Bodø/Glimt – Ein Außenseiter bringt Europas Topklubs ins Wanken
Was FK Bodø/Glimt in der Champions-League-Saison 2025/26 bisher gelungen ist, war weit mehr als eine typische Underdog-Geschichte. Mit mutigem Pressing, hohem Tempo und einer klaren Spielidee brachte der norwegische Klub bereits einige europäische Topklubs ins Wanken.
Ein Höhepunkt war der 3:1-Sieg im Playoff-Hinspiel gegen Inter Mailand. Bodø/Glimt nutzte ihre Umschaltmomente eiskalt aus und setzte damit das nächste Ausrufezeichen auf internationaler Bühne. Ob tatsächlich der sensationelle Einzug in die K.o.-Phase der Königsklasse gelingt zeigt sich im heutigen Rückspiel (ab 20:00 Uhr live & exklusiv auf Sky Sport Austria – mit Sky X streamen!) im San Siro.
Inter zeigt sich optimistisch
Inter-Coach Christian Chivu zeigte sich trotz der suboptimalen Ausgangslage weiterhin optimistisch. „Das Duell ist nach wie vor komplett offen“, erklärte der Rumäne. Für eine Wende sprechen Inters aktuelle Form in der Serie A und der Heimvorteil.
Im ersten Duell mit Bodö/Glimt kamen die Mailänder weder mit den Wetterverhältnissen jenseits des Polarkreises noch mit dem Kunstrasen in Bodö zurecht.
„Im eigenen Stadion zu spielen, ist etwas komplett anderes. Wir können auf jeden Fall den Aufstieg schaffen“, betonte Verteidiger Matteo Darmian. Allerdings hat der norwegische Vizemeister in dieser Champions-League-Saison bereits bewiesen, dass er auch auswärts gegen Topteams bestehen kann – so wurde etwa die Teilnahme am Play-off mit einem Auswärtssieg gegen Atletico Madrid fixiert.
Während Bodö/Glimt erst Mitte März in die neue Ganzjahresmeisterschaft startet, befindet sich Inter voll im Ligabetrieb, und das sehr erfolgreich. Die „Nerazzurri“ holten aus den jüngsten 14 Serie-A-Partien 13 Siege und ein Remis, die jüngsten sechs Matches wurden allesamt gewonnen, zuletzt gab es ein 2:0 in Lecce. Die Tabelle führt Inter zwölf Runden vor Schluss mit einem komfortablen Vorsprung von zehn Punkten auf den Stadtrivalen AC Milan an.
Bodø/Glimt bereits in Ligaphase mit starken Leistungen
Für den Vorjahresfinalisten wird es aber keineswegs einfach. Bodø/Glimt hat bereits in der Ligaphase mit starken Leistungen überzeugt und schon einige große Vereine in Schwierigkeiten gebracht. Der 3:1-Sieg gegen Manchester City bewies, dass selbst absolute Spitzenvereine mit dem aggressiven Spielstil der Norweger große Probleme bekommen. Hinzu kommen starke Unentschieden gegen Tottenham und Dortmund (auswärts) sowie ein 2:1-Erfolg bei Atlético Madrid. Somit ist klar, dass die Norweger nicht nur vom Kunstrasen im eigenen Stadion profitieren, sondern auch auf fremdem Boden starke Leistungen abrufen können.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer klaren Identität: schnelles Umschalten, hoher Druck gegen den Ball und natürlich auch die speziellen Bedingungen im heimischen Aspmyra-Stadion. Genau diese Mischung machte Bodø/Glimt in dieser Champions-League-Saison zu einem Gegner, den selbst die europäische Elite nicht unterschätzen darf.
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Beitragsbild: Imago
