Offiziell: Semlic wird neuer WSG-Trainer
Philipp Semlic wird neuer Trainer der WSG Tirol und folgt damit auf Langzeitcoach Thomas Silberberberger.
Das hat der Verein zuvor Sky gegenüber bestätigt und die Verpflichtung später auf einer Pressekonferenz offiziell verkündet.
https://twitter.com/WSGTIROL/status/1793250466039533718
Für den 41-jährigen Semlic ist es das erste Engagement in der Bundesliga. Sein bisher letztes Traineramt bei Zweitligist SKN St. Pölten endete Anfang Mai nach nur elf Spielen, davor coachte der Steirer zwischen Jänner 2020 und Juni 2023 ebenfalls in der 2. Liga den SV Lafnitz.
Semlic verspricht „proaktiven Fußball mit Leidenschaft“
Den Tabellenvorletzten der abgelaufenen Saison will er mit einem „proaktiven Fußball, geprägt von Intensität und guter Leidenschaft“ aufs Feld führen. Auf einer Skala zwischen „Guardiola-Fußball und Red-Bull-Pressing-Fußball“ ließ sich der ehemalige Lehrer einen Sportmittelschule in Graz nicht genau einordnen. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass beide Stile miteinander vereinbar sind und vereint werden müssen.“
Wattens im Profifußball kennt man nur unter Trainer Silberberger, der nach elf gemeinsamen Jahren eine neue Herausforderung sucht. Er hinterlässt einen Verein, der laut ihm aufgrund der wirtschaftlichen Begebenheiten seit Jahren „am Plafond kratzt“ und auch heuer in Abstiegsnähe unterwegs war. Auch dank Silberbergers Routine wurde der Klassenerhalt vorzeitig ohne großes Drama geschafft.
Kontakt zu seinem Vorgänger hat Semlic eigenen Aussagen zufolge noch nicht gehabt, er würde ihn aber gerne noch suchen. Dann dürfte es auch darum gehen, mit bescheidenen Mitteln maximalen Erfolg zu haben. „Es ist das Schöne, wenn man nicht unendliche Möglichkeiten hat, weil dann muss man noch genauer hinschauen, welche Entscheidungen man trifft“, sagte Semlic. Von Sportdirektor Stefan Köck wünsche er sich daher nichts Spezielles, außer „dass es so weitergeht wie bis jetzt“. „Wir sind im permanenten Austausch, wir sprechen eine Sprache.“ Ziel sei es, den Kader zum Trainingsstart am 19. Juni „zu 90 Prozent“ beisammenzuhaben.
Der Ligamodus sei für kleinere Vereine wie die WSG nicht einfach, meinte Semlic. „Unser primäres Ziel ist es, die Klasse zu halten. Aber: So ehrgeizig bin ich, dass wir auch sukzessive die Mannschaft, die Spieler und den Verein weiterentwickeln.“
Bild: GEPA

