass die Rapidfans wie eine Eins hinter der Mannschaft stehen. Natürlich müssen sie so ein schlechtes Spiel erst einmal schlucken, sind enttäuscht und sicher auch ein bisschen angefressen, aber trotzdem geht eine Woche später wieder die Post ab und das ist schon sehr schön anzusehen.“

…über das Aus von Rapid: „Nach den zwei Spielen mit einem Gesamtscore von 0:10 auszuscheiden ist schon bitter. Rapid hat im Herbst ganz Österreich viel Freude gemacht, die zwei Spiele jetzt waren natürlich ganz schlecht. Wenn man sich die erste Halbzeit in Valencia und die zweite Hälfte hier anschaut, dann hat es den Anschein, dass sie nicht aus den Fehlern gelernt haben und das ist für mich das negativste.“

…über die beiden Spiele: „Man hat in Valencia öfter die gleichen Tore bekommen und hat sich als Mannschaft nicht gefangen, in Valencia war das das Flügelspiel und heute waren es die Bälle hinter die Abwehr. Da muss man als Mannschaft die Fehler einstellen, wenn man auf diesem Niveau bestehen will, das ist heute wieder nicht gelungen und dann kommt man halt unter die Räder. Die Leistung war bis zur 60. Minute ok, aber viel mehr hätte man heute auch nicht erwarten können. Das 0:6 in Valencia war ein Schock. Jeder hat geglaubt, dass man dort hinfährt und eine Möglichkeit hat ein gutes Auswärtsresultat mitzunehmen und dann kann man zuhause mit den eigenen Fans im Rücken noch vieles möglich machen. Aber das ist der Unterschied zwischen der KO- und der Gruppenphase. In der Gruppenphase macht es nichts, wenn man ein richtig schlechtes Spiel macht, in der KO-Phase ist man mit einem Katastrophenspiel weg und das hat Rapid leider erfahren müssen.“

…über Debütant Wöber: „Mir hat es gefallen, man hat bei ihm positive Ansätze gesehen. Bei einem Gegentor hat er die internationale Klasse seiner Gegenspieler kennengelernt, aber dann weiß er auch, dass es noch viel zu arbeiten gibt um sich festzubeißen. Aber ich denke, dass er heute positiv überzeugt hat.“

…über die Folgen der Niederlage für Rapid: „Jetzt wird der gleiche Charakter gefragt sein wie am Sonntag gegen Graz. Jetzt können sie sich voll auf die Meisterschaft konzentrieren, das könnte ein Vorteil sein, auch wenn es blöd klingt, weil man natürlich bei allen Bewerben so lange wie möglich dabei sein will. Aber ich denke Rapid hat heuer wirklich eine gute Chance Meister zu werden, aber dafür müssen sie das jetzt so schnell wie möglich abhaken. Das war zweimal echt bitter und schlecht, aber in der Meisterschaft haben sie in den ersten drei Spielen dieses Jahr gezeigt, dass sie da ein ganz anderes Kaliber sind und das müssen sie jetzt wieder beweisen.“