Protest gegen Rennergebnis: FIA prüft „über 1200 Fälle“

Aston Martin hat Protest gegen die Rennwertung beim Großen Preis von Österreich eingelegt. Um 18.30 Uhr fand eine Anhörung in Spielberg statt.

Wie der Automobil-Weltverband FIA weiter mitteilte, wird in dem Protest behauptet, dass „eine Reihe von Fahrzeugen wegen eines Verstoßes gegen Artikel 33.3 des Sportlichen Reglements nicht bestraft wurde.“ Dieser Artikel besagt, dass die Fahrer „alle zumutbaren Anstrengungen unternehmen“ müssen, „um die Strecke jederzeit benutzen zu können, und sie dürfen die Strecke nicht ohne triftigen Grund verlassen“.

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Ein Sprecher des Motorsport-Weltverbands FIA erklärte später, dass beim neunten Saisonlauf eine „beispiellose Situation entstanden“ sei und durch potenziell viele Regelbrüche nicht alle möglichen Verstöße während des Rennens überprüft werden konnten.

FIA überprüft über 1200 Fälle

Dazu hätten das Streckenlayout sowie die Fahrweise der Piloten beigetragen. „Während des Grand Prix wurde die Rennleitung damit beauftragt, weit über 1200 Fälle zu überprüfen, bei denen gemeldet wurde, dass ein Fahrzeug möglicherweise von der Strecke abgekommen sei“, hieß es vom FIA-Sprecher.

Die Ergebnisliste soll aktualisiert werden, sobald die Überprüfung der Verstöße abgeschlossen ist, die während des Rennens nicht kontrolliert werden konnten. Dieser Prozess läuft noch. Wann es ein endgültiges Ergebnis geben wird, blieb offen.

Verstappen siegt in Spielberg souverän vor Leclerc

Auch Hamilton und Sainz bestraft

Während des Rennens hatte die Rennleitung laut FIA mehr als 100 Rundenzeiten gelöscht, bei denen Fahrer die weißen Streckenmarkierungen in bestimmten Kurven mit der gesamten Fahrzeugbreite überschritten. Ab dem vierten Verstoß eines Piloten werden Zeitstrafen ausgesprochen, betroffen waren am Sonntag unter anderen Rekordweltmeister Lewis Hamilton (England/Mercedes) und der viertplatzierte Ferrari-Pilot Carlos Sainz (Spanien).

Beim Sieg von Max Verstappen (Red Bull) in Spielberg landeten die beiden Aston-Martin-Piloten Fernando Alonso und Lance Stroll auf den Plätzen sechs und zehn.

(SID)

Bild: Imago