Australian Open: Nadal sichert sich Einzug in Runde drei

via Sky Sport Austria

Der Weltranglistenerste Rafael Nadal hat bei den Australian Open trotz zwischenzeitlicher Mühen souverän die dritte Runde erreicht.

Der Vorjahresfinalist setzte sich gegen den Argentinier Federico Delbonis mit 6:3, 7:6 (7:4), 6:1 durch. Nächster Gegner des Spaniers ist nun sein Landsmann Pablo Carreno Busta, der den Münchner Peter Gojowczyk besiegt hatte.

Wawrinka besiegt Seppi

Der Schweizer Stan Wawrinka, der in Melbourne 2014 triumphiert hatte, wendete indes ein frühes Aus nur knapp ab. In 3:38 Stunden rang er den Italiener Andreas Seppi 4:6, 7:5, 6:3, 3:6, 6:4 nieder.

Im fünften Satz lag Wawrinka bereits mit Break 3:4 hinten, nun spielt er gegen John Isner (USA) um den Einzug ins Achtelfinale. Auch der zweimalige French-Open-Finalist Dominic Thiem (Österreich) musste beim 6:2, 5:7, 6:7 (5:7), 6:1, 6:2 gegen den Australier Alex Bolt über die volle Distanz und trifft nun auf Taylor Fritz (USA).

Medwedew ohne Probleme

Keine Mühe hatte indes US-Open-Finalist Daniil Medwedew, der Weltranglistenvierte aus Russland bezwang den Spanier Pedro Martinez klar 7:5, 6:1, 6:3. Nächster Gegner ist Alexei Popyrin (Australien).

Nachbar Daniil Medwedew (RUS-4) sowie Alexander Zverev (GER-7). In Runde drei steht auch Gael Monfils (FRA-10) und ist auch ein möglicher Achtelfinal-Gegner Thiems.

Medwedew ist auf der Jagd nach seinem bisher besten Resultat in Melbourne weiter auf Kurs. Allerdings ist das Achtelfinale aus dem Vorjahr wohl nicht einmal ein Minimalziel der Nummer vier der Welt. Am Donnerstag musste er gegen den spanischen Qualifikanten Pedro Martinez u.a. auch ein Nasenbluten überstehen, ehe er im Gegensatz zu Thiem unter dann geschlossenem Dach mit 7:5,6:1,6:3 kurzen Prozess machte.

“Es war vor allem im ersten Satz nicht einfach. Aber ich habe durchgehalten und bin durchgekommen, weil er weniger Erfahrung hat”, sagte der US-Open-Finalist des Vorjahres. Das Nasenbluten hatte Medwedew auch schon im Vorjahr in Australien gehabt. “Das passiert mir manchmal, nur normalerweise nicht während eines Matches. Darum musste ich es unterbrechen”, sagte der 23-jährige Russe.

Zverev ebenfalls in Runde drei

Zverev war nach völlig verpatztem Saisonstart mit nicht vielen Erwartungen nach Melbourne gekommen. Nun steht er ohne Satzverlust in der Runde der letzten 32. Gegen den Weißrussen Jegor Gerasimow setzte sich Zverev mit 7:6(5),6:4,7:5 durch. Ein gut gelaunter Zverev präzisierte nach dem Sieg auch seine Spendenabsicht: Pro gewonnenem Match wird er 10.000 Australische Dollar (6.178,94 Euro) zugunsten der Aktionen für die durch die verheerenden Buschfeuer in Australien betroffenen Regionen spenden.

Sollte er gar den Titel holen, will er das gesamte Preisgeld in Höhe von rund 2,5 Mio. Euro abgeben. “Geld bedeutet mir nicht so viel und ich mag auch keine geldgierigen Menschen”, sagte Zverev auf “Eurosport”.

Monfils besiegte den 40-jährigen Evergreen Ivo Karlovic (CRO) mit 4:6,7:6(8),6:4,7:5 und trifft nun auf den Schützling von Günter Bresnik, Ernests Gulbis. Der Lette steht etwas überraschend in den letzten 32. Sollte sich Thiem ins Achtelfinale spielen, könnte es zum Duell mit seinem ehemaligen Stallkollegen bei Bresnik kommen.

Plätzte mussten gereinigt werden

Bei den Damen sind die Nummern 2, 4 und 6 in die dritte Runde eingezogen. Karolina Pliskova (CZE) ließ der Deutschen Laura Siegemund nur sechs Games, ebenso wie die rumänische Wimbledonsiegerin Simona Halep der Britin Harriet Darts. Und die Schweizerin Belinda Bencic setzte sich gegen die nach dem Tod ihres Vaters unmittelbar vor dem Turnier trauernde Jelena Ostapenko (LAT) mit 7:5,7:5 durch.

Extreme Wetterbedingungen bei den Australian mit gerade in Melbourne oft fast vier Jahreszeiten an einem Tag sind ja nichts Seltenes. Doch zu Beginn des vierten Spieltages gab es neue Schwierigkeiten, hervorgerufen durch sehr schmutzigen Regen als Resultat von Sandstürmen. Mit Hochdruck-Wasserschläuchen mussten die Plätze vom Schlamm gereinigt werden, auf den Außencourts kam es also nicht nur wegen Regens zu stundenlangen Verzögerungen. Auf manchen Plätzen konnte erst mit fünf Stunden Verspätung begonnen werden.

(SID//APA)

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