Enis Murati: “Mit Kapfenberg haben wir noch eine Rechnung offen”

via Sky Sport Austria
  • Tilo Klette: “Wir wollen noch mehr erreichen”
  • Zoran Kostic: “Wir haben großes Herz gezeigt, aber es fehlt die Kraft”
  • Stefan Höllerl: “Nächstes Jahr werden wir ganz oben angreifen”

Die Swans Gmunden gewinnen Spiel 3 mit 84:77 gegen die Traiskirchen Lions und ziehen ins Finale der ABL ein. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

(Trainer ):

…über das Spiel: „Wir haben einfach schwierige Würfe getroffen und Traiskirchen nicht. Wir haben in den Phasen, in denen wir uns absetzen konnten, Traiskirchen auch wieder zurückgeholt, das ist sicher ein Thema, das wir haben.“

…über die Entwicklung von Matthias Linortner: „Wir haben nicht viel umgestellt. Er ist ein Jahr älter geworden, er hat letztes Jahr Erfahrung sammeln dürfen in einer Position, die noch nicht so tragend war. Das ist eine Entwicklung, die junge Spieler machen müssen, man muss sie kontinuierlich nach oben führen. Das haben wir jetzt drei Jahre lang gemacht und Matthias beweist jetzt und in dieser Serie, wie wichtig er für uns ist.“

…über die Finalserie gegen Kapfenberg: „Jetzt ist es einmal Zeit den Finaleinzug zu feiern und das werden wir erstmal machen. Dann bereiten wir uns auf Kapfenberg vor. Wir spielen jetzt zwei Mal auswärts und da ist es dasselbe wie in Traiskirchen, wir versuchen ein Auswärtsspiel zu gewinnen. Wenn uns das gelingt, dann ist sehr viel möglich, selbst wenn es uns nicht gelingt, ist noch nichts verloren. Aber es ist natürlich ein harter Gegner, das wissen wir und das haben wir seit dem Cupfinale in unseren Köpfen. Aber es ist gut, dass wir es in den Köpfen haben.“

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…über das Spiel: „Es ist eine unglaubliche Energie, die vom Publikum zurückkommt. Wir stehen im Finale, zum ersten Mal seit 2012. Ich bin so glücklich über diese Mannschaft, was wir heuer erreicht haben, im Finale zu stehen mit diesem Kader und mit allem, womit wir heuer zu kämpfen hatten. Unglaublich. Wir haben in der zweiten Hälfte super gespielt, unsere Defense gezeigt, wichtige Würfe getroffen und für mich hat einer zum Schluss den Unterschied ausgemacht, das ist Matthias Linortner. Gamechanger und für mich Most Improved Player of the Year.“

…über seine Leistung in der Serie: „Ich habe meinen Rhythmus ein bisschen gefunden, die Würfe sind reingefallen. Ich habe nie aufgegeben, ich werde nie aufgeben. Ich höre nicht auf Defense zu spielen, daraus hole ich mir den Rhythmus in der Offense.“

…über das Finale gegen Kapfenberg: „Da haben wir noch eine Rechnung offen. Es wird eine gute Serie. Wir müssen uns jetzt gut regenerieren, wir hatten viele Spiele in den letzten zwei Wochen, und dann werden wir uns auf Kapfenberg konzentrieren.“

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…über den Finaleinzug mit 40: „Das ist auf jeden Fall ein cooles Gefühl. Es freut mich unheimlich für die Mannschaft, wir haben echt ziemlich viel zusammengearbeitet in den letzten Jahren, wir haben die Mannschaft ja eigentlich so zusammengehalten. Dass wir heute hier sind und im Finale stehen, das ist ein erstes gutes Ergebnis, aber wir sind noch nicht fertig, wir wollen noch mehr erreichen.“

…über die Semifinalserie: „Wir haben jetzt wieder die Mentalität vom Saisonanfang wiedergefunden, als wir 13 Spiele in Folge gewonnen haben. Jetzt gewinnen wir einfach auch die knappen Spiele und das ist genau das, was es ausmacht in der entscheidenden Phase.“

…über die Schlussphase des Spiels: „Die letzten fünf Minuten sahen nicht ganz so abgezockt aus, da haben wir ja unglaubliche Turnover fabriziert. Wir haben wichtige Würfe getroffen, wir haben in der zweiten Hälfte auch einfach besser den Ball bewegt und dann lief es ganz gut.“

(Trainer ):

…über die Saison: „Das Ziel zu Beginn der Saison war ein Team zu formen, das zweite Ziel war in der Liga zu bleiben. Das dritte Ziel war in die Top 6 zu kommen, als wir das geschafft haben, war das Ziel, dass wir unter die ersten Zwei kommen. Das haben wir geschafft. Wir haben großes Herz gezeigt, aber es fehlt ein bisschen Kraft. Diese Mannschaft macht mich besonders stolz. In meinen 18 Jahren, die ich in Österreich bin, war das menschlich die beste Mannschaft, die ich geführt habe.“

…über die Serie: „Das Problem war immer, dass wir einen Blackout hatten, wenn die Müdigkeit gekommen ist, der zwei, drei Minuten gedauert hat. Dieser Blackout war die Entscheidung in allen drei Spielen.“

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…über das Spiel: „Das dritte Viertel war entscheidend. Wir haben viele kleine Fehler gemacht, wir haben sie zurück ins Spiel kommen lassen, nachdem wir einen Run gehabt haben. Insgesamt waren sie das bessere Team, aber um sehr wenig, deswegen ist es schade, dass die Serie 3:0 ausgeht.“

…über seine Leistung in der Serie: „Die Handverletzung hat keine Rolle gespielt. Sie haben sich gut vorbereitet, sie haben gut verteidigt. Da muss man ihnen gratulieren.“

…über die Saison: „Es war eine sehr erfolgreiche Saison, auch wenn das Ende sehr bitter ist. Ich hätte lieber eine weniger erfolgreiche Saison gehabt und dafür in den Playoffs besser gespielt. Wir haben den zweiten Platz erreicht, das haben wir schon seit Jahren nicht mehr, wir waren sehr knapp am Finale und auch nicht so weit von der Meisterschaft entfernt. Es ist sehr schade, das 3:0 drückt das ein bisschen, weil wir nicht viel schlechter sind als diese Mannschaft. Sie haben sehr gut getroffen in den drei Spielen, haben gut gespielt, aber in der Viertelfinalserie waren sie nicht so gut. Es ist schade für uns und wir hätten uns mehr verdient als ein 3:0.“

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…über den Sweep: „Das ist sehr enttäuschend für die ganze Mannschaft. Wir haben uns einiges vorgenommen für die Serie, so auszuscheiden tut natürlich weh. Zwei Heimspiele zu verlieren vor so tollen Fans ist schwierig, das zu verarbeiten war schon schwer genug. Nichtsdestotrotz bin ich sehr zufrieden wie wir heute aufgetreten sind, wir haben gezeigt, dass wir Herz haben. Aber dennoch, 3:0 verlieren ist schiach und das will ich nicht nochmal erleben.“

…über die Niederlage in Spiel 2: „Das war natürlich schwierig für uns, vor allem weil wir den Heimvorteil schon hergeben mussten im ersten Spiel und dann das zweite Spiel so knapp verlieren in Overtime. Vielleicht war das ein Knackpunkt in der Serie. Wir sind trotzdem mit voller Motivation hierhergekommen und haben nie nicht an uns geglaubt. Es war sehr knapp, die Chance war da, aber Gmunden hat am Ende die wichtigen Würfe getroffen, wir nicht und deswegen sind sie verdient im Finale.“

(Manager ):

…über die Serie: „Zuerst muss man mal Gmunden gratulieren, sie sind sicher verdient im Finale. Wir haben sicherlich die ganze Saison über unsere Verhältnisse gespielt mit dem Erreichen des zweiten Platzes, wir waren am Anfang der Saison die einzige Mannschaft, die mit zwei Ausländern spielt. Wir haben sehr viele Leute überrascht, der zweite Platz war ein Riesenerfolg und damit haben wir schon mehr erreicht, als wir es uns erhofft haben. Wenn man dann im Semifinale ist und das Heimrecht hat, dann will man natürlich weiterkommen. Die beiden Spiele zuhause waren sehr eng, auch heute war es bis ein paar Minuten vor Ende sehr eng. Gmunden war besser. Es waren einfach Kleinigkeiten entscheidend, Gmunden war in der entscheidenden Phase um den Tick routinierter.“

…über die Schlussfolgerungen aus der Saison: „Wir nehmen sehr viel Positives mit. Der Stamm unserer Mannschaft besteht fast ausschließlich aus Österreichern und darauf werden wir sicher aufbauen. Für nächstes Jahr werden wir schauen, dass wir noch den einen oder anderen Österreicher dazu holen, wir wollen unsere Philosophie weiterführen. Nächstes Jahr werden wir sicherlich ganz oben angreifen.“

…über die Planungen für die kommende Saison: „Man hat gesehen, dass wir heuer relativ kurz waren, wir haben immer so mit sieben, acht Leuten gespielt. Das ist zu wenig in einer Serie, auch über die Saison. Wir werden sicher schauen, dass wir nächstes Jahr länger sind.“

…über die Zielsetzung für die kommende Saison: „Man hat heuer gesehen, dass wir mit dem Kader schon dabei sind. Es fehlt noch ein bisschen was und da werden wir versuchen im Sommer die eine oder andere Schraube zu drehen, um ganz oben angreifen zu können.“

(Sky Experte):

…über Murati: „Er ist ein Topbasketballer, vor allem in diesem wichtigen Spiel diese wichtigen Dreier zu setzen, das ist wirkliche Klasse. Er kann sich durchsetzen, auch wenn es eng wird. Eine Topleistung seinerseits.“

…über Linortner: „Er hat sich überhaupt sehr gut entwickelt im heurigen Jahr und er hat absolut keine Nerven gezeigt, was ja für einen jungen Spieler in so einer Phase des Spiels auch nicht selbstverständlich ist. Es war eine Phase, in der man die Traiskirchner immer wieder durch Eigenfehler zurückgebracht hat und da war er eiskalt aus der Ecke. Das ist für eine Mannschaft auch wichtig, dass man nicht von einem „go to guy“ abhängt, sondern auch so junge nachrutschen und das ist wichtig für die Entwicklung der Mannschaft, auch in den nächsten Jahren. Ich kann mich erinnern, Enis Murati hat mal eine ähnliche Rolle gespielt.“

…über die Saison der Lions: „Das war über den Erwartungen. Dass man so erfolgreich ist mit so einem kurzen Kader, ist beeindruckend. Vor allem wenn man mehr Pausen hat, hat man sehr gut gespielt, es war sicherlich positiv überraschend, dass man den zweiten Platz erreicht hat. Jetzt ist man natürlich bitter enttäuscht, ein 0:3 ist schon wirklich hart. Aber das Leben geht weiter, das sind alles Spieler, die wir hoffentlich noch einige Jahre erleben werden in der Liga. Es wäre ihnen zu wünschen, dass es von den Möglichkeiten im Verein möglich ist noch ein, zwei Bausteine dazu zu bekommen.“

…über die Finalserie Bulls-Swans: „Die Frage ist jetzt wie die Gmundner diese zwei harten Serien verkraften werden. Man weiß, dass Kapfenberg sehr gut in Form ist, top Niveau spielt, das hat man in Wien gesehen. Andererseits hat Gmunden nichts zu verlieren, sie freuen sich, dass sie im Finale sind. Ich glaube aber, dass die Chancen natürlich eher besser für Kapfenberg stehen. Kapfenberg ist sehr tief aufgestellt, körperlich sehr stark, aber man kann in eine Formkrise kommen, man kann schlechte Tage erwischen, in irgendeinen Sog geraten. Es wird schwierig für Gmunden, aber keine Mannschaft ist im Sport ohne Chancen.“