Barisic vor Minsk: “Wollen unbedingt gewinnen”

via Sky Sport Austria

Rapid greift heute (21.05 Uhr, ab 20:30 Uhr auf Sky Sport HD 4) nach dem zweiten Sieg im zweiten Gruppenphasenspiel der Fußball-Europa-League. Mit einem Auswärtserfolg in der Arena Borisow gegen Dinamo Minsk würden die Hütteldorfer dem erstmaligen Einzug ins Sechzehntelfinale einen großen Schritt näher kommen.

 

Schafft der SK Rapid in Minsk einen Auswärtssieg?

 

Mit Rechenspielen kann Trainer Zoran Barisic aber wenig anfangen. “Über einen möglichen Aufstieg will ich nicht reden, das ist alles noch viel zu weit weg. Wir sind weiterhin ein gefährlicher Außenseiter”, betonte der Wiener.

 

Barisic und Stangl vor dem Abflug über die Aufgabe in Minsk

 

Während Rapid zum Auftakt ein überraschendes 2:1 gegen den haushohen Gruppenfavoriten Villarreal gelang, startete Dinamo Minsk mit einem 0:2 bei Viktoria Pilsen in den Bewerb. Dennoch warnte Barisic davor, seine Mannschaft gegen den weißrussischen Vizemeister und derzeitigen Tabellenzweiten als klaren Favoriten zu sehen.

“Wir werden alles dafür geben, um zu gewinnen. Aber wir wissen auch, dass wir gegen einen gut organisierten Gegner spielen, der vorne immer gefährlich werden kann”, sagte der Coach. Beim Aufstieg gegen Red Bull Salzburg im Europa-League-Play-off setzte Dinamo Minsk auf eine Mauer-Taktik. Diesmal dürften die Weißrussen mehr riskieren, vermutete Barisic. “Ich rechne damit, dass sie speziell in der Anfangsphase probieren werden, nach vorne zu spielen.”

 

Impressionen vom gestrigen Abschlusstraining

 

Damit Rapid dennoch mit einem Sieg die Heimreise antreten kann, bedürfe es einer hochkonzentrierten Leistung. “Wir wollen das Spiel kontrollieren und dominieren, müssen aber bei Standard-Situationen höllisch aufpassen und dürfen Minsk keine Räume geben”, warnte Barisic und ergänzte: “Es wäre wichtig, dass wir schnell in Führung gehen.”

Mit welcher Mannschaft dieses Ziel erreicht werden soll, ließ Barisic wie gewohnt offen. Die personellen Alternativen sind seit dem 1:0 in Ried am Samstag größer geworden: Mario Sonnleitner steht nach seiner Sperre wieder zur Verfügung, außerdem stiegen Louis Schaub und Stefan Nutz am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining ein.

 

 

Beide könnten es gegen Minsk in den Kader schaffen. “Aber wir müssen sie vorher noch im Abschlusstraining beobachten”, meinte Barisic. Definitiv kein Thema ist Thanos Petsos – der an den Nachwirkungen einer Innenbandverletzung im Knie laborierende Grieche trat zwar am Mittwoch so wie der komplette Kader die Reise nach Weißrussland an, ist aber erst nach der Länderspielpause Mitte Oktober wieder einsatzbereit.

Der Rapid-Tross schlug in Minsk Quartier auf und reist zum Abschlusstraining und Spiel per Bus ins rund eine Autostunde entfernte Borisow. In der dortigen Arena ging am Dienstag die Champions-League-Partie zwischen BATE Borisow und AS Roma über die Bühne, was bei Barisic nicht gerade für Hochstimmung sorgte.

 

Dinamo Minsk bei der letzten Einheit

 

Sollte nämlich die Spielfläche ramponiert sein, würde dies eher Minsk als Rapid helfen. “So etwas kommt der Mannschaft entgegen, die meistens verteidigt. Wir werden aber erst sehen, in welcher Verfassung der Rasen wirklich ist”, erklärte Barisic.

Sein Club ist zwar in dieser Europacup-Saison auswärts ungeschlagen, wartet aber schon seit sieben Partien auf einen Auswärtssieg in der Europa-League-Gruppenphase. Zuletzt gelang dieses Kunststück im Oktober 2010 beim 2:0 gegen ZSKA Sofia. Dinamo Minsk wiederum hat in keinem seiner bisherigen Heimspiele in der Europa-League-Gruppenphase ein Tor geschossen, ist jedoch in den drei Europacup-Matches vor eigenem Publikum in dieser Spielzeit noch ohne Niederlage. (APA)

 

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