Die Sky-Saisonvorschau: Wolfsberger AC

via Sky Sport Austria

Am Freitag startet die tipico Bundesliga in ihre neue Saison. Grund genug für unsere Vereinsredakteure eine umfassende Saisonvorschau zu ihrem jeweiligen Verein auf die Beine zu stellen. Hier findet ihr die wichtigsten Infos zum Wolfsberger AC, zusammengestellt von Sky-Reporter David Eder.

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Besonderheiten in der Vorbereitung

Erfreulich ist die Rückkehr von Marc André Schmerböck. Der Stürmer hat sich im vergangenen Dezember das Kreuzband gerissen. Er ist früher fit und voll im Saft, als man erwarten durfte. In der ersten Cup-Runde durfte er gleich von Beginn an spielen und konnte sich in der Vorbereitung für einen absoluten Stammplatz empfehlen.

In der Vorbereitung stellte man sich unter anderem Shakhtar Donetsk und Girondins Bordeaux als Testspielgegner: Gegen Shakthtar gab es eine 0:2-Niederlage, gegen Bordeaux einen 3:1-Sieg. Vor allem mit dem Spiel gegen die Ukrainer war Coach Struber aber hochzufrieden: „Wie wir diese Klasse-Mannschaft unter Druck gesetzt haben, das war richtig geil. Da hat die Mannschaft zum ersten Mal so richtig meine Idee umgesetzt. Die Glaubwürdigkeit in meine Spielidee war erkennbar. Die beiden Spiele waren sehr erfrischend und das gegen richtig starke Gegner.“

Transfers

Zum Saisonstart begrüßen die Wölfe nicht nur einen neuen Trainer in Person von Gerhard Struber, auch zahlreiche Neuzugänge sollen den Kader vor allem in der Breite verstärken.

Zugänge

  • Gerhard Struber (Cheftrainer)
  • Shon Weissman(Maccabi Haifa)
  • Stefan Peric (Wacker Innsbruck)
  • Alexander Schmidt (Liefering, Leihe für ein Jahr)
  • Anderson Niangbo (Liefering, Leihe für ein Jahr)
  • Manuel Kuttin (Admira)

Abgänge

  • Gerald Nutz(GAK)
  • Bernd Gschweidl (Altach)
  • Kevin Friesenbichler (Leihende, Austria Wien)
  • Sekou Koita (Leihende, Red Bull Salzburg)
  • Sasa Jovanovic (Unbekannt)
  • Ash Kigbu (Vertrag bestehend, aber nicht Teil der Planungen. Nach guter Lösung wird gesucht)


Spielanlage

Gerhard Struber sagt, er trägt in gewisser Weise die Red Bull-DNA in sich. Das Spiel des WAC bleibt von Intensität geprägt. Man will schnell den Weg in die Tiefe suchen, nach Balleroberungen kurze Wege zum gegnerischen Tor haben. Das Angriffspressing soll im Vergleich zum Fußball unter Christian Ilzer jedoch noch intensiver werden, gleichzeitig will man über gutes Positionsspiel auch zu entlastenden Ballbesitzphasen kommen.

Prognose

Die Abgänge von Sekou Koita und Kevin Friesenbichler sind nicht so einfach zu kompensieren. Besonders Shon Weissman hat unter den Neuzugängen aber schon ordentliche Torjägerqualität angedeutet. Sollte er mit dem überraschend früh wiedergenesenen Schmerböck oder einem der jungen Salzburg-Leihspieler Niangbo oder Schmidt gut funktionieren, muss man über die Abgänge nicht mehr viele Gedanken verschwenden. Aber zunächst muss das alles noch unter Beweis gestellt werden.

Der Kader hat bislang vor allem an Breite gewonnen, das Leistungsgefälle zwischen Stammpersonal und Reservisten ist nicht mehr so deutlich. Qualitativ könnte aber noch nachgelegt werden und daran wird auch noch gearbeitet. Ein bis zwei Spieler sollen den Kader im Bestfall noch verstärken, Abgänge sind nicht mehr geplant.

Die Gesamtqualität im Kader ist grundsätzlich nicht gesunken. Aber es gibt viele junge Spieler, bei denen noch nicht eindeutig klar ist, was sie schon leisten können und wie konstant sie ihre Leistungen abliefern können. Spannend wird sein, wie die Mannschaft die intensive Spielidee von Gerhard Struber in den Bewerbsspielen umsetzen kann und wie die Spieler mit der hohen Belastung durch die Europa League zurechtkommen.

Die Qualität des Kaders sollte es grundsätzlich ermöglichen, neuerlich in die Meistergruppe einzuziehen. Abhängig vom Kräftehaushalt im Hinblick auf die Europa League darf man aber auch nicht überrascht sein, wenn es mit einem Top-6-Rang zur Punkteteilung knapp wird. Von einem dritten Platz wie in der Vorsaison darf man zwar vielleicht träumen, sicher aber nicht damit kalkulieren. Wenn in Sachen Fitness und Verletzungen vieles glatt läuft und auch die jungen Kaderspieler ihr Können unter Beweis stellen, ist ein Europacup-Startplatz bzw. Qualifikationsplatz machbar.

  • Budget (Personal): Schätzungsweise 6-8 Millionen Euro
  • Saisonziel: Weiterentwicklung, Qualifikation Meistergruppe, Im Cup überwintern
  • Durchschnittsalter Kader (27 Spieler): 25 Jahre
  • „Rising Stars“: Shon Weissman, Anderson Niangbo, Lukas Schöfl

Mögliche Aufstellung

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