Bodö schockt Dortmund – klarer Auswärtssieg für Stuttgart

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Niko Kovac stapfte im Eiswind von Nord-Norwegen enttäuscht auf den Platz und richtete seine Verlierer wieder auf – ein schauerlich schwaches Borussia Dortmund ist beim Kunstrasen-Test am Polarkreis glatt durchgefallen.

Der BVB verlor beim letztjährigen Sensationsteam FK Bodö/Glimt verdient 0:1 (0:0) und leistete sich im Rennen ums Champions-League-Achtelfinale einen ersten schmerzhaften Fehltritt. Ihre strapaziöse Serie von drei Auswärtsspielen in sieben Tagen mit 11.000 Flugkilometern setzen die Dortmunder am Samstag in der deutschen Bundesliga bei Union Berlin fort.

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Die Dortmunder begannen halbwegs engagiert, dennoch zeigte Bodö früh, warum es in der vergangenen Saison Manchester City und Inter Mailand geschlagen hatte. Sondre Brunstad Fet (19.) schoss hauchdünn am BVB-Tor vorbei, Ole Didrik Blomberg (27.) verpasste eine Hereingabe des früheren Frankfurters Jens Petter Hauge um Zentimeter. Den Dortmundern fehlte Ruhe im Aufbau, immer wieder holte sich Bodö den Ball schnell zurück. Gefährliche Abschlüsse des BVB gab es vor der Pause nicht – Silva stand bei seinem Kopfball im Abseits (41.).

Kovac erhoffte sich mehr Struktur, in den ersten 48 Sekunden der zweiten Halbzeit allerdings hatte Andreas Helmersen schon wieder zwei dicke Chancen. Seinen Schuss parierte BVB-Torhüter Gregor Kobel zur Ecke, der folgende Kopfball ging knapp übers Tor. Auch Hauge (48.) und Blomberg (49.) waren gleich wieder brandgefährlich. Der BVB wankte, Kovac gestikulierte hektisch an der Seitenlinie – vergeblich: Sjövold traf zur hochverdienten Führung.

Kovac hatte nach einer Stunde genug gesehen. Er brachte in einem belebenden Vierfachwechsel unter anderem Guirassy und Felix Nmecha, dessen Fernschuss zur ersten ernsthaften Gäste-Gelegenheit wurde (62.). Guirassy (69.) wurde aus kurzer Distanz geblockt. Der BVB kämpfte, aber die Norweger hielten stand.

Stuttgart siegt klar in Bratislava

Der VfB Stuttgart hat einen Traumstart in die Champions League hingelegt. Die ambitionierten Schwaben gewannen auch das zweite Spiel der Ligaphase bei Slovan Bratislava verdient mit 3:0 (1:0) und brachten sich für einen heißen Herbst in der Königsklasse in eine starke Position.

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Denis Undav traf zur Führung (29.). Für den VfB-Kapitän, der zuletzt immer wieder in der Kritik gestanden hatte, war es das erste Saisontor überhaupt. Ein Eigentor durch Sandro Cruz (65.) und der Treffer von Ermedin Demirovic (90.) sorgten für die Entscheidung. Der VfB ließ sich auch vom ramponierten Rasen im Narodny Stadion, der nach einem Enrique-Iglesias-Konzert gesandet worden war, nicht aus dem Tritt bringen.

Bredlow hatte erst einmal wenig zu tun, da der VfB das Spiel klar bestimmte. Ramon Hendriks (15.) und Undav (24.) vergaben die ersten Chancen, ehe der Kapitän bei seinem leicht abgefälschten Schuss zum 1:0 etwas Glück hatte. Kurz danach hätte Josha Vagnoman bei einem Lattenkracher fast das zweite Tor erzielt. In der Folge verhinderte Dominik Takac einen höheren Pausenrückstand.

Nach dem Wechsel kam Bratislava, das vom früheren Weltklassespieler Yaya Touré trainiert wird, besser ins Spiel. Sandro Cruz (61.) traf die Latte. Der VfB wankte kurz, wurde dann aber nach scharfer Hereingabe von Vagnoman, die Cruz unglücklich abfälschte, belohnt. Demirovic, der gegen Stavanger einen Hattrick erzielt hatte, traf spät per Kopf.

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