Aufstiegschancen gesunken: Austria-Frauen unterliegen Juventus
Für die Wiener Austria ist der Aufstieg in der Frauen-Champions-League in weite Ferne gerückt.
Österreichs Double-Champion kassierte am Donnerstag in der Generali Arena gegen Juventus Turin eine 1:4-(0:1)-Niederlage und muss damit weiter auf den Premierensieg in der „Königsklasse“ warten. Während die Wienerinnen zur Halbzeit der Ligaphase weiter bei einem Zähler halten, sind ÖFB-Torfrau Larissa Rusek und Co. mit sechs Zählern voll auf Kurs in Richtung K.o.-Phase.
Matilda Pavan (39.), Weltmeister-Stürmerin Alba Redondo (63./Elfmeter), Kysha Sylla (82.) nach einem Patzer von Torfrau Jasmin Pal und Julia Bartel (91.) sorgten vor einer Austria-Heim-Rekordkulisse von 4.630 Fans für einen verdienten Auswärtssieg. Die in die Juve-Startelf gerückte Rusek musste sich nur bei einem Kopfball von Lotta Cordes (78.) geschlagen geben.
Die Gastgeberinnen konnten sonst ohne die am Oberschenkel verletzten Stützen Katharina Schiechtl und Louise Schöffel nicht an ihre starken Leistungen beim 0:1 bei Chelsea und 1:1 gegen Inter Mailand anschließen. Die nächste Chance für Punktezuwachs gibt es am 11. November bei Benfica Lissabon, danach warten mit dem FC Bayern (19. November/heim) und Manchester City (16. Dezember/auswärts) am Papier übermächtige Gegner.
Zwei Änderungen in Startelf
Austria-Trainer Stefan Kenesei nahm im Vergleich zum 1:1 gegen Inter nur jene zwei Änderungen vor, zu denen er gezwungen war. Für Schiechtl und Schöffel rückten Yvonne Weilharter und Cordes in die Startelf. Von frühen Ballgewinnen war keine Spur, die Italienerinnen gaben den Ton an und sorgten für einige Unsicherheiten bei den Heimischen. Dazu prägten viele Abspielfehler das Austria-Spiel. Das 0:1 lag erstmals in der 14. Minute in der Luft, da fiel ein Noordman-Abschluss zu schwach aus. Kurz darauf sahen die Anhänger die einzige gefährliche Austria-Aktion in Hälfte eins, da brachte Virginia Kirchberger-Prohaska nach einer Wenninger-Flanke einen Kopfball nicht aufs Tor (18.).
Juve übte hingegen weiter Druck aus und belohnte sich vor der Pause. Eva Schatzer bediente Pavan, die zog mit einem Haken nach innen, da Wenninger nicht in den Zweikampf gekommen war, und traf genau ins Eck. Tatiana Pinto sorgte beinahe für einen Doppelschlag, schoss aber knapp daneben (45.+1).
Pfattner verliert Cousinen-Duell
Nach Wiederbeginn fand die Kenesei-Truppe ein bisschen besser ins Spiel, konnte sich vorerst aber keine nennenswerten Möglichkeiten herausarbeiten. Anders war das bei den Turinerinnen. Estela Carbonell schloss sehenswert mit der Ferse ab, fiel in der Folge aber auf den Ball und bekam den an die Hand, bevor sie traf. Die Austria konnte aber nur ganz kurz durchschnaufen. Der VAR schaltete sich ein, da Pal die Juve-Spielerin gefoult hatte, und entschied auf Elfmeter, den Redondo sicher verwertete.
Die Austria nahm mehr Risiko und wurde durch einen Kopfball von Cordes nach Sisic-Eckball belohnt. Zu mehr reichte es nicht, da Pal eine Flanke ausließ und Sylla ins leere Tor treffen konnte. Nach einer vergebenen Uka-Chance (86.) sorgten die Turinerinnen durch Bartel auch noch für den Schlusspunkt. Damit verlor Austrias Elisa Pfattner das Duell mit ihrer Cousine Schatzer eindeutig.
