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Kapfenberg holt sich nach Krimi in Gmunden den Titel

via Sky Sport Austria

Gmunden (APA) – Die Bulls Kapfenberg sind zum sechsten Mal österreichischer Meister im Herren-Basketball. Die Steirer gewannen am Dienstag bei den Swans Gmunden eine dramatische Partie mit 95:92 nach Verlängerung (42:41, 84:84) und entschieden damit die “best of seven”-Finalserie der ABL mit 4:2 für sich.

Der Titel wurde nach der längsten Finalserie der ABL-Geschichte vergeben, auch Spiel sechs war an Spannung kaum zu überbieten. Gmunden hatte 14 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit fünf Punkte Vorsprung und produzierte zwei Sekunden vor Schluss einen völlig unnötigen Ballverlust, der Bogic Vujosevic mit zwei verwandelten Freiwürfen den Ausgleich ermöglichte. Im Finish der Verlängerung behielt Vujosevic mit zwei weiteren Freiwürfen die Nerven, Dreipunkt-Versuche von Adrian Mitchell und Toni Blazan landeten in den Schlusssekunden nur am Ring.

Damit haben die Bulls des Double wiederholt und sich nach Cup 2017 und 2018, Supercup 2017 und Meisterschaft 2017 und 2018 den fünften Titel in Folge geholt. Sie entschieden nach 2003 und 2004 auch das dritte Finalduell mit Gmunden für sich, für Coach Mike Coffin war es ein besonderer Erfolg. Nach vier Meistertiteln als Spieler mit Kapfenberg triumphierte Coffin, der zu Jahresbeginn das Amt von Michael Schrittwieser übernommen hatte, auch als Trainer mit den Bulls.

Kapfenberg hatte sich mit zwei Siegen en suite den ersten Matchball erkämpft, kam in den ersten Minuten aber nicht in die Gänge, lieferte ungenaue Würfe und viele Ballverluste. Gmunden ging mit 6:0 in Führung, verabsäumte es aber, aus der Verunsicherung der Bulls mehr Kapital zu schlagen. Die Steirer machten den Rückstand wieder wett, danach entwickelte sich bis zur Halbzeit eine spannende Partie mit 21 Führungswechseln in den ersten 20 Minuten.

Die Gäste gingen mit einem Punkt Vorsprung ins dritte Viertel, aber die von den überragenden Enis Murati (27 Punkte) und Tilo Klette (23) angeführten Gmundner kamen danach in Fahrt. Die Swans warfen für den Schlussabschnitt vier Punkte Vorsprung heraus, zogen bis auf acht Punkte davon, konnten den Sack aber nicht zumachen. Und gaben danach das Spiel noch aus der Hand. Gmunden muss damit weiter auf den fünften Meistertitel warten.

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