Austria nach mühevollem Cup-Aufstieg in Altach gefordert

Austria nach mühevollem Cup-Aufstieg in Altach gefordert

Sieben Punkte aus den jüngsten drei Runden: Die Wiener Austria ist nach einem Fehlstart in der ADMIRAL Bundesliga in Fahrt gekommen. Mit einem Auswärtssieg beim SCR Altach am Sonntag (ab 16:15 Uhr live & exklusiv auf Sky Sport Austria – streame das Spiel mit dem Sky X-Traumpass) wollen die viertplatzierten Favoritner auch nach der 5. Runde vorne dranbleiben.

Die Vorarlberger haben als Sechster einen Zähler weniger auf dem Konto. Sie können aufgrund ihres frühen ÖFB-Cup-Outs ausgeruht antreten, die Wiener zogen am Mittwoch mit viel Mühe in die 3. Runde ein.

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Austria tat sich im Cup schwer

Beim 3:2 in Oedt bekleckerte sich die Austria nicht mit Ruhm. Erst ein verwandelter Foul-Elfmeter von Manfred Fischer nach dem Ausgleich sicherte in der 83. Minute den Aufstieg. Der Kapitän war erst zur Pause eingewechselt worden, zahlreiche Stammkräfte wurden zum Teil geschont. Die Startaufstellung war im Vergleich zum Heim-2:1 in der Liga gegen den LASK an acht Positionen verändert.

Abwehr-Star Aleksandar Dragovic kam gar nicht zum Einsatz. Altach-Trainer Joachim Standfest machte im Ex-ÖFB-Teamspieler einen wichtigen Baustein im Austria-Spiel aus. „Er ist der Königstransfer, wenn man an seine fantastische Karriere denkt, und daran, dass er alleine so viel wie drei oder vier Spieler gemeinsam bei uns verdient. Er hat Strahlkraft, bringt sehr viel Stabilität und Routine rein. Man merkt, dass die Austria mit ihm deutlich mehr Überzeugung im Spiel hat.“

Die Transferpolitik der Gäste müsse nicht nur deshalb als gelungen eingestuft werden. Mit Maurice Malone und Nik Prelec würden zwei Spieler im FAK-Dress angreifen, die in der Vergangenheit zu den besten Stürmern der Liga gehört hätten. „Die Austria ist offensiv sicher stärker geworden, hat Spieler mit Qualität und Tempo vorne, sie können auch nachwechseln“, sagte Standfest. Seine Truppe habe aber genügend Stärken. „Wir haben zuletzt eine sehr gute Defensive gehabt, die viel auffangen kann. Wir werden voll dagegenhalten, wollen sie nicht nur ärgern, sondern es besser machen als sie“, betonte Standfest.

Austria-Coach Helm: „Müssen ans Limit gehen“

Die drei Punkte wollen auch die Wiener. „Klar ist, dass wir wieder ans Limit gehen müssen, eine Topleistung gefordert ist. Dann sind wir eine Mannschaft, die jeden Gegner vor Probleme stellen und Siege einfahren kann“, sagte Austria-Trainer Stephan Helm. Und Offensivspieler Andreas Gruber ergänzte: „Wir wollen den Dreier einfahren, um weiter vorne dranzubleiben.“ Mit einem Selbstläufer rechneten beide nicht. „Altach hat zuletzt neben ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit auch durch individuelle Qualität bestochen, da müssen wir richtig aufpassen“, warnte Helm, der Marko Raguz vorerst nur bei den Young Violets Spielpraxis gibt.

Die Altacher könnten erstmals seit Mai 2021 zwei Heimsiege in Folge feiern. Ganz überraschend wäre das nicht, konnten die Altacher mit 16 Siegen doch gegen die Austria öfter gewinnen als gegen jeden anderen Oberhausclub. Zuletzt gab es ein 1:2 bei Sturm Graz – nach zwei Siegen in Folge. Das habe keine negativen Spuren hinterlassen. „Wir haben gezeigt, dass wir mit jedem Gegner mithalten können“, hob der Altach-Coach das Positive hervor.

Altach zählt weiter auf Gustavo Santos

Für die Tore soll wieder Gustavo Santos sorgen, der in vier Spielen fünfmal getroffen hat. Diese Quote hat für Aufsehen gesorgt, ein Transfer noch in der Übertrittszeit scheint nicht ausgeschlossen. „Man kann nicht sagen, dass er sich nicht voll reingehaut hat in den Spielen. Ich lege meine Hand für ihn ins Feuer, dass er das auch weiter so macht, solange er bei uns ist“, sagte Standfest.

Ob Dijon Kameri eine Rolle spielen wird, wird sich weisen. Die Salzburg-Leihgabe ist am Mittwoch ins Training eingestiegen, hat allerdings weiter leichte Probleme mit dem Sprunggelenk. Voll fit ist dafür Burkina-Faso-Teamverteidiger Mohamed Ouedraogo, der seinen Vertrag bei den Vorarlbergern am Freitag „langfristig“ verlängerte.

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(APA)/Bild: GEPA