Andreas Ogris über Markus Kraetschmer: „Da fehlt ihm der nötige Fußballverstand“

via Sky Sport Austria
  • Peter Stöger: „Es war für mich wichtig, dass ich eine Mannschaft sehe, die bereit ist alles zu unternehmen“
  • Thomas Silberberger: „Wir müssen am Boden bleiben“
  • Raffael Behounek: „Nach dem 1:1 waren wir die klar bessere Mannschaft“
  • Alfred Tatar: „Die Tiroler treten vom Spiel her auch so stark auf, dass sie im Meister-Playoff dabei sein werden“
  • Hans Krankl: „Es ist ein Aufwärtstrend bei der Austria zu erkennen, aber der Punkteabstand bleibt“

 

Austria Wien und WSG Swarovski Tirol trennen sich mit 2:2. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

FK Austria Wien – WSG Swarovski Tirol, 2:2 (1:0)

Schiedsrichter: Oliver Drachta

 

Peter Stöger (Trainer FK Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Es war eine echt lässige Partie, es ist hin und her gegangen, wir waren gut im Spiel, haben 15 Minuten in der zweiten Halbzeit gehabt, wo wir ein bisschen den Faden verloren haben, haben die Chance aufs zweite Tor nicht genutzt. Vielleicht hätten wir wechseltechnisch früher reagieren sollen. Es ist schade, aber es war für mich wichtig, dass ich eine Mannschaft sehe, die bereit ist alles zu unternehmen, auch in Rückstand nochmal nachzulegen und zurückzukommen. Ich kommentiere es nicht (den nicht gegebenen Elfmeter, Anm.), es hat jeder gesehen. Wir haben aber andere Möglichkeiten auch gehabt, um ein Tor zu machen. Der Punkt nützt nicht viel, das muss man ehrlich sagen. Wir haben ähnliche Spiele im Herbst verloren, das lässt uns weiter hoffen.“

…vor dem Spiel: „Es tut uns gut, in Ried haben wir 50 Minuten mit einem Mann weniger die Partie rübergebracht, gegen die Admira sehr gut gespielt. In der Winterpause ist die Gruppierung kleiner geworden, eine kleinere Gruppe rückt näher zusammen, vielleicht ist das in der Phase das richtige für die Spieler gewesen. Wenn wir das Spiel heute verlieren, wird es nicht möglich sein die WSG noch zu holen, dann bleibt nur der 6. Platz, der von vielen Mannschaften umkämpft ist. Großen Respekt vor der WSG, sie haben gefühlt zehn Minuten bevor die Saison begonnen hat, gewusst, dass sie in der Bundesliga sind und so eine Mannschaft zusammenstellen können und entwickelt.“

 

Andreas Ogris (Legende FK Austria Wien):

…vor dem Spiel in einem Sky-Videobeitrag: „In der Nachwuchsarbeit hat die Austria immer viele Talente gehabt, die zu wenig Chancen bekommen haben, jetzt ist man dazu gezwungen sie ins kalte Wasser zu werfen und sie schwimmen. Fitz ist mit Sicherheit einer, wenn er dranbleibt und Gas gibt, der eine große Option für die Austria ist. Er kann den Unterschied ausmachen. Pichler und Wimmer sind zwar nicht durch unsere Akademie gegangen, aber sie schlagen den richtigen Weg ein, das tut der Mannschaft auch gut. Es ist eine Austria zu Werke, die noch immer nicht dort ist, wo wir sie gerne sehen wollen. Der technisch hochstehende Fußball (…) es ist aber Licht am Ende des Tunnels. Ich denke, dass Markus Kraetschmer viele, viele Dinge richtig gemacht hat, aber auch sehr viele Dinge falsch gemacht hat. Da fehlt ihm der nötige Fußballverstand. Wenn er sich auf die Sachen konzentriert, die er wirklich gut kann, das sind die Finanzen, dann ist er ein guter Mann.“

 

Thomas Silberberger (Trainer WSG Swarovski Tirol):

…nach dem Spiel: „Es war ein richtig lässiges Match. Wenn du in der 86. Minute 2:1 in Führung gehst, hoffts du, dass du es drüber bringst. Wir hätten besser verteidigen müssen, ich will keine Schiedsrichter-Diskussion aufmachen. Es ist ein gerechtes 2:2, die ersten und die letzten 15 Minuten haben wir verschlafen und dazwischen einen sehr stabilen Eindruck gemacht. Der Spieltag ist okay für uns. Wir müssen am Boden bleiben, der nächste Spieltag wird sehr spannend.“

…vor dem Spiel: „Ein Punktegewinn wäre heute ideal. Aktuell ist sehr viel Selbstvertrauen da und das definiert sich über den sportlichen Erfolg. Heute sind wir nicht druckbefreit, aber heute sind wir in einer Rolle, die uns gut tut. Wir haben nichts zu verlieren und können aber gleichzeitig alles gewinnen. Ein Punkt nützt der Austria heute wenig. Frederiksen und Yeboah nützen ihre Chance sehr gut, wenn sie miteinander spielen, sind sie eine Waffe, wenn jeder für sich spielt, sind wir vorne harmlos.“

 

Raffael Behounek (WSG Swarovski Tirol):

…nach dem Spiel: „Ich habe das Gefühl gehabt, dass Pichler vorne steht, wie kann man das nicht sehen, bei aller Liebe, gestern in Altach und heute das. (…) Wenn er das nicht sieht, was sieht er dann? Wir beschäftigen uns nicht wirklich mit den Top-6, wir haben heute die ersten 15 Minuten verschlafen, dann das Spiel mehr oder weniger unter Kontrolle gehabt. In der einen oder anderen Situation haben wir Glück gehabt, dass die Austria nicht das 2:0 macht. Nach dem 1:1 waren wir die klar bessere Mannschaft.“

 

Alfred Tatar (Sky Experte):

…vor dem Spiel: „Pichler kann im Spiel beim Kombinieren mithelfen, hat eine Ader für das Spiel selbst, er kann auch im Strafraum finalisieren. Nachdem er spürt, er ist der einzige Spieler, der vorne in der Spitze spielen kann, daher weiß er, dass er mal schlechter spielen kann und wieder aufgestellt wird. Das kann einem Stürmer gut tun, dass er weiß, er ist gesetzt.“

…nach dem Spiel: „Die Tiroler treten vom Spiel her auch so stark auf, dass sie im Meister-Playoff dabei sein werden.“

 

Hans Krankl (Sky Experte):

…über die WSG: „Eine sehr gute Leistung der WSG, die Austria hat noch den Ausgleich gemacht, der Punkt ist aber sehr wichtig für Tirol.“

…über die Austria: „Es ist ein Aufwärtstrend zu erkennen, mit zwei gewonnenen Spielen und einem Unentschieden. Es ist noch nichts passiert, aber der Punkteabstand bleibt.“